Die Fluten haben viele Ernten zerstört.
Die Fluten haben viele Ernten zerstört © Plan International
19.03.2019

Zyklon Idai: Schwere Überflutungen in Mosambik und Simbabwe

Der Zyklon Idai hat im südlichen Afrika verheerende Schäden angerichtet. Allein in Mosambik wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer auf bis zu 1000 steigen könne. Plan International leistet vor Ort Nothilfe.

Der tropische Wirbelsturm "Idai" war in der Nacht zu Freitag mit Windböen bis zu 160 Stundenkilometern auf die Küstenstadt Beira in Mosambik getroffen. In der Folge kam es zu Sturmfluten und schweren Regenfällen. Hunderte Häuser wurden zerstört; außerdem sind auch Schulen und Krankenhäuser von dem Wirbelsturm betroffen. Das größte Krankenhaus der Region, das Beira Central Hospital wurde überflutet. Das Dach ist teilweise eingestürzt und das Gebäude hat keinen Strom, sodass die Verletzten nicht versorgt werden können. Auch im Rest der Stadt sind die Stromleitungen schwer beschädigt, die Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Durch die Wassermassen sind viele Nutztiere ertrunken, auch ein Großteil der Felder wurde komplett zerstört. Kurz vor der Haupterntezeit eine Katastrophe, denn durch die Ernteausfälle droht in den kommenden Wochen eine extreme Nahrungsmittelknappheit. In den kommenden Tagen werden weitere schwere Regenfälle erwartet, auch in den Gebieten, die bereits von dem Zyklon getroffen wurden. Die Regierung von Mosambik hat deshalb für einige Teile des Landes die höchste Warnstufe ausgerufen. "Naturkatastrophen führen oft dazu, dass ohnehin fragile Wasser- und Sanitärsysteme zusammenbrechen oder beschädigt werden. Dadurch sind insbesondere junge, ältere oder behinderte Menschen gefährdet", sagt Anne C Hoff, Länderdirektorin von Plan International Mozambique.

In Simbabwe sind hunderte Häuser zerstört. Die Fluten haben viele Straßen weggespült, so dass der Zugang zu vielen Gebieten erschwert ist. "Unsere unmittelbare Sorge gilt besonders den Frauen und Kindern, die jetzt wegen der Straßenschäden von der Unterstützung abgeschnitten sind", sagt Angela Muriithi, Länderdirektorin von Plan International.

Plan International leistet vor Ort Nothilfe und versorgt die Menschen mit Decken, Matratzen, Hygiene-Sets oder Kochutensilien. Darüber hinaus unterstützt Plan die Koordination der nationalen Hilfsmaßnahmen und stellt den Menschen Notunterkünfte zur Verfügung. Durch das Einrichten sogenannter Child Friendly Spaces sorgen wir dafür, dass Kinder auch in Katastrophensituationen einen Ort haben, an dem sie sicher lernen und spielen können.

Plan arbeitet in Mosambik in den Provinzen Inhambane und Mogovolas, die nicht von dem Zyklon getroffen wurden. Es sind daher auch keine Patenkinder betroffen. Die Regionen Chipinge und Chimanimani in Simbabwe, in denen Plan International auch Programme durchführt, sind die bisweilen am stärksten zerstörten Gebiete. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass Patenkinder und ihre Familien in Chipinge nicht betroffen sind. In Chimanimani hat Plan keine Patenkinder.



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