Kinder sind in Notsituationen besonders gefährdet. Plan baut deshalb nach einer Katastrophe Kinderschutzbereiche. © Plan International
Kinder sind in Notsituationen besonders gefährdet. Plan baut deshalb nach einer Katastrophe Kinderschutzbereiche. © Plan International
03.05.2019 - von Plan Redaktion

Indien: Schwerste Schäden durch Zyklon „Fani“ erwartet

Plan International bereitet Nothilfe-Maßnahmen für den tropischen Wirbelsturm „Fani“ vor, der heute im indischen Bundesstaat Odisha mit Geschwindigkeiten von 200 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen ist.

Mohammed Asif, Programmdirektor von Plan International Indien:

„Unsere Teams treffen alle nötigen Vorkehrungen, um möglichst schnell und effektiv auf die  Auswirkungen des Zyklons reagieren zu können. Unsere Priorität ist es, zunächst das Lebensnotwendigste für die Menschen in den Gemeinden sicherzustellen. Dazu gehören zum Beispiel die Versorgung mit sauberem Wasser sowie das Bereitstellen von Notunterkünften und sanitären Einrichtungen. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Bedürfnisse von Kindern und Mädchen, weil sie in solchen Katastrophenfällen immer besonders gefährdet sind.“

Plan International hat ein Team von mehreren Experten in den aktuell gefährdeten Regionen. Sie sind bereit, die Situation sofort zu bewerten und schnell zu reagieren.

Zyklon „Fani“ wird von Regierungsstellen als „extrem schwerer Wirbelsturm“ eingestuft und hat sich über dem Golf von Bengalen aufgebaut. Mehrere Bundesstaaten der indischen Ostküste sind gefährdet, darunter Andhra Pradesh und Westbengalen. Die indische Regierung hat einige Küstenbezirke evakuiert und mehr als zwei Millionen Menschen in sicherere Gebiete gebracht. Schulen wurden geschlossen, der Bahnverkehr wurde teilweise und der Flugverkehr ganz eingestellt. Das Büro von Plan International in Indien bereitet sich auf die Katastrophe vor und stimmt sich mit örtlichen humanitären Organisationen ab.

Die Kinderhilfsorganisation arbeitet seit 1979 in Indien und erreicht dort aktuell rund 55.000 Patenkinder sowie ihre Familien und Gemeinden. Die Projektgebiete liegen in ländlichen und besonders armen Regionen des Landes, darunter auch in den vom Zyklon Fani betroffenen Bundesstaaten. Plan International hat in den 40 Jahren seiner Arbeit in Indien immer schnell auf Naturkatastrophen reagiert und mit Kindern sowie ihren Familien zusammengearbeitet, um sie auf Katastrophen vorzubereiten, Risiken zu reduzieren und Leben zu retten.

Ob und wie Patenkinder und ihre Familien betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Plan International informiert Patinnen und Paten, sobald die Nothilfe-Teams genauere Informationen haben.


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