Besuchsberichte unserer Patinnen und Paten

Es ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn unsere Patinnen und Paten ihre Patenkinder in den Projektgebieten besuchen. Auch wenn man vorher bereits geschrieben und sich etwas ausgetauscht hat, ist es für viele ein Highlight, alles vor Ort zu sehen und hautnah zu erleben. Die ganze Gemeinde freut sich über den Besuch und so erleben unsere Patinnen und Paten gemeinsam mit ihren Patenkindern und deren Familien eine unvergessliche Zeit. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Stöbern durch die Patenbesuchsberichte.

 

Sie interessieren sich für eine Patenschaft?

Patenkindbesuch bei Purity in Uganda

Geschrieben am 10.04.2023 von Barbara W.


Freudige Erwartungen…

Purity

Die Bildung von Mädchen liegt mir besonders am Herzen, aber es gibt so viele Länder, in denen man Mädchen helfen kann. Die Kampagne „Die Waffe der Frau“ mit Dunja Hayali und Senta Berger war schlussendlich der endgültige Auslöser für die Übernahme einer Patenschaft bei Plan. Die Länderauswahl fiel bei mir auf Uganda. Ein Land, das ich schon immer bereisen wollte. Nun hatte ich zwei Gründe mein Vorhaben umzusetzen.
Im Februar 23 war es dann tatsächlich soweit! Zusammen mit meinem Mann startete ich zu einer Rundreise durch Uganda. Mein Patenkind Purity lebt mit ihrer Familie im Nordwesten des Landes, unweit der Grenze zu Kongo und nur 300 km bis Süd-Sudan. Normalerweise keine touristische Region. Es herrscht dort eine hohe Trockenheit und auch am Besuchstag hatten wir 38 Grad. Das Leben dort ist sehr bescheiden und man sieht sehr schnell, dass sich hier alles um den Zugang zur Wasser dreht.


Nachhaltige Erlebnisse…

Ich habe das Treffen auf mich zukommen lassen und mich hauptsächlich gefragt, wie es wohl für die Familie sein wird, mich zu treffen. Ich wollte auf keinen Fall etwas falsch machen und habe überlegt was ich fragen könnte und besonders was ich von mir erzähle. Ich hätte mehr Bilder oder Postkarten dabei haben sollen. Das Treffen fand in einer Grundschule statt. Ein Planprojekt. Plan hatte die Familie von Purity in ihrem Dorf abgeholt und wir trafen uns im Garten der Schule. Uns erwartete ein sehr rührender und emotionaler Empfang der Familie. Wir wurden mit Gesang begrüßt und man konnte die Spannung auf beiden Seiten förmlich spüren. Purity ist 5 Jahre alt und war erwartungsgemäß am Anfang sehr schüchtern, aber dann doch neugierig. Auch die älteren Geschwister, teilweise schon verheiratet, waren mitgekommen. Wir machten es uns im Schatten unter einem Baum bequem und unterhielten uns. Geschenke wurden getauscht, viele Fragen zum gegenseitigen Alltag gestellt und gelacht. Die Frage nach der Anzahl an Kühen, die ein Mann bei uns für eine Frau zahlen muss, hat uns doch kurz überlegen lassen. Das ist dort üblich. Wir erhielten von Puritys Mutter Kikoys (ein lokales Baumwolltuch aus dem Röcke gebunden werden können). In den Farben der Liebe, sagte sie bei der Übergabe. Für „Puritys Mutter in Deutschland“. Einer der vielen Momente an diesem Tag, an dem die Menschen, die wir treffen durften, mein Herz mit ihrer Dankbarkeit und Fröhlichkeit berührt haben.
Mich hat besonders gefreut, als der Vater berichtete, wie dankbar er und seine Frau sind, dass seine Tochter für das Plan-Programm ausgewählt wurde und auch sein Dorf davon profitiert. Er war sichtlich stolz darauf, dass alle seine Mädchen 5 Jahre zur Schule gegangen sind. Mein Ziel war spätestens jetzt erreicht. Das ist genau das, was ich mit meiner Patenschaft erreichen will.

Purity

Gewonnene Erkenntnisse…

Purity

Man war auf unseren Besuch bestens vorbereitet. Wir wurden herzlich begrüßt, bekamen einen Überblick über die einzelnen Projekte in der Region, Sicherheitshinweise (Covid) und Empfehlungen für das Treffen mit dem Patenkind. Alles war sehr professionell umgesetzt. Wir fuhren zusammen auf den lokalen Markt. Das Plan-Team war sehr hilfreich bei der Auswahl der geeigneten Geschenke für die Familie. Aus Deutschland hatten wir zwar für die Projekte Malstifte, Blöcke, Fußbälle, Sportschuhe und Rucksäcke dabei, aber speziell für das Patenkind waren wir unsicher. Wir entschieden uns dafür, ein Essen für die ganze Familie zu schenken. So landeten am Ende verschiedene Bohnensorten, Öl und Reis im Auto. Für Purity gab es dann noch eine Matratze, ein neues Kleid und Schuhe. Danach fuhren wir zu zwei Projekten. Erst eine Grundschule von Plan. Wir waren zur Ferienzeit dort, so dass keine Kinder vor Ort waren. Der Schulleiter und drei Lehrerinnen hatten sich aber extra für uns dort eingefunden und haben uns alles zum Schulbetrieb erklärt. Wir haben Stundenpläne erklärt bekommen, die verschiedenen Klassenräume der Jahrgänge gesehen, konnten Fragen stellen und hörten von den Herausforderungen und was geleistet werden muss, damit die Eltern der Region die Kinder überhaupt zur Schule schicken. Da dies nicht selbstverständlich ist. Immerhin fehlt mit jedem Schulkind der Familie eine Hilfe in der Organisation des mühsamen Alltags. Es gilt täglich Wasser zu holen, Tiere zu hüten, das Feld zu bestellen und die angebauten Produkte zu verkaufen. Die Finanzierung der Verpflegung in der Schule wird immer schwieriger, muss aber sichergestellt sein, da die Kinder den ganzen Tag unterwegs sind und lange Schulwege haben.
Danach fuhren wir eine Stunde zu einer weiterführenden Schule ins Landesinnere. Eine lokale Schule, die von Plan zwei weitere Gebäude mit je 2 Klassenzimmern und einen wichtigen Wassertank bekommen hat, um Lehrer für die weit abgelegene Schule zu werben. Diese leben hier.


Bleibende Erinnerungen…

Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Der Respekt und die Dankbarkeit, die dem Plan-Team von der Bevölkerung entgegengebracht wurden und die Professionalität der Mitarbeiter haben mich zu 100% überzeugt, dass ich die richtige Organisation gewählt habe. Schon auf dem Weg dorthin sahen wir an den Projektstellen Schilder, an denen Plan wirkt. Teilweise Brunnen, teilweise Schulen. So muss es aus meiner Sicht auch sein. Die gesamte Bevölkerung muss von der Arbeit profitieren, um die Region zu entwickeln, Neid unter der Bevölkerung zu vermeiden und irgendwann Selbsthilfe leisten zu können. Der Tag hat unser Leben bereichert und wir danken dem Plan Hamburg-Team für die Unterstützung bei der Vorbereitung.

Purity
Kontakt zum Patenkind

Eine Plan-Patenschaft zu übernehmen bedeutet weit mehr, als die Unterstützung unserer Projektarbeit. Als Patin und Pate haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihrem Patenkind persönlich auszutauschen und eine persönliche Verbindung aufzubauen.

Plan Pate aus Deutschland und Familie aus Vietnam lächeln in Kamera.
Patenschaft

Als Kind in einem Land mit niedrigem Einkommen geboren zu werden, bedeutet für die meisten von ihnen lebenslange Armut und Chancenlosigkeit. Mit der Übernahme einer Kinderpatenschaft für eines dieser Kinder schenken Sie ihm die Chance auf eine selbstbestimmte Kindheit und bessere Zukunft. Vor allem Mädchen sind in vielen Kulturen oft benachteiligt und brauchen unsere Unterstützung. Mit einer Patenschaft für ein Kind erhöhen Sie gerade für Mädchen die Chance, gut ausgebildet und besser versorgt zu werden. Werden auch Sie Pat:in!

Patenschaft für ein Kind

Fragen und Antworten zur Patenschaft

FAQ Patenschaft

Eine Patenschaft bei Plan International zu übernehmen heißt, eine Verbindung zu schaffen, und geht weit über die finanzielle Unterstützung hinaus. Pat:innen bauen eine Brücke zwischen Kulturen und der persönliche Austausch mit dem Patenkind stärkt dessen Selbstbewusstsein, schenkt Mut und eröffnet neue Perspektiven. Studien zeigen: Patenschaften verbessern den Zugang zu Bildung.

Der monatliche Beitrag ermöglicht nachhaltige Selbsthilfeprojekte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, sauberes Wasser, Einkommensförderung und Kinderschutz. Davon profitiert nicht nur das Patenkind, sondern die gesamte Gemeinde. Geldzahlungen an Einzelpersonen gibt es bewusst nicht, denn gemeinschaftliche Entwicklung stärkt Eigenverantwortung, statt Abhängigkeiten zu schaffen. Die Projekte werden gemeinsam mit den Menschen im Partnerland geplant und von lokalen Mitarbeiter:innen umgesetzt. 

Eine Patenschaft bei Plan International kann jede Person übernehmen, die im Sinne der Kinderrechte handelt und sich für Kinder einsetzen möchte. Auch Unternehmen, Schulen oder Schulklassen haben die Möglichkeit, sich mit einer Patenschaft zu engagieren. Machen Sie Ihren Freund:innen oder Verwandten eine besondere Freude – mit einer Patenschaft als Geschenk

Außerdem können Sie einer anderen Person eine Vollmacht erteilen, damit sie in Ihrem Namen eine Patenschaft übernimmt. Dasselbe gilt für Änderungen Ihrer Daten oder die Kündigung Ihrer Patenschaft. In diesen Fall senden Sie uns bitte das ausgefüllte Vollmachtsformular vorab zu.Download: Vollmacht zur Änderung meiner Daten durch Dritte

Plan International vermittelt Patenschaften in über 40 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Sie entscheiden selbst, in welchem Land Sie ein Kind unterstützen möchten. Auf unserer Webseite finden Sie alle Informationen zu unseren Partnerländern: Entdecken Sie die weltweite Hilfe.

Zum Beginn der Patenschaft erhalten Sie Fotos Ihres Patenkindes, eine Beschreibung der Lebenssituation, Informationen zum Land sowie eine persönliche Infomappe. Jährlich folgt ein Fortschrittsbericht mit Neuigkeiten aus dem Leben Ihres Patenkindes und zu Projekten im Umfeld. Im Februar jeden Jahres erhalten Sie automatisch eine Zuwendungsbestätigung für Ihre Steuererklärung. Zweimal jährlich schicken wir Ihnen die „Plan Post“, unser Magazin rund um die Arbeit für Kinderrechte weltweit. Im Frühjahr veröffentlicht Plan International zudem einen Jahresbericht mit genauen Zahlen: Er zeigt detailliert, für was die Patenschaftsbeiträge und Spenden verwendet wurden. Über das Onlineportal „Mein Plan“ können Sie jederzeit die digitalen Nachrichten Ihres Patenkindes abrufen und aktuelle Informationen aus dem Land einsehen.

Eine Patenschaft kostet 28 Euro im Monat, das sind nur 0,92 Euro pro Tag. Ihr Beitrag ist steuerlich absetzbar. Die Zuwendungsbestätigung erhalten Sie automatisch. Ihre Patenschaft können Sie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

So begleichen Sie Ihre Patenschaftsbeiträge einfach und sicher:

Pat:innen aus Deutschland und Österreich bitten wir, das SEPA-Lastschriftverfahren zu nutzen. Die entsprechenden Formulare finden Sie hier: SEPA-Lastschriftformular Deutschland und SEPA-Lastschriftformular Österreich.

Alternativ können Sie per Dauerauftrag oder Überweisung zahlen: Informieren Sie sich hier über unsere Kontoverbindungen. Bitte geben Sie im Verwendungszweck Ihre Referenz- und Patenkindnummer an. Empfänger ist jeweils Plan International Deutschland e.V.

Pat:innen aus dem übrigen Ausland nutzen bitte ebenfalls das angegebene Konto bei der Postbank Hamburg. Wenn Sie eine SEPA-Lastschrift bevorzugen, klären Sie vorab mit Ihrem Kreditinstitut, ob und wie dies möglich ist.

Für Pat:innen aus Deutschland steht hier das SEPA-Lastschriftformular zum Download bereit. Pat:innen aus dem Ausland bitten wir, vorab bei ihrem Kreditinstitut zu klären, ob und wie eine Zahlung per Lastschrift möglich ist.

Als Pat:in gehen Sie keine rechtliche Verpflichtung ein und können Ihre Patenschaft ohne Angabe von Gründen jederzeit zum Monatsende kündigen. 

Eine Patenschaft können Sie auch verschenken, etwa zu Weihnachten, zum Geburtstag, zur Hochzeit, zur Geburt oder zur Taufe. Sie übernehmen die Beiträge, die beschenkte Person erhält alle Informationen zur Patenschaft und zum Patenkind. Die verschenkte Patenschaft ist jederzeit zum Monatsende ohne Angabe von Gründen kündbar. Mehr Informationen: Patenschaft verschenken

Eine Patenschaft ist idealerweise eine langfristige Verbindung. Im besten Fall endet sie mit der Volljährigkeit Ihres Patenkindes. Auch danach profitiert das ehemalige Patenkind weiter von den Projekten in der Gemeinde und kann an den Maßnahmen von Plan teilnehmen. In manchen Fällen endet eine Patenschaft früher als geplant, zum Beispiel, wenn Familien in eine andere Region ziehen oder die Projektarbeit erfolgreich abgeschlossen wurde und die Ziele erreicht sind.

Unser Team in der Patenaufnahme beantwortet gerne Ihre Fragen rund um unsere Patenschaften. Rufen Sie gerne an: +49 (0)40 60 77 160.