Die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind in Guinea trägt dazu bei, dass es in seiner Gemeinde gesund aufwächst.
Die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind in Guinea trägt dazu bei, dass es in seiner Gemeinde gesund aufwächst. © Plan

Patenschaft für Kinder in Guinea

Guinea ist reich an Rohstoffen und verfügt daher über großes wirtschaftliches Potential. Dennoch zählt das Land zu den ärmsten der Welt. Der Grund sind vor allem die jahrelange Misswirtschaft und die weit verbreitete Korruption. Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass Kinder sich trotz der schwierigen Situation im Land gesund entwickeln können.

Unser Engagement in Guinea

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1989
  • 2015 fast 32.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Hygiene, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern

Ja, ich möchte in Guinea helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Guinea?

Plan International arbeitet seit 1989 in Guinea und erreichte mit seinen Programmen im Jahre 2015 das Umfeld von fast 32.000 Patenkindern und ihren Familien. Wir engagieren uns überwiegend in ländlichen Gebieten, die von besonderer Armut geprägt sind, weiten unser Engagement aber auch in einigen städtischen Regionen aus.

Kenntnisse im Lesen und Schreiben sind unverzichtbar, um sich Zukunftschancen zu sichern. Deshalb ermöglichen wir von Plan International Kindern in besonders armen und strukturschwachen Regionen Guineas den Schulbesuch. Ebenso wichtig ist uns der Ausbau des Gesundheitswesens - denn etwa die Hälfte der Bevölkerung Guineas hat keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten. Darüber hinaus unterstützen wir Mädchen und Jungen dabei, ihr Recht auf Partizipation wahrzunehmen und sich an Gemeindeprojekten zu beteiligen.

Seitdem wir von Plan International in Guinea agieren, konnten wir bereits einige Projekte mit Ihrer Hilfe erfolgreich realisieren. Erfahren Sie hier, wie Ihre Spende verwendet wird und lesen Sie mehr über unsere aktuellen Programme im Land.

Bildung von Mädchen und Jungen verbessern

In Guinea haben nur sehr wenige Mädchen und Jungen die Möglichkeit, eine Einrichtung zur frühkindlichen Förderung oder eine Vorschule zu besuchen. Landesweit werden 70 Prozent der Mädchen und 81 der Jungen in die Grundschule eingeschult, von denen nur noch knapp 60 Prozent die letzte Klasse erreichen.

Ausgehend von unserem ganzheitlichen Bildungsverständnis setzen wir uns gemeinsam mit den Familien, Gemeindegremien und den zuständigen Behörden dafür ein, dass mehr Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung sowie Vorschulen errichtet werden. Dabei ist uns besonders wichtig, auch die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung zu berücksichtigen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit besteht darin, mehr Grundschulen aufzubauen und die Räumlichkeiten der Schulen zu erweitern. Damit Schülerinnen und Schüler gerne zur Schule gehen, verbessern wir die Trinkwasserversorgung sowie die sanitären Anlagen an den Schulen.

Ein gesundes Lebensumfeld in den Gemeinden schaffen

Die Kindersterblichkeitsrate in Guinea ist etwa doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt. Weit verbreitet sind vermeidbare Krankheiten, wie Malaria, Durchfall- oder Atemwegserkrankungen. Viele Kinder haben wichtige Grundimpfungen nicht erhalten. Hinzu kommt, dass Mangelernährung die Kinder schwächt, was sie besonders anfällig für Infektionskrankheiten macht.

Um die Gesundheitssituation der Kinder zu verbessern, setzen wir auf zwei Ebenen an: Einerseits arbeiten wir daran, die Qualität des lokalen Gesundheitssystems zu verbessern, anderseits wollen wir die Gemeindemitglieder dabei unterstützen, sich aktiv für ein gesundes Lebensumfeld zu engagieren. Wir unterstützen das Gesundheitsministerium dabei, mehr Gesundheitseinrichtungen aufzubauen, so dass die Familien besonders auch in abgelegenen Gebieten die Möglichkeit haben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Den Kinderschutz in Guinea verbessern

Gewalt prägt das Leben vieler Kinder in Guinea. Von Erwachsenen werden Kinder im täglichen Umgang häufig abgewertet. Körperliche Züchtigung ist in Familien und an Schulen als Erziehungsmittel weit verbreitet. Mädchen und junge Frauen sind besonders häufig Opfer sexualisierter Gewalt. Außerdem werden schädliche traditionelle Praktiken, wie weibliche Genitalverstümmelung, landesweit ausgeübt. Etwa ein Viertel aller Kinder muss bereits in jungen Jahren arbeiten.

In Zusammenarbeit mit Regierungsstellen arbeiten wir daran, dass Gesetze zum Kinderschutz erlassen werden und bestehende Regelungen auch umgesetzt werden. Dazu stärken wir die zuständigen Behörden und Gremien und unterstützen sie bei ihrer Arbeit. Wichtig ist es, dass den Behörden funktionierende Informationssysteme zur Verfügung stehen. Wir gehen Kooperationen mit anderen Organisationen ein, um uns im Verbund gezielt für die gesellschaftliche Integration besonders benachteiligter Kinder einzusetzen. In den Gemeinden klären wir über das Recht der Kinder auf Schutz auf und setzen uns dafür ein, dass schädliche traditionelle Praktiken, wie weibliche Genitalverstümmelung, abgeschafft werden.

Guinea im Überblick

Guinea liegt an der Atlantikküste Westafrikas und erstreckt sich über vier klimatische Zonen: Niederguinea entlang der Atlantikküste ist eine fruchtbare Ebene, im Bergland Mittelguineas herrscht gemäßigtes Klima, Oberguinea ist trockenes Savannengebiet und im äußersten Südosten liegt tropischer Regenwald.

Einwohner 11,7 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 59 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 101 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 460 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 22 %, Männer 38 %
Landesfläche 245.857 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Conakry
Landessprachen Französisch, Peul, Malinke, Soussou
Religion Islam (ca. 90%), Christentum, lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes


Im 15. Jahrhundert erreichten die Portugiesen die guineische Küste. Der nachfolgende Sklavenhandel dezimierte die Bevölkerung beträchtlich. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die französische Kolonisation. 1958 wurde Guinea als Republik unabhängig. Als Einparteienstaat baute Guinea Beziehungen zur damaligen Sowjetunion auf, eine politische Öffnung zum Westen begann Ende der 1970er Jahre.

 

Die heutige Situation in Guinea


2010 wurden in Guinea die ersten freien Wahlen seit der Unabhängigkeit von Frankreich durchgeführt. Staatspräsident ist seitdem Alpha Condé. Obwohl Guinea im Besitz vieler wirtschaftlich relevanter Ressourcen ist (etwa Eisenerz, Gold, Wasserkraft, landwirtschaftliches Anbaupotenzial), zählt das Land aufgrund von Misswirtschaft und Korruption zu den ärmsten der Welt. Vor allem der Süden des Landes war wegen der Bürgerkriege in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia immer wieder von Kämpfen betroffen. Von Dezember 2013 an breitete sich in Westafrika ausgehend von Guinea eine Ebola-Epidemie aus, von der Zehntausende Menschen betroffen sind.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

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... und Paten für Guinea

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Um die Verwaltungskosten möglichst niedrig zu halten, gehört das Plan-Büro in Österreich zu Plan International Deutschland e.V.. Ihre Spende ist natürlich auch in Österreich steuerlich absetzbar!

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