Weltweite Hilfe
Hungersnot Afrika
Besonders Kinder leiden unter der Hungersnot in Afrika, da sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind. © Plan International

Hungersnot in Afrika

Millionen Menschen kämpfen weltweit täglich gegen den Hunger – darunter viele Kinder. Ein beängstigendes Ausmaß hat der Kampf gegen den Hunger in Afrika angenommen. Länder dieses Kontinents sind besonders häufig von Nahrungsmittelmangel betroffen. Wir von Plan International gehen mit Nothilfe und nachhaltigen Projekten gegen diese humanitären Notfälle vor.

Laut Global Report on Food Crises litten 2018 mehr als 113 Millionen Menschen in 53 Ländern unter Mangelernährung und akutem Hunger. Darunter Millionen Kinder. Was der Bericht, der unter anderem von den Vereinten Nationen und der EU herausgegeben wird, ebenfalls zeigt: Menschen in Afrika sind besonders häufig von Mangelernährung betroffen. So waren es im Jahr 2018 in der Demokratischen Republik Kongo 13,1 Millionen, in Äthiopien 8,1 Millionen, im Südsudan 6,1 Millionen und in Kenia 2,6 Millionen Menschen, die täglich gegen den Hunger kämpfen mussten. Auch Menschen in Guinea-Bissau, Somalia, Sudan und Nord-Nigeria sind betroffen.

+ + + Aktuelle Situation im südlichen Afrika + + +

Im südlichen Afrika sind aktuell rund 45 Millionen Menschen von Unterernährung bedroht. Sie benötigen dringend Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln, Spenden und medizinischer Versorgung sowie nachhaltige Unterstützung in Form von Förderprogrammen. Es handelt sich hierbei um eine Hungerkrise.

In Simbabwe ist zurzeit die Hälfte der Bevölkerung vom Hunger bedroht, das sind 7,7 Millionen Menschen. Auch im Nachbarland Sambia benötigen mehr als 2 Millionen Menschen Lebensmittelhilfe. In Mosambik und Malawi ist die Hungersituation ebenfalls besorgniserregend.

Weitere Informationendazu finden Sie in unseren News: Hungerkrise im südlichen Afrika


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Hungersnot in Afrika: Ursachen und Folgen

Ab wann spricht man von einer Hungersnot?

Erklärung zum Begriff: Von einer Hungersnot wird erst gesprochen, wenn mindestens 20 Prozent der Bevölkerung eines Gebiets keinerlei Zugang zu Nahrungsmitteln haben, mindestens 30 Prozent akut unterernährt sind und mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich an Nahrungsmittelmangel sterben. Eine Hungersnot wird zudem offiziell von der UN ausgerufen. Derzeit gibt es in keinem Land eine Hungersnot. In mehreren Ländern des südlichen Afrikas wird aber aktuell von einer Hungerkrise, bzw. einer Hungerkatastrophe gesprochen.

Was sind die Ursachen einer Hungerkrise?

Besonders Naturkatastrophen und bewaffnete Konflikte sind Gründe für Hungerkrisen. Naturkatastrophen verursachen beispielsweise langanhaltende Dürren, welche die Ernte und Lebensgrundlage vieler Bauern zerstören. Aber auch Überschwemmungen sind für die schwierige Situation vieler Menschen verantwortlich. Wenn die landwirtschaftliche Produktion der Region insgesamt stark zurückgeht, kommt es zu einer Hungerkrise. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Naturkatastrophen aufgrund der Folgen des Klimawandels in Zukunft häufiger - nicht nur in Afrika - auftreten.

Durch kriegerische Auseinandersetzungen werden zusätzlich ganze Dörfer und landwirtschaftliche Flächen zerstört und die dort lebenden Menschen sehen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und zu flüchten. So verlieren sie ihre gesamte Lebensgrundlage. Konflikte gehen zudem mit steigenden Preisen für Lebensmittel, Treibstoff und Medikamenten einher, auch davon sind Menschen in armen Haushalten besonders betroffen.

Die Folgen von Hungerkrisen sind Mangelernährung, fehlender Zugang zu sauberem Wasser sowie ein Anstieg von Krankheiten. Besonders Kinder sind betroffen. Mangelernährte Kinder sind in ihrer Entwicklung beeinträchtigt und somit auch anfälliger für Krankheiten, wie beispielsweise Durchfall. Krankheiten, die eigentlich behandelbar sind, sind in solchen Situationen lebensgefährlich.

Was Plan International gegen den Hunger weltweit unternimmt

Oftmals erhalten Krisen erst mit der offiziellen Erklärung einer Hungersnot viel Aufmerksamkeit von der Gesellschaft - für viele Kinder ist es dann bereits zu spät, denn sie hatten schon monatelang mit Mangelernährung und einem geschwächten Immunsystem zu kämpfen.

Deswegen leisten wir von Plan International in unseren Projektgemeinden bereits vorbeugende Arbeit und verbessern unter anderem die Wasser- und Gesundheitsversorgung und unterstützen Familien bei der Ernährung und Erziehung der Kinder. Zudem stärken wir die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden gegen den Klimawandel und die daraus folgenden Katastrophen. Zu diesen Maßnahmen zählen zum Beispiel Schulungen im Anbau dürreresistenter Pflanzen, nachhaltige Bewässerungssysteme und die Ausbildung von Jugendlichen in Umweltschutz-Themen.

Wenn es zum dramatischen Fall einer Hungerkrise kommt, müssen wir alle schnell handeln. Denn Hungerkrisen lassen sich nur eindämmen, wenn die unterschiedlichen Ursachen gleichermaßen bekämpft werden. So sind wir auch im Krisenfall mit lebensrettender Soforthilfe vor Ort und versorgen Menschen in Not mit Nahrungsmitteln und Wasser. In Hungerkrisen sind besonders Kinder und Schwangere schutzbedürftig. Für sie stellen wir eine schnelle Versorgung sicher, beispielsweise mit einer energiereichen Paste aus Erdnussbutter. Zudem schulen wir Gesundheitshelferinnen und -helfer sowie medizinische Dienste in der richtigen Behandlung von Mangelernährung.

Unsere Maßnahmen während der Hungersnot im Südsudan

Am 20. Februar 2017 haben die Vereinten Nationen für einzelne Bezirke im Südsudan eine Hungersnot ausgerufen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung waren zu diesem Zeitpunkt von Nahrungsmangel betroffen und dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wir von Plan International haben in dieser Situation einen umfassenden Nothilfe-Plan für einen Zeitraum von 15 Monaten entwickelt, um für die Menschen im Südsudan lebensrettende Soforthilfe zu leisten.

Schwerpunkte bei der Nothilfe waren die Unterstützung der Menschen in den betroffenen Regionen durch die Verteilung von Nahrungsmitteln. Außerdem führten wir therapeutische Ernährungsprogramme für mangelernährte Kinder, Schwangere und stillende Mütter durch. Zentrale Bestandteile des Nothilfe-Plans waren der Schutz von Kindern, insbesondere von Mädchen, seelische Unterstützung und die Errichtung von Kinderschutzbereichen, sogenannten Child friendly spaces. Auch Übergangsklassenzimmer und Schulmaterial wurden bereitgestellt, um den Kindern die Rückkehr in den Schulalltag zu ermöglichen. Zudem haben wir landwirtschaftliche Geräte und Saatgut für die nächste Saison verteilt, um die Menschen in der Landwirtschaft zu unterstützen.

Unsere Maßnahmen im Südsudan sind nach zwei Jahren abgeschlossen. Zurzeit haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort mit den Folgen von starken Überschwemmungen zu kämpfen.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie uns von Plan International, das Einkommen von Familien in Afrika nachhaltig zu sichern. Wir bieten in Armut lebenden Familien Fortbildungen zur Verbesserung ihrer beruflichen Qualifikation an. Damit erhöhen sie ihre Chancen auf eine besser bezahlte Arbeit. So können sie es sich leisten, mehr Geld für Nahrungsmittel auszugeben, ihre Kinder besser zu ernähren und so vor Hunger zu bewahren.

Für die Plan-Nothilfe und Projekte gegen den Hunger in Afrika können Sie einfach online spenden. Natürlich ist Ihre Spende steuerlich absetzbar.

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