Viele Regionen sind besonders vom Klimawandel betroffen. Besonders die Kinder sind in dieser Situation betroffen.
Viele Regionen sind besonders vom Klimawandel betroffen. Besonders die Kinder sind in dieser Situation betroffen. © Plan International

Umweltschutz Kinder

Umweltschutz ist ein Thema, auf das wir nicht mehr verzichten können. Von allen Seiten auf der Welt wird mehr Umweltschutz gefordert. Besonders Jugendliche und Kinder engagieren sich in dem Bereich. Wieso? Sie sind diejenigen, die am meisten mit den Folgen vom Klimawandel zu kämpfen haben.

Was bedeutet Umweltschutz für Kinder?

Die Kinder wachsen heute mit den Begriffen Klimawandel und Umweltschutz auf. Während es am Anfang für sie nur Worte sind, lernen sie später, was die Begriffe eigentlich bedeuten. Sie lernen, dass unsere Umwelt und die Natur nicht selbstverständlich sind. In diesem Zusammenhang hören die Kinder schließlich die Begriffe Klimaschutz, erneuerbare Energien, Leben schützen. Denn die biologische Vielfalt und somit auch viele Tiere sind vom Aussterben bedroht; das betrifft besonders den tropischen Regenwald. Die Antarktis ist gefährdet, komplett zu verschwinden, da das Eis schmilzt, ebenso besteht die Gefahr, dass ganze Städte verschwinden, wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt.

Zudem erzählen viele Eltern ihren Kindern, wie sich die Umweltpolitik der Vereinten Nationen, der EU und von Deutschland im Laufe der Krise verändert hat. Die Regierungen definieren Ziele, um für die Sicherheit der zukünftigen Generationen zu sorgen. Allerdings lernen die Kinder auch, dass die meisten Maßnahmen und Vereinbarungen zu spät kommen.

Warum ist Umweltschutz auch Kinderschutz?

Umweltschutz bedeutet zeitgleich auch Schutz für Kinder. Denn sie sind diejenigen, die zuerst die Auswirkungen des Klimawandels weltweit zu spüren bekommen. Die Natur hält zurzeit weltweit das Gleichgewicht. Die Wälder binden CO2 zum Wachstum und wandeln es in Sauerstoff um. Das sorgt für ausreichend Luft zum Atmen und verlangsamt den Klimawandel. Zudem fördern die Wälder Niederschläge und sind für den Wasserkreislauf und damit unser Trinkwasser wichtig. Wenn der Wald abgeholzt, gerodet oder in irgendeiner anderen Art beschädigt wird, kann sich das Klima in ganzen Regionen verändern. Eine gesunde Umwelt und ein gesunder Wald sind für das Klima und den Erhalt der Biodiversität unverzichtbar.

Die Folgen der Erderwärmung treffen die Kinder unmittelbar. Mangelernährung wird verschärft und die Verbreitung von Krankheiten verändert sich. Mädchen und Jungen sind von Naturkatastrophen und ihren Folgen bedroht, da sie sich kaum alleine davor schützen können. Folgen von Naturkatastrophen treffen die ganze Familie: Es kommt zur Ernteausfällen bei der Landwirtschaft und Hunger. Zudem sorgt Nahrungsmittelknappheit auch innerhalb der Bevölkerung für Unruhen. Diese haben politische Konflikte und Flüchtlingskrisen zur Folge.

Durch den Klimawandel ist das Einkommen und somit auch die Existenz der Familie gefährdet. Die Erwachsenen wissen häufig nicht, was sie tun sollen und geben teilweise ihre Kinder an fremde Leute ab, wo sie denken, dass sie besser aufgehoben sind. Häufig müssen die Kinder dort jedoch hart arbeiten oder werden Opfer von Missbrauch. Die Jugendlichen geraten dadurch häufig in ein Leben ohne Schutz. Dadurch haben sie keine Chance auf eine richtige Kindheit, Bildung oder eine selbstbestimmte Zukunft.

Unsere Position zum Klimawandel:

Aus unserer Sicht als Kinderhilfsorganisation ist der Klimawandel in vielen Ländern weltweit ein reales und ernstzunehmendes Problem für die Umsetzung der Kinderrechte!

Wie engagiert sich Plan International?

Wir von Plan International arbeiten an unserem Ziel, die Risiken des Klimawandels für die betroffenen Jugendlichen und Familien zu minimieren.

Unsere Arbeitsschwerpunkte:

Einführung von Katastrophenabläufen in Schulen
Aufklärung in Schulen
Finanzielle Anpassung
Anpassung der Gemeinden an den Klimawandel, auch finanziell
Umzüge
Umzüge für gefährdete Menschen
Lösungsansätze
Gemeinsame Lösungsansätze entwickeln
  • Mädchen und Jungen, Eltern und Gemeinden lernen gemeinsam mehr über den Klimawandel und seine Folgen. Dieses Thema hat bereits Einzug in die Lehrpläne vieler unserer Projekt-Länder gehalten. Trainings in Katastrophenschutz gehören zum Schulalltag genauso wie die vorsorgliche Einlagerung von Hilfspaketen für den Notfall.
  • Zudem unterstützen wir Gemeinden dabei, sich vorsorglich an den Klimawandel anzupassen und sich zum Thema Klimaschutz zu informieren. Die Gemeinden führen dabei zum Beispiel dürreresistente Saat ein und Erwachsene schulen sich in klimaunabhängigen Berufen als zweites Standbein.
  • Zudem organisieren wir in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden Umzüge für Menschen in Gebieten, die überschwemmungsgefährdet sind.
  • Gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeiten wir weitere einfache und wirkungsvolle Lösungsansätze für die Anpassung der Gemeinden an den Klimawandel.

 

In Sambia beispielsweise lernen Farmer in Schulungen mehr über die Bereiche Umweltschutz und nachhaltige Landwirtschaft. In Grund- und Vorschulen engagieren sich Mädchen und Jungen in sogenannten "Think Green" - Umweltclubs für die heimische Natur. Zudem verringern die Gemeinden den Bedarf an Feuerholz, um die Abhölzung der Wälder zu reduzieren.

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