Wir ermöglichen Kindern einen gesunden Start ins Leben.
Wir ermöglichen Kindern einen gesunden Start ins Leben. © Plan International

Gesunder Start ins Leben

Die Gesundheit von Mutter und Kind ist vor allem während der Schwangerschaft und Geburt eng miteinander verknüpft. In den entlegenen Dörfern der Provinzen Oudomxay und Salavan haben Schwangere jedoch kaum die Möglichkeit, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen oder unter medizinischer Betreuung zu entbinden. Hinzu kommt, dass viele Schwangere und Kinder unter Mangelernährung leiden. Wir von Plan wollen die gesundheitliche Situation von Müttern und Kleinkindern in den beiden Provinzen verbessern.

Infos zum Projekt

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Was wir in Laos erreicht haben

Kartenansicht: Laos - unsere Programmgebiete

In den entlegenen Dörfern der Provinzen Oudomxay und Salavan ist der Weg zum nächsten Gesundheitszentrum weit. Viele Frauen bringen ihre Kinder zu Hause zur Welt, ohne medizinische Betreuung. Aus diesem Grund haben wir in den Projektregionen vier neue Gesundheitszentren gebaut und in acht bestehenden Zentren Mutter-Kind- Stationen errichtet. Wir schulten Geburtshelferinnen und das Personal der Gesundheitszentren zu Geburtshilfe, der Behandlung von Neugeborenen sowie Schwangerschaftsvor- und -nachsorge. Mobile Gesundheitsdienste erreichten Familien in 56 Dörfern. Dort führten sie  Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere und Wachstumskontrollen bei Kleinkindern durch. Auch Beratungen über die Bedeutung des Stillens, gesunde Ernährung und Hygienepraktiken gehörten in dieses Programm.

Um Kinder und Erwachsene vor Krankheiten zu schützen, die durch verunreinigtes Wasser verursacht werden, haben wir in vier Dörfern die Wasserversorgungssysteme ausgebaut und umfänglich erneuert. Fünf weitere Dörfer erhielten Baumaterialien zur Reparatur der bestehenden Wassersysteme. 

In den vier Gemeinden Namphoun, Bongnam, Pachoudon und Naxiengdee errichteten wir neue Gesundheitszentren inklusive Mutter-Kind-Stationen. Acht weitere Zentren erweiterten wir um moderne Mutter-Kind-Stationen. Die Gebäude wurden barrierefrei eingerichtet und erhielten ausreichend Sanitär- und Waschanlagen. Wir statteten alle Einrichtungen mit Mobiliar aus und stellten verschiedene
medizinische Geräte wie Blutdruckmessgeräte, Strahlungswärmer für Säuglinge und Sauerstoff-Apparate zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit der lokalen Gesundheitsbehörde schulten wir Geburtshelferinnen und weiteres Personal der Gesundheitszentren zu Geburtshilfe, der Versorgung von Schwangeren und Säuglingen sowie Kinderernährung. Dabei lernten die Teilnehmer:innen unter anderem die „Safe Delivery App“ kennen. Diese bietet schnell und unkompliziert wichtige Informationen zur Geburtshilfe und postnatalen Versorgung.

Für die Durchführung von Hausbesuchen erlernten 83 Angestellte des Gesundheitswesens die Methode Puean Tae (übersetzt: wahre:r Freund:in). Sie basiert auf der freundschaftlichen und respektvollen  Kommunikation mit den Patient:innen. Ziel der Methode ist es, Vertrauen aufzubauen und insbesondere Frauen zum Besuch der Gesundheitszentren zu ermutigen. Regelmäßig besuchen die geschulten Geburtshelferinnen Familien mit kleinen Kindern und Schwangere in den Gemeinden und machen sie mit den Angeboten der Gesundheitszentren vertraut. Sie führen Vorsorgeuntersuchungen durch und kontrollieren das Wachstum von Säuglingen und Kleinkindern. Eltern von mangelernährten Kindern werden zu gesunder und kindgerechter Ernährung beraten. Insgesamt wurden im Projektverlauf 7.400 Personen, darunter 5.300 Frauen, durch die Hausbesuche und mobilen Gesundheitsdienste erreicht.

Um Krankheiten durch verunreinigtes Wasser vorzubeugen, setzten wir in den vier Dörfern Phoulao, Phousoune, Phouyoot und Moksala die Wasserversorgungssysteme instand. Die Planungen und Baumaßnahmen wurden von Ingenieur:innen geleitet. An der Umsetzung beteiligten sich aber In den Gesundheitszentren lassen Mütter die gesunde und altersgemäße Entwicklung ihrer Kinder überprüfen. Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft beugen möglichen Komplikationen vor. auch die Dorfbewohner:innen. Sie arbeiteten tatkräftig mit und stellten lokal erhältliche Baumaterialien wie Holz, Sand und Steine zur Verfügung. Weitere Baumaterialien wie Zement, Wasserrohre, Armaturen, Stahlgestänge und Abdeckungen aus Zink wurden durch das Projekt gestellt.

Von den neuen Wasseranlagen mit jeweils mehreren Entnahmestellen und Wassertanks profitieren rund 2.460 Gemeindemitglieder. 27 Mitglieder der lokalen Wasserkomitees schulten wir zur Instandhaltung der Anlagen sowie zu Wassermanagement,  Hygiene und Sauberkeit. Zusätzlich nahmen 77 Dorfbewohner: innen an Kursen zum hygienischen Umgang mit Wasser teil. Durch die verbesserte Wasserversorgung und Aufklärung zur Bedeutung von Sanitäranlagen konnte die bis dahin verbreitete Praxis, sich im Freien zu erleichtern, in allen vier Dörfern beendet werden.

Im letzten Jahr des Projektes erhielten wir die Anfrage, fünf weitere Dörfer im Distrikt  Houn bei der Reparatur ihrer Wasserversorgungsanlagen zu unterstützen. Auch ihnen lieferten wir die benötigten Materialien, wie Rohre, Wasserhähne und Zement. Von den instandgesetzten Wassersystemen in Houn profitieren rund 2.240 Menschen.

Unsere Projekterfolge

Die Erfolge

  • 51.100 Menschen, darunter 25.100 Frauen, profitieren von neuen und ausgebauten Gesundheitszentren und Mutter-Kind-Stationen inklusive neuem Mobiliar, medizinischen Geräten und Medikamenten.
  • 4.700 Bewohner:innen aus neun Dörfern haben einen sicheren und nachhaltigen Wasserzugang erhalten.
  • Geschulte Wasserkomitees sichern den langfristigen Betrieb und die Instandhaltung der Wasseranlagen.
  • 7.400 Gemeindemitglieder wurden durch mobile Gesundheitsdienste sowie Aufklärung zu Kindergesundheit, Ernährung und Hygiene erreicht.

Prüfung und Bewertung

Der Neubau der Gesundheitszentren und Mutter-Kind-Stationen hat die gesundheitliche Versorgung von Schwangeren und Kleinkindern im Projektgebiet verbessert. Die Angebote der neuen Einrichtungen und auch der Ansatz „wahre:r Freund:in“ fördern das Vertrauen der Gemeindemitglieder in das lokale Gesundheitswesen. Die Endevaluierung hat gezeigt, dass sich die Zahl der Kinder, die in den Gesundheitseinrichtungen geboren wurden, verdoppelt hat: Sie stieg von 32 Prozent zu Projektbeginn auf 65 Prozent zu Projektende. 90 Prozent der im Projektgebiet lebenden Mütter besuchte mindestens eine Vorsorgeuntersuchung. Der Ausbau der Wasserversorgungssysteme in den Gemeinden hat für 78 Prozent der Bevölkerung zu einem verbesserten Wasserzugang geführt.

Es fiel allerdings auf, dass im Projektgebiet traditionelle Geschlechterrollen nach wie vor stark verankert sind. So nahmen Frauen zwar häufig an den Projektaktivitäten teil, sie bekleideten jedoch selten ein Amt und beteiligten sich nur wenig an Diskussionen. Auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen finden noch wenig Beachtung. So fehlt bei den Verantwortlichen häufig das Wissen zu wirksamen Strategien, um Inklusion und Teilhabe zu fördern. Diese Aspekte sollen in einer zweiten Phase des Projektes stärker berücksichtigt und durch entsprechende Maßnahmen gefördert werden.

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