Die Verbesserung der Wasser- und Hygieneversorgung ist einer der Schwerpunkte von Plans Nothilfe-Programm in Uganda. © Plan
Die Verbesserung der Wasser- und Hygieneversorgung ist einer der Schwerpunkte von Plans Nothilfe-Programm in Uganda. © Plan
22.03.2018

Weltwassertag: Sauberes Trinkwasser für Flüchtlinge in Uganda

663 Millionen Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Über eine Million davon leben in den Flüchtlingscamps im Norden Ugandas. Plan International unterstützt den Bau von Brunnen und führt Hygiene-Schulungen durch, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern.

Mehr als eine Million Menschen, die in den vergangenen Jahren vor dem Bürgerkrieg in Südsudan nach Uganda geflohen sind, leben in den Flüchtlingscamps unter schwierigsten hygienischen Bedingungen: es gibt kein sauberes Trinkwasser und nicht genügend Toiletten. Die Folgen sind verheerend, vor allem für die Kinder. „Der schlechte Zugang zu Wasser- und Sanitäranlagen begünstigt die Verbreitung von Krankheiten wie Durchfall und Cholera“, sagt Rashid Javed, Länderdirektor von Plan International in Uganda. Allein 66 Kinder auf der Welt sterben jede Stunde an einer Durchfallerkrankung.

Als die 50-jährige Malia Cizirina im Camp Baratuku in Uganda ankam, musste sie das Trinkwasser aus einem nahegelegenen Fluss holen. „Es war sehr schmutzig und mein Sohn wurde davon krank. Ich musste ihn zu Fuß bis ins nächste Krankenhaus tragen, damit er dort behandelt werden konnte“, erzählt sie. Für Malias Sohn war das die Rettung.

Frauen und Mädchen verbringen täglich 125 Millionen Stunden damit, Wasser zu holen

Die Verbesserung der Wasser- und Hygieneversorgung ist einer der Schwerpunkte von Plans Nothilfe-Programm in Uganda. Durch den Bau von Brunnen erhalten die Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dadurch wird nicht nur sichergestellt, dass keine Krankheiten mehr durch verunreinigtes Wasser übertragen werden, sondern auch, dass die Frauen nicht mehr viele Stunden am Tag für das Wasserholen aufwenden müssen. Weltweit verbringen vor allem Frauen und Mädchen täglich 125 Millionen Stunden damit, Wasser zu holen.

Malia ist auch Mitglied im Wasser-Komitee ihrer Gemeinde. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Brunnen instand gehalten werden. Plan unterstützt sie und die anderen Mitglieder mit Schulungen und Trainings. „Wir haben 30 Pumpen-Mechaniker ausgebildet und sie auch mit dem entsprechenden Werkzeug ausgestattet“, sagt Arnold Okello, Mitarbeiter von Plan Uganda. Die Kosten für die Instandhaltung der Brunnen trägt die Gemeinde selbst. Dafür zahlt jeder Haushalt einen kleinen Betrag pro Monat (umgerechnet 22 Cent) ein. So wird sichergestellt, dass die Versorgung mit frischem Trinkwasser auch langfristig gewährleistet ist.

Zusätzlich bildet Plan auch Hygiene-Beauftragte aus, die als Multiplikatoren in den Camps dafür sorgen, dass alle Bewohner etwas über Hygiene-Maßnahmen lernen und diese auch umsetzen. So kontrollieren sie zum Beispiel, dass jeder Haushalt eine eigene Toilette und eine Möglichkeit zum Händewaschen hat. „Seitdem ist die Zahl der Erkrankungen deutlich zurückgegangen“, sagt Job, der als Hygiene-Beauftragter tätig ist. 


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