Youth Advocates

Youth Advocates

Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung. Wir sind eine Gruppe Jugendlicher unterschiedlichster Herkunft, die sich bei Plan International für Kinderschutz und die Stärkung der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe von Jugendlichen in Hamburg, Deutschland und ganz Europa engagiert.

Youth Advocates auf Sendung beim ZDF

Im Mai 2022 wurden wir von der Redakteurin Homeira Rhein für einen Beitrag für die ZDF-Sendung „Forum am Freitag“ eingeladen. Forum am Freitag ist ein Format, das jungen Muslim:innen die Möglichkeit gibt, ihre Sicht des Zusammenlebens in Deutschland zu diskutieren. In dem 15-minütigen Beitrag erhaltet ihr Einblicke in unsere Arbeit und das von der Bundeszentrale für Politische Bildung ausgezeichnete Projekt „Youth Advocates on Air“. Batoul, Atef und weitere Vertreter:innen der erzählen von ihrer persönlichen Motivation sich gesellschaftlich zu engagieren und den Herausforderungen und Erfahrungen der Youth Advocates. Weitere Infos zum Beitrag findet ihr im Plan-Magazin.

Statements zum internationalen Tag gegen Rassismus

Am 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus (International Day for the Elimination of Racial Discrimination). Dieser Tag wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen nach einem Massaker am 21.03.1960 in dem damaligen Apartheidsstat Südafrikanische Union, bei dem 69 Demonstrant:innen wegen ihrer Hautfarbe erschossen wurden. Zum diesjährigen Tag gegen Rassismus haben Lale, Awaz und Atef aus unserer Gruppe der Youth Advocates jeweils einminütige Social Media Statements zu ihren Erfahrungen mit Mikroaggressionen und Alltagsrassismus veröffentlicht.

Konferenz zur Zukunft Europas 2022

Konferenz zur Zukunft Europas 2022
© #DiasporaVote!

Im November 2021 haben wir eine Online-Diskussion mit dem Titel „Fehlende Diversität in der Politik – Wie stärken wir eine junge, migrantische Perspektive?“ im Rahmen der „Konferenz zur Zukunft Europas“ veranstaltet.

Wir hatten unter anderem Vertreter:innen von Black Lives Matter, „Bunte Hände Hamburg“ und der Grünen Jugend auf dem virtuellen Podium.

Außerdem waren etwa 40 Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung für den anschließenden Workshop geladen. Gemeinsam sind wir der Frage nachgegangen, was sich gesellschaftlich und politisch ändern muss, um die politische Teilhabe von jungen Migrant:innen zu stärken.

Alya und Batoul
© #DiasporaVote!

Alya und Batoul haben als Vertreter:innen unserer Gruppe die Ergebnisse des Workshops im Februar 2022 im Rahmen der Veranstaltung „European Racialized Communities Recommendations“ in Brüssel vorgestellt. Dort konnten sie gemeinsam mit anderen Jugendgruppen aus Europa konkrete Empfehlungen zur Migrationspolitik in Europa an die Europäische Kommission aussprechen.

Hier seht ihr ein Videozusammenschnitt der beiden Events:

Videoprojekt: "Youth Advocates on Air"

In unserem Projekt "Youth Advocates on Air"arbeiten wir in Kooperation mit dem Hamburger Bürger- und Ausbildungskanal TIDE an einer Serie kleiner Informationsvideos für Jugendliche. Dazu wurden wir von der TIDE Akademie redaktionell geschult. Wir wurden in mehreren Workshops an Redaktionsarbeit und Sendungsproduktion herangeführt und haben ein eigenes Sendungskonzept entwickelt. Wir wollen mit den Videos vor allem andere junge Menschen mit Fluchterfahrung über aktuelle Themen informieren, momentan unter dem besonderen Aspekt der Corona-Krise.

Unsere Videos werden im Wechsel von verschiedenen Mitgliedern der Gruppe moderiert. Auch die Recherche, Skripterstellung, Ilustration und Postproduktion liegt komplett bei uns. In den Videos geht es im Schwerpunkt um die Themen Flucht, Migration und Toleranz, wozu wir unterschiedliche Interviewpartner:innen als Gäste eingeladen haben.  

Das Projekt wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung im Wettbewerb Aktiv für Demokratie und Toleranz mit einem Preis ausgezeichnet. Weitere Informationen zum Projekt und zum Preis findet ihr in diesem Artikel.

Folge 1: Lernen in Zeiten von Corona

Folge 3 - Chancengerechtigkeit: Im Gespräch mit Barin

Folge 5 - Integrationskurse

Folge 7 - Vorurteile gegen Geflüchtete. Ein Faktencheck (Part II)

Folge 2: Chancengerechtigkeit: Das Prinzip

Folge 4 - Chancengerechtigkeit: Interview mit Sina A. Demirhan

Folge 6 - Vorurteile gegen Geflüchtete. Ein Faktencheck (Part I)

Folge 8 - Geflüchtete im Studium - Interview mit Bunte Hände


Politische Teilhabe

Politische Teilhabe
© Jörg Farys

Auf nationaler und internationaler Ebene setzen wir uns für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Wir machen aufmerksam auf die Lebensumstände in Unterkünften für Geflüchtete und sind in der Beratung von politischen Entscheidungsträgern zu Themen wie Jugendbeteiligung, Integration und Gleichberechtigung tätig. Dazu gehört der Austausch mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Vertreter*innen von Bundesministerien und der Hamburger Bürgerschaft. Wir waren an der Bundesinitiative der Mindeststandards zum Schutz Geflüchteter beteiligt und erinnern die Politik an die Notwendigkeit, diese umzusetzen.

Unser politisches Engagement in Deutschland

Batoul und Awaz im Gespräch mit Julia Klöckner (CDU) über ihr politisches Engagement und die Notwendigkeit von Förderprogrammen für Mädchen mit Flucht- und Migrationsgeschichte.

September 2019: Batoul und Awaz im Gespräch mit Julia Klöckner (CDU) über ihr politisches Engagement und die Notwendigkeit von Förderprogrammen für geflüchtete Mädchen. Awaz und Batoul fordern mehr Frauen in der Politik - insbesondere junge Migrantinnen sind noch nicht ausreichend repräsentiert.

Dialog mit Dr. Melanie Leonhard

August 2019: Aleyna, Zekiya, Karim, Batoul und Awaz (von links) im Dialog mit Dr. Melanie Leonhard, Senatorin der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

Youth Advocates diskutieren mit der Senatorin

Die Youth Advocates diskutieren mit der Senatorin über ihre Erfahrungen zum Thema Vorurteile und kulturelle Akzeptanz gegenüber Geflüchteten und

Bundesfamilienministerin

November 2018: Awaz und Karim sind im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zu einer Podiumsdiskussion mit Ministerin Franziska Giffey eingeladen.

Politische Teilhabe

Awaz und Karim diskutieren mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Zivilgesellschaft und der Praxis aktuelle Herausforderungen in der Versorgung und Unterbringung geflüchteter Menschen.

Bundesinitiative

Karim fordert gegenüber der Bundesfamilienministerin die rechtliche Verankerung von bundesweit geltenden Mindeststandards zum Schutz geflüchteter Menschen in Unterkünften.

Unser politisches Engagement International

Dezember 2019: Karim nimmt an einer Podiumsdiskussion auf dem ersten Global Refugee Forum in Genf.

Dezember 2019: Karim nimmt an einer Podiumsdiskussion auf dem ersten Global Refugee Forum in Genf. Dort fordert er Regierungsvertreter*innen dazu auf mehr psychosoziale Unterstützungsangebote für Geflüchtete zu finanzieren.

Gegenüber Außenminister Heiko Maas thematisiert Karim aktuelle Herausforderungen subsidiär Schutzberechtigter beim Zugang zu Hochschulen und Arbeit und problematisiert die Einschränkungen bei der Familienzusammenführung.

Gegenüber Außenminister Heiko Maas thematisiert Karim aktuelle Herausforderungen subsidiär Schutzberechtigter beim Zugang zu Hochschulen und Arbeit und problematisiert die Einschränkungen bei der Familienzusammenführung.

Außenminister Heiko Maas bestätigt zukünftig mehr Bildungsangebote für Geflüchtete zu finanzieren und wünscht sich geflüchtete Jugendliche stärker in beratender Funktion beim Auswärtigen Amt einzubinden.
In Diskussion mit dem Auswärtigen Amt

Außenminister Heiko Maas bestätigt zukünftig mehr Bildungsangebote für Geflüchtete zu finanzieren und wünscht sich geflüchtete Jugendliche stärker in beratender Funktion beim Auswärtigen Amt einzubinden.

Take Over UNHCR

September 2018: Sandy übernimmt im Rahmen einer sogenannten „Girls Takeover“ Aktion, einen Tag die Rolle des Assistent High Commissioner of Operations vom UNHCR.

Takeover

Zum Welt-Mädchentag initiiert Plan International weltweit so genannte Takeover-Aktionen, bei denen Mädchen Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft übernehmen.

UNHCR Takeover

Sandy leitet einen Tag die Geschicke des UNHCR, eröffnete Meetings, ist im Austausch mit UN-Vertreter*innen und platziert Forderungen zum Schutz geflüchteter Mädchen und Frauen.

UNHCR

Juni 2018: Hosna, Awaz, Sandy und Karim sind als Vertreter*innen der Plan Youth Advocates zur jährlichen Konsultation des Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) mit NGO´s in Genf eingeladen.

NGO Consultations
Workshop zu „Age, Gender & Diversity“

In Genf sind die vier als Redner*innen und aktive Teilnehmer*innen in dem Workshop „Age, Gender & Diversity“ und in diversen Podiumsdiskussionen eingebunden.

UNHCR 2

Awaz fordert die Vertreter*innen von NGO´s und den Vereinten Nationen dazu auf, geflüchtete Mädchen stärker zu schützen und in die Planung von Hilfsprogrammen zu involvieren.

Lokales Engagement

Seit 2016 unterstützen wir das Deutsche Kinderschutzprogramm von Plan International bei der Implementierung von Aktivitäten zum präventiven Kinderschutz. Zu Beginn waren wir vor allem in Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete aktiv. Dort waren wir mit den Bewohner*innen und Betreibern im Austausch, um die Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und Familien zu identifizieren. Außerdem haben wir uns gegenüber Akteuren der Geflüchtetenhilfe für die Einbeziehung von Jugendlichen in Entscheidungsprozesse eingesetzt. Im Laufe der Zeit ist unsere Arbeit zunehmend politischer geworden und wir haben begonnen uns über den politischen Dialog, Kampagnen und soziale Medien Gehör zu verschaffen.

Weitere Hintergrundinformationen zu den Anfängen der Youth Advocates könnt ihr hier im Interview mit Kinderschutzreferent Johannes Berndt nachlesen:

https://www.plan.de/news/detail/youth-advocates-gemeinsam-stark-fuer-junge-menschen-mit-fluchterfahrung.html

 

Kampagnenarbeit

Im Rahmen des Projektes „Youth Advocates Speak Out“ machen wir auf Vorurteile gegenüber Geflüchteten, Schwarzen und People of Color aufmerksam. Angesichts der gesamtpolitischen Entwicklung, die geprägt ist von Skepsis und Kritik an der Flüchtlings- und Migrationspolitik, nehmen wir ein gesellschaftliches Klima wahr, das Integration erschwert. Deshalb möchten wir einen präventiven Beitrag gegen rechte Strömungen in unserer Gesellschaft leisten, Ängste gegenüber fremden Kulturen abbauen und kulturelle Akzeptanz stärken. Dafür werben wir mit Bildern und Zitaten im Fahrgastfernsehen der Hamburger S- und U-Bahn Linien. Wir bedanken uns für die Förderung der Robert Bosch Stiftung und die Kooperation mit Infoscreen GmbH und der Hamburger Hochbahn.

Beispiele unserer Kampagnen-Arbeit

Kampagnenarbeit 1
Kampagnenarbeit 2
Kampagnenarbeit 3
Kampagnenarbeit 4
Kampagnenarbeit 5
Kampagnenarbeit 6
Kampagnenarbeit 7
Kampagnenarbeit 8
Kampagnenarbeit 9

Medienarbeit

Wir engagieren uns unter Einbezug verschiedener Medien um über den Schutz und die Rechte von geflüchteten Kindern zu informieren. Wir machen auf die Mindeststandards zum Schutz Geflüchteter in Unterkünften aufmerksam und fordern die Einhaltung von Kinderrechten in Erstaufnahmen und Folgeunterkünften. Mit Videos auf internationalen Konferenzen und Informationsportalen für Geflüchtete sowie Beiträgen in Print Medien und Social Media sind wir mit unseren Forderungen sichtbar. 

 

Mindeststandards zum Schutz Geflüchteter
Fotoworkshop zu den SDG´s
Gespräch mit Landeszentrale für politische Bildung
Rechte geflüchteter Kinder
Interview mit dem UNHCR High Commissioner

Mach mit!

Wenn du zwischen 16 und 24 Jahre alt bist, dich mit unseren Themen identifizierst für andere Kinder und Jugendliche sozial und politisch engagieren möchtest, dann bist du bei uns herzlich willkommen. Schreibe uns einfach eine E-Mail oder WhatsApp Nachricht.

Normalerweise treffen wir uns zur Planung unserer Aktivitäten und Projekte regelmäßig bei Plan International in Hamburg Barmbek. Angesichts der Corona Pandemie finden unseren Treffen momentan leider nur virtuell statt.

Die Gruppe wird koordiniert von Johannes Berndt (Referent für Kinderschutz).

Kontakt: johannes.berndt(at)plan.de // 0170 2825332

 

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