Wir bekämpfen die Ursachen von Kindersterblichkeit.
Die häufigsten Ursachen für den Tod von Kinder unter fünf Jahren stellen Infektionskrankheiten dar. © Plan / Adrianne Ohanesian

Kindersterblichkeit senken

Traurig, aber wahr: Täglich sterben Kinder. Wir arbeiten daran, die Kindersterblichkeitsrate weltweit zu senken. Dies erreichen wir beispielsweise durch Impfungen, mit der Stärkung der Gesundheitssysteme oder durch eine medizinische Versorgung während der Geburt. Helfen auch Sie, Kinderleben zu schützen, und übernehmen Sie eine Plan-Patenschaft.

Weil das Leben schön ist! Helfen Sie als Pate die Kindersterblichkeit weltweit zu senken.

Ausmaße von Kindersterblichkeit

16.000 Kinder pro Tag sterben an vermeidbaren oder heilbaren Krankheiten. 45 Prozent der Todesfälle ereignen sich bereits im ersten Lebensmonat (Unicef, 2015).

Die häufigsten Ursachen für den Tod vieler Kinder unter fünf Jahren stellen Infektionskrankheiten wie Durchfall, Malaria, Tetanus, Atemwegsinfektionen, Masern und Aids. Aber auch Mangelernährung ist eine oft zum Tode führende Ursache.

Seit 1990 ist die Kindersterblichkeit um die Hälfte gesunken: Starben damals 12,7 Millionen Kinder pro Jahr sind es heute 5,9 Millionen Mädchen und Jungen (Unicef, 2015). Wir möchten diese Entwicklung weiter vorantreiben und eine weitere Senkung der Kindersterblichkeitsrate erreichen.


Länder mit hoher Kindersterblichkeitsrate

In afrikanischen Ländern südlich der Sahara verstirbt eines von zwölf Kindern vor seinem fünften Geburtstag. Und auch in Südasien ist die Kindersterblichkeit hoch, in Indien sterben beispielsweise 1,2 Millionen Kinder jährlich bevor sie fünf Jahre alt sind. Zu den Ländern mit den höchsten Kindersterblichkeitsraten zählen Mali und Südsudan. (Unicef, 2015).


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Müttersterblichkeit senken

Jede Minute stirbt eine Frau bei einer Geburt. Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar. Dennoch haben Frauen in einigen Entwicklungsländern ein Risiko von 1:16, bei der Geburt zu sterben. In Deutschland liegt dieses Risiko bei weniger als 1:2000.

Die Hauptursache für die hohe Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern ist der Mangel an Gesundheitsaufklärung und medizinischer Betreuung für Schwangere. Auch hier spielen wieder die großen Entfernungen zwischen den Dörfern und Gesundheitsstellen eine entscheidende Rolle. Indien und Nepal haben beispielsweise eine der höchsten Sterblichkeitsraten im asiatischen Raum: Auf 100.000 Lebendgeburten kommen 540 Mütter, die bei der Geburt ihrer Kinder sterben.

In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara haben nur 35 bis 50 Prozent der Frauen Zugang zu Gesundheitsdiensten. Mehr als die Hälfte aller Frauen entbinden ohne Hilfe eines Arztes oder einer ausgebildeten Hebamme. Im Niger finden nur 16 Prozent aller Geburten unter medizinischer Beobachtung statt.

So hilft Plan International

Um die hohen Zahlen der Kinder- und Müttersterblichkeit nachhaltig zu senken, unterstützt Plan International beispielsweise in Indien ein Projekt, das vor- und nachgeburtliche Betreuung für Frauen organisiert. Die Projektmitarbeiter und Projektmitarbeiterinnen haben gynäkologische Beratungs- und Behandlungsstellen aufgebaut und bieten zusätzlich Nottransporte in Krankenhäuser an. Darüber hinaus gibt es verschiedene Kurse zur Gesundheitsaufklärung, etwa über die Erkennung von Infektionskrankheiten, allgemeine Säuglingspflege oder die Relevanz des Stillens.

 

Weitere Maßnahmen in unseren Programmländern:

u.a.

  • Impfungen gegen Kinderkrankheiten
  • Aufbau von Gesundheitsstationen
  • Aus- und Fortbildungen von Hebammen
  • Einrichtung von Mütterunterkünften
  • Krankenversicherungen für Familien

Politische Ziele

Im Jahr 2000 beschlossen die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichtende Zielsetzungen zur Bekämpfung der Armut.

Im Rahmen des Gipfeltreffens in New York, verabschiedeten die 189 Regierungs- und Staatschefs acht Millennium-Entwicklungsziele, die der internationalen Politik bis 2015 eine klare Zielrichtung vorgaben, seitdem orientiert sich die internationale Politik an der Agenda 2030.

Ein Millenniumsziel war, die sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren weltweit bis 2015 um zwei Drittel im Vergleich zu 1990 zu verringern.

Was bisher erreicht wurde:

  • zwischen 1990 und 2015 sank die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren um mehr als die Hälfte
  • trotz Bevölkerungswachstums in den Entwicklungsregionen gingen die Sterbefälle von Kindern unter fünf Jahren weltweitzurück
  • durch Impfungen gegen Masern konnten zwischen 2000 und 2013 fast 15,6 Millionen Sterbefälle vermieden werden

    (Quelle: un.org - Millenniums-Entwicklungsziele)

Um die nachhaltige Entwicklung auf der Welt in den sozialen, ökologischen und ökonomischen Dimensionen weiter voranzubringen wurden 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung entworfen, die von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet wurden.

Die sogenannte Agenda 2030 wurde an den Entwicklungsprozess der Millennium-Entwicklungsziele angelehnt und trat im Januar 2016 in Kraft. In den kommenden 15 Jahren wird dieser Katalog als internationale Zielsetzung dienen. Einige Ziele helfen bei der Verringerung von Kindersterblichkeit:

Ziel 2:  Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen sowie eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

2.1. Bis 2030 den Hunger beenden und sicherstellen, dass alle Menschen, (...) insbesondere Kleinkinder, ganzjährig Zugang zu nährstoffreichen und ausreichenden Nahrungsmitteln haben.

2.2 Bis 2030 alle Formen der Mangelernährung beenden.

Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

3.1 Bis 2030 die Müttersterblichkeit weltweit unter 70 je 100.000 Lebendgeburten senken

3.2 Bis 2030 den vermeidbaren Todesfällen bei Neugeborenen und Kindern unter fünf Jahren ein Ende setzen. Mit dem Ziel, die Sterblichkeit bei Neugeborenen mindestens auf zwölf je 1.000 Lebendgeburten und bei Kindern unter fünf Jahren mindestens auf 25 je 1.000 Lebendgeburten zu senken.
(Quelle: plan-international.org)


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