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Unser Team in der Patenbetreuung beantwortet Ihnen gern Ihre Fragen rund um Ihre bestehende Patenschaft, Ihr Patenkind und die Projekte vor Ort.

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Ihre Patenschaft im Südsudan fördert u.a. Programme zum Schutz von Flüchtlingskindern.
Plan-Projekte im Südsudan fördern u.a. Programme zum Schutz von Flüchtlingskindern. © Plan/Adrianne Ohanesian

Hilfe für Kinder im Südsudan

Südsudan ist der jüngste Staat auf dem afrikanischen Kontinent. Im Januar 2011 entschied sich die große Mehrheit der Südsudanesen in einem Referendum für eine Abspaltung vom Norden und damit für die Gründung eines eigenen Staates. Der Sezession vorausgegangen war ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg mit dem Sudan, der erst 2005 durch einen Friedensvertrag beendet werden konnte. Der Krieg mit dem Nordsudan hat die Wirtschaft und Infrastruktur des Landes schwer beschädigt. Immer wieder kommt es zu langen Dürre- und Hungerperioden. Darüber hinaus kehren immer mehr Südsudanesen aus dem Nordsudan in ihre alten Heimatregionen zurück. Sowohl in den Grenzregionen zum Sudan als auch im Landesinneren finden nach wie vor bewaffnete Auseinandersetzungen statt, die Tausende zu Flüchtlingen werden lassen. Unser Kinderhilfswerk setzt sich im Südsudan für die Gesundheit und Bildung von Kindern ein und stärkt die Rechte von Mädchen und Frauen. Wir gehen davon aus, dass die Lage im Südsudan auch mittelfristig unübersichtlich bleiben wird. Daher können wir auf absehbare Zeit mit dem Patenschaftsmodell im Südsudan nicht arbeiten. Unterstützen Sie unsere Nothilfe-Maßnahmen mit Ihrer Spende.

Unser Engagement im Südsudan

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für unsere Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 2006
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern und Frauen, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge und humanitäre Hilfe

Wie hilft Plan International im Südsudan?

Die uns für den Südsudan bereitgestellten finanziellen Mittel setzen wir für elementare Nothilfemaßnahmen ein. Die Projektgebiete befinden sich in verschiedenen Gemeinden im Südosten des Landes; in den Bundesstaaten Jonglei, Lakes, Central Equatoria und Eastern Equatoria. Dabei legen wir den Fokus auf Ernährungssicherheit, Gesundheit, Kinderschutz und Bildung. Die Maßnahmen sind Teil eines übergreifenden und landesweiten Nothilfeplans.

Im Bereich Ernährungssicherheit verteilen wir Nahrungsmittel an Menschen, die unter Mangelernährung leiden. Darüber hinaus bieten wir Schulungen für Bauern an, um ihre landwirtschaftlichen Praktiken zu verbessern. Sie erhalten Saatgut und Arbeitsgeräte und somit eine erste Arbeitsgrundlage. Es finden Screenings von Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern statt, anhand derer geschultes Personal bestimmen kann, ob sie unterernährt sind, um sie dementsprechend behandeln und beraten zu können.

Da Kinder in Konflikten am stärksten betroffen sind, erhalten sie von uns in diesen Situationen besondere Unterstützung. Beispielsweise stärken wir den Kinderschutz, indem Kinderschutzgruppen etabliert und ausgebildet werden. Weiter führen wir grundlegende Lern- und Spielaktivitäten für Kinder durch, um sie auch in Zeiten der Krise zu fördern. Dafür wird ihnen Material zur Verfügung gestellt wie Stifte oder Fußbälle. Weitere Bildungsmaßnahmen finden vor allem im Bereich Grund- und Sekundarbildung statt.

Aktuelle Programme: Hilfe im Südsudan

Erfahren Sie nachfolgend mehr über unsere aktuellen Projekte im Südsudan.

Die Herausforderung:

Die meisten Mädchen und Jungen im Südsudan haben keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Weniger als die Hälfte von ihnen wird überhaupt eingeschult. Mädchen sind dabei besonders benachteiligt. Ein Großteil der Schulen wurde während des Krieges schwer beschä- digt, sodass der Unterricht vielerorts in provisorischen Gebäuden oder unter Bäumen stattfinden muss.

Oft fehlt es an grundlegender Ausstattung, Schulmaterial, sauberem Trinkwasser und Latrinen. Die Alphabetisierungsrate des Südsudan ist eine der niedrigsten weltweit. Der Krieg hat auch viele der ohnehin wenigen Gesundheitseinrichtungen des Landes zerstört. Durchfall, Masern, Malaria oder Atemwegsinfektionen treten häufig auf und können kaum medizinisch behandelt werden. Die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen und Kleinkindern ist extrem hoch: Schätzungen gehen davon aus, dass nur etwa die Hälfte der Neugeborenen den ersten Monat überlebt.

Häufig auftretende Durchfallerkrankungen führen besonders bei Kleinkindern schnell zu lebensbedrohlicher Mangelernährung. Bei Frauen sind Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt die häufigste Todesursache und die Müttersterblichkeitsrate ist mit 2.100 Fällen pro 100.000 Lebendgeburten die höchste weltweit. Bisher sind die staatlichen Systeme noch weit davon entfernt, eine gesundheitliche Basisversorgung der Bevölkerung sicherstellen zu können und in vielen Gegenden fehlt der Zugang zu Gesundheitsdiensten vollständig.

Das Plan-Programm:

Das Plan-Programm sieht vor, lokale Gesundheitssysteme zu stärken und Präventionsprogramme zur Vorbeugung von Malaria, Durchfall und anderen Krankheiten umzusetzen. In Schulen und Gemeinden veranstalten wir Gesundheitskampagnen, in denen Kinder zum Beispiel wichtige Grundregeln der Hygiene erlernen – ein Wissen, welches sie anschließend an Freunde und in der Familie weitergeben.

Außerdem beraten wir Eltern in Gesundheits- und Ernährungsfragen und informiert über Gewichts- und Wachstumskontrollen bei Kleinkindern. Im Bildungsbereich unterstützen wir Gemeinden und lokale Behörden darin, sich für das Recht ihrer Kinder auf Schulbildung einzusetzen. Schulgebäude, die während des Krieges zerstört wurden, werden neu gebaut oder renoviert. Lehrkräfte werden in kinderfreundlichen und modernen Lehrmethoden geschult.

Wir von Plan International sensibilisieren Eltern und Gemeindemitglieder dafür, wie wichtig Bildung für die Zukunft ihrer Kinder ist, vor allem für Mädchen. Wir werden daher Gemeindeschulen für Mädchen einrichten, die älteren Mädchen eine sichere und vertrauensvolle Lernumgebung bieten. Das Programm sieht ferner vor, Eltern und Verantwortliche über frühkindliche Förderung zu informieren und bessere Betreuungsmöglichkeiten für besonders bedürftige Kinder zu schaffen.

Die Herausforderung:

Die Kinder und Jugendlichen sind durch die vielen Jahre des Bürgerkriegs geprägt. Über 20.000 von ihnen dienten den bewaffneten Truppen als Kindersoldaten. Viele konnten nie eine Schule besuchen oder mussten ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen. Sekundarschulen oder Alphabetisierungskurse für Jugendliche sind rar. Die meisten sind arbeitslos, für Existenzgründungen fehlt ihnen das Geld und oft auch die nötige Qualifikation. Ohne Bildungschancen und Perspektiven sind sie besonders gefährdet, zum Beispiel in die Kriminalität oder Prostitution abzurutschen oder von einer der immer noch präsenten Rebellengruppen im Land rekrutiert zu werden. 

Das Plan-Programm:

Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen bieten wir jungen Menschen die Möglichkeit, Schlüsselkompetenzen zu entwickeln und an berufsbildenden Maßnahmen teilzunehmen. Daher bauten wir 2010 zwei Berufsausbildungszentren in der Region Zentral-Äquatoria. Um Jugendlichen auch aus entlegenen Gegenden die Möglichkeit zu geben, diese Schulen zu besuchen, lassen wir darüber hinaus nach Geschlechtern getrennte Wohnheime für Mädchen und Jungen bauen. Außerdem stellen wir Unterrichtsmaterial und Computer bereit sowie Bücher für die Bibliothek. Einen Großteil des Mobiliars fertigen die Schülerinnen und Schüler selbst in schuleigenen Handwerksbetrieben. In Projektgruppen lernen die Jugendlichen, Disziplin und Ausdauer zu entwickeln sowie Toleranz und einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten.

Die Herausforderung:

Mädchen werden häufig schon im Kindesalter an ihre späteren Ehemänner versprochen. Eltern haben Angst, dass gebildete Mädchen zu aufgeklärt und schlechter zu verheiraten sind. Auch die Heirat selbst findet statt, wenn die Mädchen noch Teenager sind, und spätestens dann müssen sie in der Regel die Schule wieder verlassen. Über 70 Prozent der jungen Frauen zwischen 15 und 24 Jahren können nicht lesen und schreiben. Während des Krieges wurden Frauen häufig Opfer von Vergewaltigungen, welche gezielt als Waffe eingesetzt wurden. Und auch nach Kriegsende leiden viele Frauen und Mädchen in Südsudan unter sexueller Gewalt und gravierenden Menschenrechtsverletzungen.

Das Plan-Programm:

Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass Mädchen besser geschützt werden und eine Schulbildung erhalten. In Informationsveranstaltungen werden Eltern und Familien darüber aufgeklärt, wie wichtig Lernen und Bildung für ihre Töchter ist. Auch in Musik-, Tanz- und Theateraufführungen werden die Rechte von Kindern und Mädchen thematisiert.

In Zusammenarbeit mit lokalen Radiostationen richten wir Mediengruppen für Kinder zwischen 10 und 18 Jahren ein. In eigenen Sendungen berichten sie aus ihrer Perspektive über verschiedene Themen und lernen, neue Kommunikationsmedien zu nutzen. Um die Rechte von Frauen bekannter zu machen, unterstützen wir die Gründung von Frauengruppen und helfen ihnen, sich untereinander zu vernetzen. So können sie besser gemeinsame Positionen erarbeiten und sich mit weiblichen Parlamentsabgeordneten austauschen, deren Zahl sich im neuen Parlament 2011 fast verdoppelt hat. Auf diese Weise sollen Fragen der Gleichberechtigung in die Politik hineingetragen und das Rechtssystem an die Bedürfnisse von Frauen angepasst werden.  

Die Herausforderung:

Immer wieder ist der Südsudan von schweren Dürrekatastrophen betroffen: Ernten bleiben aus, das Vieh verendet und die Menschen leiden Hunger. Wenn dann der Regen kommt, führt er häufig zu Überschwemmungen, die Anbauflächen und Transportwege überfluten. Schon vor der offiziellen Unabhängigkeitserklärung im Juli 2011 begannen hunderttausende Südsudanesen, die zu Zeiten des Krieges geflohen waren, wieder in ihre Heimatregionen zurückzukehren. Viele von ihnen haben bis zu zwei Generationen lang im Norden des Sudan gelebt und keine Heimatdörfer mehr, in die sie zurückkehren können. Die Integration dieser Menschen, die neuen Wohnraum und Möglichkeiten der Existenzsicherung bedürfen, stellt die Bewohner und die junge Regierung vor große Herausforderungen.

Das Plan-Programm:

Wir unterstützen die Rückkehrer dabei, sich eine neue Lebensgrundlage aufzubauen. Sie sind für die Folgen von Naturkatastrophen besonders gefährdet, da sie keine Einkünfte haben und noch nicht genügend Zeit hatten, eventuellen Ernteausfällen vorzubeugen. Damit sie Landwirtschaft betreiben können, stellen wir ihnen Saatgut und landwirtschaftliches Gerät zur Verfügung und schulen sie in klimaangepassten Anbaumethoden.

Durch sogenannte „Food for Education“- Programme erhalten Familien in Notzeiten Nahrungsmittel, während die Kinder zur Schule gehen und dort mit Mahlzeiten versorgt werden. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden rufen wir Wasser- und Sanitärprogramme ins Leben, und bauen Brunnen und Wasserleitungen. Gemeindemitglieder schließen sich in speziellen Wasserkomitees zusammen und bleiben für die Projekte verantwortlich. In Schulungen lernen sie, wie die neuen Wassersysteme gewartet und repariert werden, sodass die Versorgung auch langfristig erhalten bleibt.

Südsudan im Überblick

Südsudan ist ein Binnenstaat im Nordosten Afrikas. Er wird von den Ländern Äthiopien, Kenia, Uganda, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrika und Sudan umschlossen. Sein Gebiet reicht von trockenen Savannenlandschaften im Norden bis hin zu tropischen Regenwäldern im Süden. Einen großen Teil des Landes nimmt das sogenannte Sudd ein: ein Überschwemmungs- und Sumpfgebiet, das vom Weißen Nil gespeist wird und eine 55.000 qkm große Fläche umschließt. Über 65 verschiedene Volksgruppen leben in Südsudan. Große Bevölkerungsgruppen sind u. a. die Dinka und die Nuer, deren Lebensweise stark von der Rinderzucht geprägt ist. Viele Südsudanesen betreiben neben der Rinderzucht auch Landwirtschaft. Die Bevölkerung ist sehr jung: 50 Prozent sind unter 18 und 30 Prozent unter zehn Jahre alt. Viele Menschen leben in Armut.

Einwohner 12,20 Mio. (Deutschland [D]: 82,70 Mio.)
Lebenserwartung 57 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 91 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf** 1 882 USD (D: 47 640 US$)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 30 %, Männer 44 %
Landesfläche 619 000 km², (D: 357 050 km²)
Hauptstadt Juba
Landessprachen Englisch, Arabisch, lokale Sprachen
Religion Christentum, Naturreligionen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF Report 2018, UNDP „Bericht über menschliche Entwicklung 2016“, Auswärtiges Amt

Wie hoch ist der Beitrag für eine Kinderpatenschaft?

Mit nur 92 Cent am Tag (das sind 28 Euro pro Monat) unterstützen Sie ein Kind, dessen Familie und die Gemeinde. Ihren Patenschaftsbeitrag können Sie bei Ihrer Steuererklärung geltend machen.

Gehe ich durch die Patenschaft eine rechtliche Verpflichtung ein?

Mit Ihrer Patenschaft gehen Sie keinerlei rechtliche Verpflichtung ein. Sie können die Patenschaft jederzeit beenden - ohne Angabe von Gründen.

Was erhalte ich bei Übernahme einer Kinderpatenschaft?

Sie erhalten:

  • das Bild Ihres Patenkindes
  • die Beschreibung seiner Lebenssituation
  • Informationen zu dem Land
  • Ihre persönliche Patenmappe mit allen wichtigen und interessanten Informationen

Weiter erhalten Sie jährlich:

  • Neuigkeiten zur Lebenssituation Ihres Patenkindes
  • Informationen über Entwicklungen und Projekte im Lebensumfeld des Kindes
  • alle drei Monate unser Patenmagazin „Plan Post“
  • automatisch im Februar des Folgejahres eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) für Ihre Steuererklärung

Erfahre ich, wie sich mein Patenkind entwickelt?

Mit keiner anderen Spendenform als einer Kinderpatenschaft erleben Sie so konkret, wie und wo Ihre Hilfe wirkt. Denn Ihre Hilfe bekommt ein Gesicht. So informieren wir Sie regelmäßig über Ihr Patenkind und Sie können ihm schreiben und es sogar besuchen.

Was bewirkt meine Patenschaft für das Kind?

Mit einer Kinderpatenschaft unterstützen Sie Selbsthilfeprojekte, die das Kind, seine Familie und Gemeinde stärken. Unser Ziel ist es, über diese Projekte die Lebensumstände und das gesamte Lebensumfeld der Kinder dauerhaft zu verbessern und ihre Existenz langfristig zu sichern.

Wie lange dauert meine Kinderpatenschaft?

Die Patenschaft läuft längstens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Patenkindes. Manchmal muss eine Patenschaft auch vorher von uns aus beendet werden, beispielsweise wenn die Familie des Patenkindes dauerhaft aus dem Projektgebiet fortzieht und somit nicht mehr an den Projekten beteiligt ist.

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (80,91%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (14,04%)
  • Verwaltungsausgaben (5,05%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
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