Heranwachsende Mädchen und junge Frauen sind aufgrund ihres Alters und ihres Geschlechts in Krisensituationene besonders gefährdet und einem erhöhten Risiko ausgesetzt. © Plan International/Jesper Milner Henriksen
Heranwachsende Mädchen und junge Frauen sind aufgrund ihres Alters und ihres Geschlechts in Krisensituationene besonders gefährdet und einem erhöhten Risiko ausgesetzt. © Plan International/Jesper Milner Henriksen
12.04.2019

Zyklon Idai: Notlage birgt Gefahren für Mädchen

Der Zyklon ist vorüber. Was bleibt, ist ein zerstörtes Land. Allein in Mosambik sind nach Angaben des OCHA mehr als 92.000 Häuser zerstört, so dass die betroffenen Menschen in Notunterkünften unterkommen müssen. Vor allem für junge Mädchen und Frauen birgt das Risiken.

Mit sinkenden Wasserspiegeln und Wiederherstellung der Infrastruktur sind die meisten Gebiete rund drei Wochen nach dem Tropensturm Idai endlich einfacher zu erreichen. Zugleich zeigen sich die verheerenden Auswirkungen der größten Überschwemmung seit 20 Jahren in Afrika immer deutlicher. Bis Malawi, Simbabwe und Mosambik wiederaufgebaut sind, wird es viele Monate dauern.

Neben der weiter laufenden Versorgung mit Hilfsgütern und der Wiederherstellung der Wasserversorgung macht Plan International auf die Auswirkungen der Katastrophe insbesondere auf Kinder, heranwachsende Mädchen und Frauen aufmerksam. Diskriminierung, Schulabbruch und sexualisierte Gewalt sind nur einige der Gefahren, denen insbesondere heranwachsende Mädchen in temporären Unterkünften ausgesetzt sind. Im schlimmsten Fall droht ihnen Frühverheiratung. Zudem sind allein in den betroffenen Gebieten in Mosambik fast 75.000 Frauen schwanger, von denen mehr als 43.000 in den nächsten sechs Monaten ihr Kind bekommen. Viele von ihnen haben durch die Umstände ein geschwächtes Immunsystem und die Neugeborenen sind besonders gefährdet, an den grassierenden Krankheiten wie Cholera oder Malaria zu erkranken.

Gerade Kinder brauchen jetzt vor allem Sicherheit: Geschützte Unterkünfte und ein Stück Normalität etwa durch die Wiederaufnahme des Schulunterrichts. Um das Erlebte zu verarbeiten, benötigen viele Mädchen und Jungen oft auch psychosoziale Betreuung.

Plan hat den Schutz von Mädchen in Krisenregionen zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. So ist ein Teil von Plans Nothilfemaßnahmen speziell auf die Bedürfnisse von Mädchen ausgerichtet, zum Beispiel durch das Errichten sicherer Waschgelegenheiten oder das Verteilen von Menstruations-Sets. Außerdem führt Plan International - auch in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern - Schulungen zu Kinderschutz und geschlechtsspezifischer Sensibilisierung in Notsituationen durch.


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