Kinder schützen und ihre Rechts stärken
Wir schützen Kinder und setzen uns für ihre Rechte ein. © Fauzan Ijazah/ Plan International

Kinderschutz

Kinder sollen ihr volles Potenzial ausschöpfen können – dazu haben wir von Plan International uns verpflichtet. Wir wollen ihr allgemeines Wohlergehen sichern in einer geschützten und unterstützenden Umgebung.

Kinderschutz bei Plan International

Um in den Gemeinden ein Bewusstsein für die Rechte von Kindern zu schaffen und sie zu stärken, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Familien, den Gemeinden und – natürlich – den Kindern sehr wichtig. Nur dann kann eine langfristige Veränderung erreicht und eine sichere Umgebung für Mädchen und Jungen geschaffen werden. Familien, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte sind ein wichtiges Sicherheitsnetz für die Kinder. Deshalb muss gerade das Bewusstsein aller Familienmitglieder für mögliche Gefährdungen gestärkt werden.

Gewalt gegenüber Kindern muss schnell erkannt und verhindert werden. Dafür sind gut erreichbare Meldestellen und etablierte Präventionsmechanismen notwendig. Außerdem muss ein besseres Verständnis für die Ursachen und Auswirkungen von Gewalt gegenüber Kindern geschaffen werden. Wir arbeiten eng mit der lokalen Zivilgesellschaft, staatlichen Partnern und Organisationen zusammen, um Kinder zu schützen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, in der Themen wie Missbrauch oder Vernachlässigung behandelt werden.  

Der institutionelle Kinderschutz bei Plan International
Es ist uns von Plan International ein wichtiges Anliegen Kinder und Jugendliche im Rahmen der Projektarbeit vor schädlichen Einflüssen, Missbrauch und Ausbeutung zu schützen. Wir müssen auch dafür sorgen, dass Mädchen und Jungen innerhalb unserer eigenen Organisation vor diesen Gefahren sicher sind. Unsere Kinderschutzrichtlinie legt fest, was wir unternehmen und wie wir uns verhalten müssen, um die Sicherheit von Mädchen und Jungen zu gewährleisten. Diese Richtlinie gilt für alle Plan-Mitarbeitenden, Förderer und Paten.

Patenschaften und Kindesschutz
Sie beinhaltet zum Beispiel Vorgaben für den Austausch zwischen Paten und Patenkindern. So prüfen wir Briefe auf unangemessene Inhalte und teilen Patinnen und Paten keine Anschriften von Patenkindern mit. Auch leiten wir keine Kontaktdaten von Paten an Patenkinder weiter. Außerdem haben wir Richtlinien für Besuche beim Patenkind und für die Darstellung des Patenkindes auf einer eigenen Homepage erarbeitet. Daten von Kindern und ihren Familien sind von allen Parteien vertraulich zu behandeln.

Alle Mitarbeitenden sind dem Schutz der Kinder verpflichtet
Plan International und seine Mitarbeitenden sind im beruflichen und privaten Umfeld dem Kinderschutz verpflichtet. Verdachtsfälle können für alle Seiten vertraulich gemeldet und aufgeklärt werden. Konkrete Fälle von Gewalt gegen Kinder oder Jugendliche, die von Mitarbeitenden, Partnern oder Besuchenden ausgeübt werden, prüfen wir auf disziplinarische oder rechtliche Konsequenzen. Die Kinder und Familien mit denen wir zusammenarbeiten sind über bestehenden Melde- und Beschwerdemechanismen und damit einhergehende Rechte informiert.

Kinderschutz per Gesetz verankern

Uns ist besonders wichtig, dass nationale und lokale Strategien zum Schutz von Kindern geschaffen und Gesetze beschlossen werden. Außerdem muss das benötigte Geld zur Verfügung gestellt werden, um diese Gesetze und Strategien umzusetzen. Die Regierungsstellen und Institutionen, wie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Polizei oder Justiz müssen in der Lage sein, schnell und effektiv auf Fälle von Gewalt gegen Kinder zu reagieren und Präventivmaßnahmen umzusetzen. Statistisch belastbare Studien helfen uns, die Regierungen zu überzeugen, dass es höchste Zeit ist, notwendige Maßnahmen einzuleiten.

Ein zentraler Punkt unserer Arbeit ist, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie sie sich selbst und andere vor Gewalt schützen können. Wichtig ist, das Selbstbewusstsein der Mädchen und Jungen zu stärken, damit sie sich trauen, Hilfe anzufordern und Meldestellen zu informieren. Wir setzen uns auch mit Gewalt unter Kindern und Jugendlichen auseinander, wie Mobbing oder sexualisierte Gewalt, und fördern den Gemeinschaftssinn der Kinder, damit sie sich mit anderen zusammenschließen und gemeinsam für ein friedliches Miteinander einsetzen. 

Schätzungen zufolge werden jährlich 246 Millionen Mädchen und Jungen weltweit auf dem Schulweg Opfer von Gewalt. Gerade Mädchen sind besonders gefährdet.


Kinder schützen, Rechte fördern
Kinderrechte

Der Kinderrechtsansatz, mit dem auch Plan International arbeitet, stützt sich auf die UN-Kinderrechtskonvention.

Mehr Infos: Kinderrechte

Geburtenregistrierung

Mehr als 230 Millionen Kinder weltweit sind nicht registriert. In über 100 Entwicklungsländern gibt es keine gut funktionierenden Systeme, um die Geburt, eine Heirat oder den Tod zu registrieren. 


Registrierte Kinder, die eine Urkunde über ihre Identität erhalten sind besser vor früher Heirat, Kinderhandel oder ausbeuterischer Arbeit geschützt. Ein starkes Zivilregister- und Bevölkerungsstatistik System ist für die Regierung eine verlässliche Quelle wichtiger Daten für die Landesplanung, wie bei der Ausstattung des nationalen Gesundheitswesens. Wir arbeiten eng mit der Regierung, UN-Organisationen und Unternehmen zusammen, um das Registrierungssystem mithilfe von geeigneter moderner Technologie zu verbessern. 

Eine Geburtsurkunde bestätigt die Existenz eines Kindes.
Registrierung nach der Geburt

Eine Geburtsurkunde bestätigt offiziell die Existenz eines Kindes und ist ein wichtiges Dokument zur Umsetzung und zum Schutz seiner Rechte.

Mehr Infos: Geburtenregistrierung

Kinderschutz - unsere Projekte

Projekt Syrische Flüchtlingskinder Afrika Ägypten
Schutz für Flüchtlingskinder

Ägypten - In der Region Giza in Ägypten leben viele geflüchtete Syrerinnen und Syrer in prekären Verhältnissen. Vor allem die Kinder sind gefährdet durch...

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Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche.
Projekt: Kinderhandel stoppen

Philippinen - In den Philippinen werden Mädchen und Jungen, die in Armut aufwachsen, oft von ihren Familien weggegeben oder fallen Menschenhändlern zum Opfer....

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Kinder früh fördern und vor Armut schützen.
Projekt: Kinder fördern

Ecuador - In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige besuchen Angebote zur frühkindlichen Förderung...

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Besonders für Mädchen ist das Leben in den Großstädten gefährlich. © Plan / Hannes Schleicher
Projekt: Sichere Städte

Uganda - In den drei Metropolen Delhi, Hanoi und Kampala hat Plan International das “Urban Programme - Sichere Städte für Mädchen und Frauen” ins Leben...

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Besonders für Mädchen ist das Leben in den Großstädten gefährlich.
Projekt: Sichere Städte

Indien - In den drei Metropolen Delhi, Hanoi und Kampala hat Plan International das “Urban Programme - Sichere Städte für Mädchen und Frauen” ins Leben...

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Besonders für Mädchen ist das Leben in den Großstädten gefährlich.
Projekt: Sichere Städte

Vietnam - In den drei Metropolen Delhi, Hanoi und Kampala hat Plan International das “Urban Programme - Sichere Städte für Mädchen und Frauen” ins Leben...

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