Eine Gemeinde in Kenia ist besonders vom Klimawandel betroffen: Die Dürre beeinflusst die gesamte Lebensgrundlage der Familien.
Eine Gemeinde in Kenia ist besonders vom Klimawandel betroffen: Die Dürre beeinflusst die gesamte Lebensgrundlage der Familien.

Warum ist Klimaschutz auch Kinderschutz?

Klimaschutz ist Kinderschutz. Denn die Auswirkungen des Klimawandels, wie Überschwemmungen und Dürreperioden beeinflussen auch die Gesundheit und die Zukunft der Kinder.

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung, der sich alle Länder stellen müssen. Am meisten betroffen sind jedoch die Menschen und vor allem Kinder im globalen Süden, denn sie haben die geringsten Möglichkeiten, sich vor den rasanten Änderungen ihrer Umwelt zu schützen. Zum Beispiel haben die Familien in einigen Regionen nicht genug Geld, um einen effektiven Küstenschütz zu bauen, der die Gemeindemitglieder vor plötzlichen Sturmfluten schützen könnte.

Mojib Latif
© Plan International / J. Steffen GEOMAR

"Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Katastrophen, die durch den Klimawandel ausgelöst werden, können jederzeit und überall auf der Welt passieren. Wir können mit der Natur nicht verhandeln, wenn das CO2 innerhalb der Atmosphäre immer weiter zunimmt, wird es auch immer wärmer und dann werden auch Wetterextreme immer weiter zunehmen. Und dafür müssen wir die Menschen und besonders die Mädchen und Jungen schützen, damit sie noch eine Zukunft haben." sagt Mojib Latif, Klimaforscher und zu Gast in unserem Livestream Wasser für alle

Das Klimaschutzabkommen von Paris

Das Klimaschutzabkommen von Paris gilt als das bisher wichtigste internationale Abkommen für den Klimaschutz. Es sieht vor, dass die Weltgemeinschaft die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad begrenzen will.

Die Länder, die dieses Abkommen verabschiedet haben, haben sich deshalb dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf höchstens 2 Grad zu begrenzen. Das Abkommen ist ein wichtiger Schritt hin zu einem besseren Klima und einer lebenswerten Umwelt, wo die Zukunft der Kinder gesichert ist. Doch das Abkommen von Paris ist noch nicht richtig in Kraft.

Klimawandel
Die Herausforderungen bei Klimazielen

Es braucht weiterhin viel Anstrengungen und die Einhaltung diverser Verpflichtungen, um das Klima zu beeinflussen. Alle Länder müssen hierbei an einem Strang ziehen.

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Die Herausforderungen bei Klimazielen

Seit Jahren werden die Klimaziele wiederholt verfehlt. Die erforderliche Verringerung der Treibhausgasemissionen, die von den Vertragsstaaten zugesichert wurden, wurde nicht erreicht.

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, das Klimaschutzabkommen von Paris in die Tat umzusetzen. Alle Beteiligten müssen noch viel mehr tun, um ihre Klimaziele zu erreichen. Für sich selbst, aber vor allem auch für nachfolgende Generationen.

Plan International setzt Schwerpunkte für den Klimaschutz

Wir von Plan International arbeiten an unserem Ziel, die Risiken des Klimawandels für die betroffenen Jugendlichen und Familien zu minimieren. Außerdem machen wir uns für Umweltschutz stark und informieren aktiv über das Thema Klimaschutz unsere Projektgemeinden in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Unsere Projekte zum Klimawandel & Klimaschutz

Kinder vor der Klimakrise schützen

Auch in Malawi ändert sich das Klima und wird immer extremer. Anzahl und Ausmaß von Dürren und Überschwemmungen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen und vernichten ganze Ernten. Die Folgen: Familien verlieren ihre Lebensgrundlage und Nahrungsmittel werden knapp. Dies wirkt sich vor allem negativ auf die Ernährungslage von Kindern aus. In unseren Projektregionen Mulanje und Machinga stärken wir deshalb die Widerstandfähigkeit von 2.500 Haushalten gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels, indem wir sie zu nachhaltiger Landwirtschaft schulen, die Wasserversorgung verbessern und dürreresistentes Saatgut bereitstellen.

Menschen vor Klimawandel schützen
Menschen vor Klimawandel schützen

Nachhaltige Landwirtschaft, Aufforstung und die Gründung von grünen Unternehmen sind die Kernelemente dieses Projektes. Gemeinsam mit mehr als 3.600 jungen Menschen wollen wir die Lebensgrundlagen in der Region Chisamba sichern, die schwer unter den Folgen des Klimawandels leidet.

© Plan International
Gesunde Kinder trotz Klimawandel

In Guatemala hat der Klimawandel gravierende Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen der Bevölkerung. In den Projektregionen Baja Verapaz und Quiché haben lange Trockenzeiten die Ernährungslage verschärft. Vor allem viele Kinder sind von Mangelernährung betroffen. In diesem Projekt wollen wir ihnen ein gesundes Aufwachsen ermöglichen und die Gemeinden unterstützen, sich an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. 700 junge Frauen und Mütter lernen im Projekt, wie sie „grüne Unternehmen“ gründen.

Das sind einige unserer Maßnahmen, die wir in unseren Projekten durchführen, um Kindern Sicherheit zu geben und sie vor den rasanten Veränderungen des Klimas zu schützen:

Ausbau von nachhaltiger Energie

Ausbau von nachhaltigen Energien und klimafreundlichen Anbaumethoden: Wir fördern unter anderem die Verwendung von Solar-Panels, um die allgemeine Versorgung mit Energie in den Gemeinden zu sichern. Zudem bauen wir den Gemeinden dürreresistente Saat an, um die Ernte vor Auswirkungen des Klimas zu schützen. 

Aufklärung

Aufklärung: Das Thema Klimaschutz erhält Einzug in viele Lehrpläne unserer Projekt-Länder. Außerdem organisieren wir Veranstaltungen zum Klimaschutz in allen wichtigen Einrichtungen wie Schulen, Universitäten aber auch in Krankenhäusern und Arztpraxen. Auch Trainings in Katastrophenschutz gehören zum Schulalltag.

Beispiel Sambia: In Schulungen lernen Farmer:innen mehr über die Bereiche Umweltschutz und Landwirtschaft. Mädchen und Jungen engagieren sich im Rahmen des sogenannten "Think Green" - Umweltclubs für die heimische Natur.

Aufklärung in wichtigen Bereichen mit allen Beteiligten

Anpassung der gesamten Gemeinde: Gemeinsam mit den Jugendlichen und wichtigen Gemeindemitgliedern erarbeiten wir weitere einfache und wirkungsvolle Lösungsansätze für die Anpassung der Gemeinden an den Klimawandel.

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