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Ihre Kinderpatenschaft in Äthiopien schützt unter anderem Mädchen vor Gewalt.
Ihre Kinderpatenschaft in Äthiopien schützt unter anderem Mädchen vor Gewalt. © Plan/Tom Sólo

Patenschaft für Kinder in Äthiopien

Äthiopien liegt im Osten Afrikas. Seit der Unabhängigkeit Eritreas im Jahr 1993 ist das Land ein Binnenstaat. Die äthiopische Wirtschaft ist überwiegend durch Landwirtschaft geprägt. Ein signifikanter Teil der Bevölkerung lebt unter der absoluten Armutsgrenze von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag.

Unser Engagement in Äthiopien

Unsere Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von benachteiligten Kindern und ihren Familien zu verbessern. Die Länderstrategie wurde zusammen mit Plan-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Mädchen und Jungen, Familien, lokalen Gruppen und Initiativen sowie Mitgliedern der lokalen Regierung erarbeitet.

  • Programmarbeit seit 1995
  • 2015 mehr als 28.000 Patenkinder
    (657.000 Patenschaften in Afrika)
  • Arbeitsschwerpunkte: Kinderschutz, Wasser und Hygiene, Gesundheit, Bildung, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte in Äthiopien helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Äthiopien?

Plan International arbeitet seit 1995 in Äthiopien und erreichte 2016 das Umfeld von mehr als 30.000 Patenkindern in überwiegend ländlichen sowie einem städtischen Programmgebiet im Norden, Süden und Westen des Landes. In der Programmarbeit legen wir einen besonderen Fokus auf die Stärkung von Mädchen und Frauen und die Reduzierung geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung. Aufgrund der immer wiederkehrenden Nahrungsmittelkrisen bilden die kindzentrierte Katastrophenvorsorge sowie die Nahrungssicherung für Kinder, Schwangere und stillende Frauen weitere Schwerpunkte der Arbeit von Plan International.

Unser Arbeitsansatz, die kindorientierte Gemeindeentwicklung, beruht auf den Grundrechten von Kindern: das Recht auf Leben, Entwicklung, Mitwirkung und Schutz. Kindorientierte Gemeindeentwicklung bedeutet mit und für Kinder zu arbeiten. Mädchen und Jungen, Jugendliche, ihre Familien und Gemeinden sind an der Planung und Durchführung von Programmen und Projekten beteiligt, um ihre eigene Entwicklung voranzubringen. Die Gemeinde trägt Verantwortung für die Programme, damit deren Nachhaltigkeit gesichert wird, auch nachdem wir die Arbeit in diesem Gebiet beendet haben. Von zentraler Bedeutung ist es daher, überholte Denkweisen zu ändern und die Kompetenzen von Gemeindemitgliedern zu stärken, damit sie sich mit den Herausforderungen ihrer Gemeinden aktiv auseinandersetzen können. Dies trägt dazu bei, strukturelle Kinderarmut zu beseitigen. Da der Staat eine wichtige Rolle bei der Umsetzung und Einhaltung der Kinderrechte spielt, arbeitet Plan International mit Regierungsstellen zusammen und unterstützt sie darin, ihre Verpflichtung gegenüber den Gemeindemitgliedern wahrzunehmen und vorhandene Gesetze und Vorgaben umzusetzen. Gleichzeitig informieren wir die Menschen in den Gemeinden über ihre Rechte und bestärken sie darin, diese einzufordern. Wir setzen uns besonders für ausgegrenzte und benachteiligte Kinder ein, damit sie ihre Rechte wahrnehmen und den Kreislauf von Diskriminierung, gesellschaftlicher Nichtteilhabe und Kinderarmut durchbrechen können.

Mekdelawit - ein Patenkind aus Äthiopien erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Äthiopien helfen!

Aktuelle Programme: Hilfe in Äthiopien

Wir möchten als Kinderhilfswerk das Leben von Kindern in Äthiopien mit Hilfsprojekten nachhaltig verbessern. Wie dabei Ihre Patenschaft helfen kann, können Sie in den nachfolgenden Programmen nachlesen.

Das Programm ist vor allem präventiv angelegt. Gewalt gegen Kinder soll schon im Vorfeld verhindert werden. Deshalb unterstützen wir Strukturen und Netzwerke, die Kinder schützen und insbesondere die Rechte von Mädchen stärken. Dabei geht es zum einen um die Umsetzung von nationalen Kindesschutzgesetzen. Zum anderen darum, Familien, gesellschaftliche Gruppen sowie politische und religiöse Autoritäten aufzuklären. Zum Beispiel über die schlimmen Folgen von Genitalverstümmelung, Missbrauch und früher Verheiratung. Für Kinder, die bereits Opfer von Gewalt geworden sind, richten wir an Schulen Beratungsstellen ein. In speziellen Fortbildungen lernen Lehrerinnen und Lehrer, wie sie betroffene Kinder betreuen und unterstützen können. Darüber hinaus veranstalten wir Schulungen für Gemeindeorganisationen sowie Frauenund Jugendgruppen, um Kinder und besonders Mädchen besser vor schädlichen traditionellen Praktiken zu schützen.

Unser Programm beinhaltet zudem eine nachhaltige emotionale und psychologische Stärkung von Mädchen und Frauen. Unter enger Einbindung der äthiopischen Bildungsbehörden fördern wir die Einschulung von Mädchen und die qualitative Verbesserung des Schulunterrichts. Außerdem bieten wir berufsbildende Maßnahmen für junge Frauen an und unterstützen sie dabei, finanziell unabhängig zu werden, zum Beispiel mit Hilfe von Mikrokrediten und lokalen Spargruppen.

Um die hohe Zahl der Krankheits- und Todesfälle bei Kindern zu senken, arbeiten wir nach dem Ansatz des „integrierten Managements von Kinderkrankheiten“. Dabei geht es sowohl um Krankheitsvorbeugung und medizinische Versorgung als auch um gesundheitliche Aufklärung und die Verbesserung des Lebensumfelds. Wir unterstützen deshalb die Gesundheitseinrichtungen in den Programmgebieten und liefern Zusatznahrung und Medikamente. So können mangelernährte oder kranke Kinder – aber auch Schwangere, die zusätzliche Nährstoffe benötigen – ausreichend versorgt werden. Unsere Mitarbeiter informieren Frauen und Mütter über gesundheitliche Risiken und reproduktive Gesundheit. Zudem bestärken sie Schwangere, die Geburtshilfe in den lokalen Gesundheitsstationen zu nutzen. In den Gemeinden informieren ehrenamtliche Gesundheitshelferinnen und -helfer über Hygiene, gesunde Ernährung und Krankheitsprävention. In den Programmgebieten unterstützen wir kontinuierlich den weiteren Ausbau der Wasser- und Sanitärversorgung. Dieser wird insbesondere durch lokale Wasserund Sanitärkomitees umgesetzt, die aus ehrenamtlich tätigen Gemeindemitgliedern bestehen. Nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe schulen wir die Komitees, damit sie die Versorgung in ihren Gemeinden in Eigenregie weiter ausbauen und aufrechterhalten. In engem Kontakt mit den zuständigen Distriktsbehörden sowie mit Anbietern von Baumaterial und lokalen Handwerkern arbeiten sie eigenverantwortlich für die Verbesserung der Wasser- und Hygienesituation in ihren Gemeinden. Damit sich die Ernährungssituation in den Familien verbessert, setzen wir uns besonders für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und Müttern ein. Denn vorrangig sind sie es, die für die Ernährung und Gesundheit ihrer Kinder Sorge tragen. In Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium verschaffen wir den Frauen Zugang zu landwirtschaftlicher Beratung und Schulungen. Dort lernen sie, wie sie ihre Ernteerträge steigern oder neue gewinnbringende Feldfrüchte anbauen und vermarkten können. Zur finanziellen Unterstützung und Absicherung erhalten die Frauen die Möglichkeit, an lokalen Spargruppen teilzunehmen. Hier können sie kleinere Kredite erhalten, zum Beispiel für die Ausbildung ihrer Kinder oder zum Aufbau eigener Kleinstunternehmen. Außerdem bieten wir berufsbildende Maßnahmen für Mädchen und junge Frauen an, die ihnen helfen, für sich und ihre Kinder die Lebensgrundlage zu sichern.

Gemeinsam mit Partnern unterstützen wir Mütter und Väter von Kindern unter drei Jahren bei der häuslichen Kinderbetreuung und stärken sie in ihren Elternrollen. Ehrenamtliche Gemeindehelfer beraten die Eltern zu Themen der gesunden Ernährung, die spielerische Förderung von Kleinkindern und gewaltfreie Erziehung. Für Kinder zwischen vier und sechs Jahren bauen wir in Zusammenarbeit mit Gemeinden und lokalen Behörden Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung aus. Zusammen mit Lehr- und Pflegekräften werden altersgemäße Lehrpläne erstellt, die den Kindern einen guten Start in die Grundschule ermöglichen. Zudem arbeiten wir am kindgerechten Ausbau von Schulen und Klassen und stellen entsprechende Unterrichtsmaterialien bereit. Ziel ist es, sowohl die Qualität des Unterrichts, als auch die Motivation für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu erhöhen. Regelmäßig finden zudem Fortbildungen statt, die den Lehrern helfen, sowohl ihre Unterrichtsmethoden als auch die Leitung der Klassen weiter zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist es, zu erreichen, dass mehr Mädchen die Schule besuchen und abschließen. Auch benachteiligte Kinder, wie Jungen und Mädchen mit Behinderungen, sollen einen verbesserten Zugang zu Bildung und Förderung erhalten.

Wir wollen alleinstehende Mütter und junge Frauen wirtschaftlich stärken. Bäuerinnen lernen bessere Anbaumethoden kennen, so dass sie in der Lage sind, ihre Erträge zu steigern. Wir stellen ihnen Mittel zur Verfügung, damit sie Viehwirtschaft betreiben können und helfen dabei, die Produkte weiterzuverarbeiten, so dass sie bessere Preise auf dem Markt erzielen können. Auf lokaler Ebene setzen wir uns dafür ein, dass Frauen wirtschaftlich nicht benachteiligt werden. Wir unterstützen Frauen bei der Gründung selbstorganisierter Spargruppen. So bauen sie finanzielle Reserven auf und können Kredite aufnehmen, um Investitionen zu tätigen. Gleichzeitig vermitteln wir finanzielle Kernkompetenzen, wie den sparsamen Umgang mit Geld, und entwickeln einkommensschaffende Maßnahmen für arbeitslose Jugendliche. Um die Ernährungssituation von Kindern unter fünf Jahren zu verbessern, lernen Eltern über gesunde Ernährung und wie wichtig das Stillen für die Entwicklung von Säuglingen ist.Bedürftige Familien konnten eine spezielle Unterstützung in Anspruch nehmen.

 

Unser Ziel ist es, Risiken und Auswirkungen von Katastrophen und Konflikten zu minimieren. Dazu stärken wir Schutzmechanismen in den Gemeinden, entwickeln Lösungsstrategien, um etwa ausgedehnte Trockenzeiten zu überstehen und setzen uns bei den lokalen Behörden für die Verbesserung der Grundversorgung ein. Wir wollen vor allem Frauen wirtschaftlich stärken und ihnen Verantwortung übertragen, um so ihre Handlungsfähigkeit zu erweitern. Während einer Krise leisten wir humanitäre Hilfe und setzen uns insbesondere für Ernährungssicherheit sowie Bildungsmöglichkeiten von Kindern ein.

 

Äthiopien im Überblick

Äthiopien liegt im Osten, am sogenannten Horn von Afrika. Seit der Unabhängigkeit Eritreas im Jahr 1993 ist das Land ein Binnenstaat. Es grenzt im Norden an Eritrea, im Osten an Dschibuti und Somalia, im Süden an Kenia sowie im Westen an Südsudan und Sudan. Einen Großteil der Landschaft nimmt das zentrale Hochland ein, durch das in südwestlicher Richtung der ostafrikanische Graben verläuft.

Einwohner109,20 Mio. (Deutschland [D]: 82,70 Mio.)
Lebenserwartung66 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit*55 pro 1.000 (D: 4 pro 1.000)
BNE pro Kopf**1 782 USD (D: 47 640 US$)
Alphabetisierungsrate***Frauen 47 %, Männer 63 %
Landesfläche1 100 000 km², (D: 357 050 km²)
HauptstadtAddis Abeba
LandessprachenAmharisch, Englisch, Oromo, sowie zahlreiche lokale Sprachen
ReligionChristentum, Islam
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen nach Kaufkraftparität
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF Report 2018, UNDP „Bericht über menschliche Entwicklung 2016“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat mit über 80 Volksgruppen und ebenso vielen Sprachen. Von einer kurzen Besetzungszeit (1936 bis 1941) durch Italien abgesehen, ist Äthiopien das einzige Land in Afrika, welches nie durch die Europäer kolonialisiert wurde. Nach dem Sturz von Kaiser Haile Selassie im Jahr 1974, übernahm eine Militärdiktatur die Macht. Es folgte ein Bürgerkrieg, in dem zahlreiche Widerstandsbewegungen gegen die Militärregierung kämpften und der erst 1991 mit dem Sturz des Regimes endete.

Die heutige Situation in Äthiopien

In Äthiopien herrscht die schlimmste Dürre seit 30 Jahren. Die Folgen des Wetterphänomens El Niño und die Auswirkungen des Klimawandels haben vor allem den Norden des Landes getroffen. Über zehn Millionen Äthiopier sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) schon seit mindestens einem Jahr von Lebensmittelverteilungen abhängig, darunter 2,2 Millionen unterernährte Kinder unter fünf Jahren sowie schwangere oder stillende Frauen.

Wir sind dabei - Werden auch Sie Teil von Plan

Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser
Adele NeuhauserSchauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern. Mit einer Patenschaft von Plan können wir alle dazu beitragen, dass dieser Prozess stetig voranschreitet und Kinder ein würdiges Leben führen können.“

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... und Paten für Äthiopien

Wie hoch ist der Beitrag für eine Kinderpatenschaft?

Mit nur 92 Cent am Tag (das sind 28 Euro pro Monat) unterstützen Sie ein Kind, dessen Familie und die Gemeinde. Ihren Patenschaftsbeitrag können Sie bei Ihrer Steuererklärung geltend machen.

Gehe ich durch die Patenschaft eine rechtliche Verpflichtung ein?

Mit Ihrer Patenschaft gehen Sie keinerlei rechtliche Verpflichtung ein. Sie können die Patenschaft jederzeit beenden - ohne Angabe von Gründen.

Was erhalte ich bei Übernahme einer Kinderpatenschaft?

Sie erhalten:

  • das Bild Ihres Patenkindes
  • die Beschreibung seiner Lebenssituation
  • Informationen zu dem Land
  • Ihre persönliche Patenmappe mit allen wichtigen und interessanten Informationen

Weiter erhalten Sie jährlich:

  • Neuigkeiten zur Lebenssituation Ihres Patenkindes
  • Informationen über Entwicklungen und Projekte im Lebensumfeld des Kindes
  • alle drei Monate unser Patenmagazin „Plan Post“
  • automatisch im Februar des Folgejahres eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) für Ihre Steuererklärung

Erfahre ich, wie sich mein Patenkind entwickelt?

Mit keiner anderen Spendenform als einer Kinderpatenschaft erleben Sie so konkret, wie und wo Ihre Hilfe wirkt. Denn Ihre Hilfe bekommt ein Gesicht. So informieren wir Sie regelmäßig über Ihr Patenkind und Sie können ihm schreiben und es sogar besuchen.

Was bewirkt meine Patenschaft für das Kind?

Mit einer Kinderpatenschaft unterstützen Sie Selbsthilfeprojekte, die das Kind, seine Familie und Gemeinde stärken. Unser Ziel ist es, über diese Projekte die Lebensumstände und das gesamte Lebensumfeld der Kinder dauerhaft zu verbessern und ihre Existenz langfristig zu sichern.

Wie lange dauert meine Kinderpatenschaft?

Die Patenschaft läuft längstens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Patenkindes. Manchmal muss eine Patenschaft auch vorher von uns aus beendet werden, beispielsweise wenn die Familie des Patenkindes dauerhaft aus dem Projektgebiet fortzieht und somit nicht mehr an den Projekten beteiligt ist.

 

Ja, ich möchte in Äthiopien helfen!
Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,22%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
  • Verwaltungsausgaben (5,13%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

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