Bis zum Jahr 2022 sollen insgesamt rund 360.000 Kleinkinder jährlich geimpft werden. © Plan International / Anne Ackermann
Bis zum Jahr 2022 sollen insgesamt rund 360.000 Kleinkinder jährlich geimpft werden. © Plan International / Anne Ackermann
23.04.2019 - von Plan Redaktion

Impfung gegen Malaria könnte das Leben Zehntausender Kinder retten

Nach jahrelangen Erfolgen im Kampf gegen die Malaria sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am diesjährigen Welt-Malaria Tag (25. April) wieder Grund zur Besorgnis: Zwar wird in diesem Jahr in Kenia, Ghana und Malawi erstmals eine Impfung gegen Malaria eingesetzt, teilte der Leiter des WHO-Malaria-Programms, Pedro Alonso, mit. Aber schnelle Erfolge seien bei diesem ersten Einsatz nicht zu erwarten.

Malaria bedroht weiterhin Millionen Menschen: Dem Welt-Malaria-Bericht zufolge wurden im Zeitraum 2015 bis 2017 keine signifikanten Verbesserungen bei der Verringerung der Malaria-Fälle erzielt. Die geschätzte Zahl der Malaria-Todesfälle im Jahr 2017 (435 000) blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Allein in Afrika sterben jedes Jahr nach Angaben der WHO rund 250.000 Kinder an der Krankheit.

In vielen afrikanischen Ländern gibt es zum einen nicht genügend Moskitonetze, und zum anderen können nicht alle Infizierten behandelt werden. Besonders hart trifft es Kinder unter fünf Jahren und schwangere Frauen. 70 Prozent der Schwangeren erhalten nicht die empfohlenen Medikamente, um eine Ansteckung ihrer ungeborenen Kinder zu vermeiden. Die WHO gab 2015 das Ziel aus, 5,5 Milliarden Dollar im Jahr im Kampf gegen Malaria einzusetzen - davon kommt aber nur gut die Hälfte zusammen.

Wie die WHO mitteilte, seien in mehreren Ländern Rückschritte zu verzeichnen, vor allem südlich der Sahara, wo 90 Prozent der Fälle vorkämen. Darunter sind Nigeria, der Kongo, Uganda, Tansania und Mosambik. Auch in Venezuela gebe es einen massiven Anstieg der Fälle, weil der Kampf gegen Malaria dort nachgelassen habe.


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