Patenschaft für Kinder in Kenia, Afrika
Ihre Patenschaft bei Plan hilft Kindern in Kenia, gesund aufwachsen zu können. © Plan

Patenschaft für Kinder in Kenia

Kenia liegt auf dem Äquator an der Ostküste Afrikas. Weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Der Norden des Landes ist jedoch karg und wüstenhaft. Hier kommt es in Folge ausbleibenden Regens immer wieder zu Hungerkrisen. Wir von Plan International setzen uns in Kenia dafür ein, das weniger Kinder mangelernährt sind und mehr Kinder gesund aufwachsen können.

Unser Engagement in Kenia

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1982
  • 2014 mehr als 68.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Wasser und Hygiene, HIV-Prävention, Bildung, wirtschaftliche Sicherheit, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern

Ja, ich möchte in Kenia helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Kenia?

Plan International ist seit 1982 in Kenia tätig. Das Kinderhilfswerk arbeitet überwiegend in ländlichen Programmgebieten in den Provinzen Eastern und Nyanza sowie in der Küstenregion am Indischen Ozean. 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit über 66.000 Patenkinder und ihre Familien.

Wir von Plan International fördern die Gesundheitsvorsorge und medizinische Versorgung von Kindern und Müttern in besonders strukturschwachen ländlichen Regionen Kenias. Besonders im Fokus steht dabei die Prävention von HIV und Aids sowie die Unterstützung von Betroffenen. Mit weiteren Programmen setzt sich unser Kinderhilfswerk für eine kinderfreundliche Schulbildung ein und hilft Familien dabei, ihr Einkommen nachhaltig zu sichern. Ihre Kinderpatenschaft oder Spende unterstützt Plan International dabei, diese Projekte in Kenia nachhaltig zu realisieren.

Ihre Patenschaft für ein Kind in Kenia hilft dabei, unsere Programme vor Ort zu realisieren und uns aktiv für das Wohl der Kinder im Land einzusetzen.

Munyiva - ein Patenkind aus Kenia erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Kenia helfen!

Sauberes Wasser, Hygiene, Gesundheitssysteme stärken

In ländlichen Regionen hat nur etwa die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Wasserqualität ist oft schlecht und gerade für Kleinkinder kann dies zu lebensbedrohlichen Durchfallerkrankungen führen. Das staatliche Gesundheitswesen ist ungenügend ausgerüstet, medizinisches Material und Medikamente sind Mangelware. Auf 10.000 Einwohner kommt im Durchschnitt ein einziger Arzt.

Plan International informiert in Schulungen die Gemeindemitglieder über Hygienemaßnahmen und Gesundheitsvorsorge. Für medizinische Pflegekräfte und ehrenamtliche Helfer/-innen veranstaltet das Kinderhilfswerk Fortbildungen, um unter anderem Kinderkrankheiten zu erkennen und zu behandeln. Im Programm für Mutterschutz und reproduktive Gesundheit kümmert sich Plan International um die medizinische Versorgung von Schwangeren.

Das Recht auf Bildung verwirklichen

Seit 2003 ist die achtjährige Grundschulbildung in Kenia kostenlos. Aber nur rund 87 Prozent der Kinder besuchen die Grundschule. Es mangelt an Klassenzimmern und qualifiziertem Lehrpersonal. Die Lehrmethoden sind häufig veraltet und wenig kindgerecht. Vorschulen und Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung erhalten kaum staatliche Unterstützung.

In diesem Programm setzt sich Plan International dafür ein, die Lernmöglichkeiten an Schulen und in Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung zu verbessern. Vor allem zu frühe Schulabbrüche sollen verhindert werden. Deshalb fördert Plan International den Bau zusätzlicher Klassenzimmer in Schulen und in Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung und schult Lehr- und Pflegepersonal in modernen und kindgerechten Lehrmethoden.

Im Rahmen von Plans internationaler Kampagne „Lernen ohne Angst“ werden die verschiedenen Formen seelischer und körperlicher Gewalt an Schulen thematisiert. Plan International engagiert sich besonders für extrem gefährdete Kinder wie Waisen, Kinder mit Behinderungen und Mädchen, damit sie besser vor Gewalt und Diskriminierung geschützt werden.

Aktiver Kinderschutz

Armut und zerbrechende Familienstrukturen tragen dazu bei, dass Kinder aus armen Familien besonders oft vernachlässigt und ausgebeutet werden oder Gewalt ausgesetzt sind. Obwohl die kenianische Regierung mit dem „Children’s Act“ 2001 eine Kinderschutzgesetzgebung verankert hat, fehlt es bisher in weiten Teilen an entsprechenden Strukturen für die Umsetzung. Deshalb bildet Plan International Gemeindemitglieder in rechtlichen Fragen und Themen des Kinderschutzes aus.

Eine gesicherte Existenz ermöglichen

Hohes Bevölkerungs- und geringes Wirtschaftswachstum führen dazu, dass die Arbeitslosenquote in Kenia konstant hoch ist.

In diesem Programm unterstützt Plan International arme Familien in ländlichen Regionen durch landwirtschaftliche Projekte, damit sie höhere Erträge erwirtschaften und ihre Lebensgrundlage sichern können. In Workshops und Schulungen lernen sie moderne Anbaumethoden und verschiedene landwirtschaftliche Produkte kennen, wie zum Beispiel Bienenzucht, Honigproduktion, Pilzanbau oder Fischzucht.

Demokratie fördern, Zivilgesellschaft stärken

Vom wirtschaftlichen Wachstum in Kenia profitiert nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung. Der Großteil der Menschen lebt in Armut und die Schere zwischen reich und arm klafft immer weiter auseinander. Diese Ungleichheit spiegelt sich auch im Zugang zu Bildungsangeboten, medizinischer Versorgung und sozialen Dienstleistungen wider.

Die neue Verfassung soll den Bezirken mehr Mitspracherechte und Demokratie bringen. Deshalb fördert das Kinderhilfswerk den Aufbau der Selbstverwaltung in den Gemeinden und die Gründung von Interessenverbänden. Ziel ist es, dass die Gemeindemitglieder selbst aktiv Einfluss auf die Entwicklung ihrer Region und die Verwendung von Finanzmitteln nehmen können.

Kenia im Überblick

Kenia liegt am Äquator an der Ostküste Afrikas. Hinter der Küste erstreckt sich ein Hochland mit trockenen Savannen, der Nordosten ist Wüstengebiet. Die meisten Berge Kenias sind erloschene Vulkane. Der höchste Gipfel, Mount Kenia (5.199 Meter), ist ganzjährig mit Schnee bedeckt. Von Norden nach Süden verläuft der ostafrikanische Grabenbruch mit dem Turkana- und dem Viktoriasee.

Einwohner 44,4 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 62 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 71 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 930 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 82 %, Männer 83 %
Landesfläche 580.367 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Nairobi
Landessprachen Kisuaheli, Englisch
Religion Christentum (70%), Islam (20%), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Bereits vor dem 10. Jahrhundert steuerten arabische Händler die Küste Ostafrikas an. Ab dem 15. Jahrhundert stand die Region unter wechselnden Einflüssen aus Portugal, dem Oman und auch Deutschland. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Kenia britisches Protektorat, 1920 dann offiziell zur Kronkolonie. Britische Auswanderer siedelten sich vor allem im Hochland an. Der Widerstand gegen die koloniale Macht eskalierte in den 1950er Jahren im Mau-Mau-Befreiungskrieg. Unter Jomo Kenyatta wurde Kenia 1963 unabhängig. Von 1978 bis 2002 war Daniel Arap Moi Präsident Kenias.

Die heutige Situation in Kenia

Kenia ist ein Vielvölkerstaat, in dem mehr als 40 verschiedene Ethnien leben. Dadurch kam es immer wieder zu politischen Spannungen, gewaltsamen Protesten und Vertreibungen. Eine 2010 in Kraft getretene neue Verfassung soll dem Land demokratischere Strukturen bringen. Seit 2013 ist Uhuru Muigai Kenyatta Staatspräsident Kenias. Von der schweren Dürre in Ostafrika 2011 waren weite Teile Kenias stark betroffen. Von der auf dem Land lebenden Bevölkerung fehlt es etwa der Hälfte am Zugang zu sauberem Trinkwasser. Aufgrund des überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstums ist der Anteil junger Menschen in Kenia besonders hoch.

Wir sind dabei - Werden auch Sie Teil von Plan

Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

Weitere Unterstützer

... und Paten für Kenia

Ja, ich möchte in Kenia helfen!
Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,8%)
  • Werbeausgaben und
    Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012

Um die Verwaltungskosten möglichst niedrig zu halten, gehört das Plan-Büro in Österreich zu Plan International Deutschland e.V.. Ihre Spende ist natürlich auch in Österreich steuerlich absetzbar!

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