Hunger und Not im Südsudan

Aktuelle Situation

  • Die Hungersnot, die am 20. Februar für einzelne Bezirke des Bundesstaates Unity erklärt worden war, wurde am 21. Juni von der offiziellen Warnstufe „Hungersnot“ auf „Notsituation“ heruntergestuft. Dennoch bleibt der Mangel an Nahrungsmitteln für viele Menschen lebensbedrohlich. Die Zahl der Betroffenen ist seitdem sogar weiter gestiegen von 4,9 Millionen Menschen im Februar auf insgesamt sechs Millionen im Juli 2017. 1,1 Millionen Kinder leiden unter Mangelernährung.
  • Die Zahl der Flüchtlinge und intern Vertriebenen ist auf vier Millionen angewachsen. Rund die Hälfte ist außer Landes geflohen. Zwei Millionen befinden sich innerhalb des Landes auf der Flucht.
  • Allein nach Uganda sind eine Million Menschen geflohen. Das Land benötigt inzwischen selbst dringend Unterstützung, um die Geflüchteten zu versorgen.
  • Die überwiegende Mehrheit der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Sie berichten von massiver Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, wie dem Niederbrennen von Häusern, während sich Menschen darin befinden, Hinrichtungen vor den Augen der Familie, Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen und der Zwangsrekrutierung von Jungen.
  • Als Folge des Konfliktes und der Hungerskrise steigt die Zahl der Frühverheiratungen. So greifen Familien immer häufiger darauf zurück, ihre Töchter zu verkaufen. Die Rechnung ist einfach: Eine Person weniger, die ernährt werden muss, kann, zusammen mit dem Erlös aus der Mitgift, das Überleben sichern.
  • Eine Cholera-Epidemie verschärft die Lage im Land zusätzlich. Mehr als 15.880 Erkrankungen und 274 Todesfälle (Stand: 20. August 2017) wurden seit Beginn des Jahres verzeichnet.

Gemeinsam gegen eine komplexe Katastrophe

„Über 23 Millionen Menschen sind derzeit am Horn von Afrika, im Jemen und in Nigeria vom Hungertod bedroht. Ich bitte Sie: Helfen Sie mit Ihrer Spende!“

(Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier)

Die Menschen im Südsudan sind von den Folgen einer sehr komplexen humanitären Katastrophe betroffen. Sie leiden unter Krieg und Gewalt, Krankheiten, Hunger und der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Ein Drittel der Bevölkerung, vier Millionen Menschen, sind bereits vor den Kampfhandlungen geflohen und haben dabei alles verloren. Sie benötigen dringend unsere Unterstützung in Form von Nahrung, Wasser und Unterkunftsmaterial - und vor allem bei der Sicherung ihrer Lebensgrundlagen.

Mehr Infos: Bundespräsident ruft zu Spenden gegen die Hungersnot auf

Ja, ich möchte für die Nothilfe im Südsudan spenden!

Wer ist betroffen?

Unsere Katastrophenhilfe im Südsudan

Unser Nothilfe-Plan für den Südsudan umfasst einen Zeitraum von 15 Monaten (März 2017 - Juni 2018) und humanitäre Unterstützung für mehr als 567.000 Menschen in vier Bundesstaaten (Lakes, Jonglei, Central und Eastern Equatoria).

  • Unsere Nothilfe zielt vor allem auf die Ernährungssicherung und Wiederherstellung der Lebensgrundlagen. In Partnerschaft mit dem Welternährungsprogramm der UN stellen wir dafür Nahrungsmittel sowie Saatgut und landwirtschaftliches Gerät bereit, damit die Menschen ihre Felder bewirtschaften und ihre Lebensgrundlagen wiederaufbauen können.
  • Damit Mädchen und Jungen Zugang zu Schulbildung erhalten, richten wir Übergangsklassenzimmer ein, unterstützen Lehrkräfte und stellen Schulmaterialien bereit.
  • In 30 Schulen werden zudem Schulmahlzeiten an Kinder verteilt.
  • In Gesundheitsuntersuchungen identifizieren wir mangelernährte Kinder, Schwangere und stillende Mütter und nehmen sie in therapeutische Ernährungsprogramme auf.
  • Um die Kinder vor den vielfachen Gefahren in der Krise zu schützen, richten wir Kinderschutzzentren ein und bieten Schulungen für Eltern und Gemeindemitglieder an.
  • Darüber hinaus werden Unterkunfts- und Hygienematerialien sowie Moskitonetze, Decken und Kochutensilien an bedürftige Familien verteilt.

Hungersnot: Helfen Sie Kindern im Südsudan mit Ihrer Spende!

Per Überweisung an:

Plan International
Erste Bank
IBAN: AT04 2011 1829 8724 4001
BIC: GIBAATWWXXX
Stichwort: Hungersnot Südsudan

Spendennachweis

Ihre Spende in unsere Fonds können Sie steuerlich geltend machen. Mehr Information: Spendenbeleg. Häufige Fragen zum Thema "Spenden" beantworten wir auch in unserem FAQ.

Ja, ich unterstütze die Nothilfe im Südsudan!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

Weitere Hilfsmöglichkeiten

Mit dem Sonderprojekt-Fonds können wichtige Projekte zum Beispiel für eine bessere Versorgung mit sauberem Trinkwasser realisiert werden.
Sonderprojekt-Fonds

Wenn Sie wichtige Hilfsprojekte fördern möchten, spenden Sie in unseren Sonderprojekt-Fonds. Mit diesem finanzieren wir von Plan International...

Weiterlesen
Der Mädchen-Fonds finanziert Projekte zur Förderung gleicher Chancen und Rechte für Mädchen und Jungen.
Mädchen-Fonds

Wir von Plan International engagieren uns für den Schutz, die Bildung, die politische Teilhabe, die Gesundheit und die Einkommenssicherung von Mädchen...

Weiterlesen
Unsere Nothilfe konzentriert sich auf die Unterstützung von Kindern. Dazu zählt beispielsweise die Versorgung mit Lebensmitteln. © Plan International / Sala Lewis
Nothilfe-Fonds

Mit dem Nothilfe-Fonds wird es möglich, Kindern und ihren Familien in Notsituationen schnell und unbürokratisch mit Hilfsgütern zu helfen: Sauberes...

Weiterlesen