Ihre Patenschaft in Haiti hilft kinderfreundlichen Unterricht einzurichten, damit Kinder mit Freude zur Schule gehen.
Ihre Patenschaft in Haiti hilft kinderfreundlichen Unterricht einzurichten, damit Kinder mit Freude zur Schule gehen. © Plan

Patenschaft für Kinder in Haiti

Haiti ist das ärmste Land Lateinamerikas und ist im hohen Maße abhängig von humanitärer, finanzieller und technischer Hilfe aus dem Ausland. Beispielsweise Lebensmittel müssen importiert werden. Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass sich die Lebensbedingungen in Haiti nachhaltig verbessern und Kinder gesund aufwachsen können.

Unser Engagement in Haiti

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1973
  • 2015 mehr als 35.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Hygiene, HIV-Prävention, Bildung, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Haiti helfen!

Hinweis zu unserer Programmarbeit in Haiti

In 2017 wird die Programmarbeit, in den durch den Hurrikan Matthew im Oktober 2016 stark beschädigten Gebieten Croix de Bouquet und South East, wieder aufgenommen. Dazu zählt auch der Briefkontakt zwischen Paten und Patenkindern.

Direkt nach dem Hurrikan standen in den betreffenden Gebieten Nothilfemaßnahmen im Vordergrund. Dabei erhielten mehr als 500.000 Menschen Nahrungsmittelhilfe, Hygiene-Sets und Kochutensilien. Des Weiteren wurden von Plan International Aufklärungsprogramme zur Prävention gegen Cholera und Schulungen zum Bau von Latrinen durchgeführt.

Wir haben in den betroffenen Regionen Kinderschutzzonen mit psychosozialer Betreuung errichtet. So wird traumatisierten Mädchen und Jungen Platz zum Spielen und Lernen ermöglicht. Außerdem wurden 1500 Mädchen und Jungen zum Thema Kinderschutz geschult.

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Haiti?

Plan International ist seit 1973 in Haiti tätig. Im Jahr 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit über 35.000 Patenkinder. Das Kinderhilfswerk konzentriert seine Arbeit auf die ländlichen und teils städtischen Gebiete des Landes.

Mit dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 wurden die Infrastruktur und nahezu sämtliche Regierungsgebäude in der Hauptstadt Port-au-Prince und Umgebung zerstört. Das Epizentrum lag 17 km südwestlich der Hauptstadt. Plan International leistete Soforthilfe und unterstützt seitdem den Wiederaufbau des Landes.

Auch in den nordöstlichen Programmgebieten wird die Arbeit den neuen Erfordernissen angepasst, da viele Haitianer in den Norden abgewandert sind. Infolge der schlechten hygienischen Lage und unzureichenden sanitären Anlagen brach im Herbst 2010 die Cholera aus. Durch umfassende Hygieneprogramme arbeitet Plan International gegen die weitere Ausbreitung der Epidemie.

Die Folgen des verheerenden Erdbebens von 2010 sind bis heute in Haiti spürbar. Die hygienische Lage ist schlecht, es mangelt an Gesundheitsdiensten und Bildungseinrichtungen. Wir von Plan International helfen Kindern, gesund aufzuwachsen. Unser Kinderhilfswerk arbeitet intensiv daran, die Ausbreitung von Krankheiten wie der Cholera einzudämmen. Dabei spielt der gesicherte Zugang zu medizinischer Versorgung eine wichtige Rolle. Zugleich ist es unser Ziel, dass sich Kinder vor künftigen Katastrophen zu schützen wissen und ihre Familien wirtschaftliche Perspektiven erhalten.

Um der fatalen Situation in Haiti entgegenzuwirken, haben wir von Plan International effektive Programme entwickelt, die am Problem ansetzen.

Stephanie - ein Patenkind aus Haiti erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Haiti helfen!

Besserer Zugang zu Gesundheitsdiensten, HIV/ Aids-Prävention

Medizinische Einrichtungen gibt es in Haiti nur wenige. Die meisten von ihnen liegen in städtischen Gebieten und sind damit für einen Großteil der Bevölkerung nicht erreichbar. Krankheiten werden im Wesentlichen von traditionellen Heilern behandelt. Viele Kinder sind mangel- oder unterernährt. Infektions- und Atemwegserkrankungen stellen eine große Gefahr für Kinder und Jugendliche dar.

Das Plan-Programm konzentriert sich unter anderem darauf, die Erreichbarkeit der Gesundheitsstationen zu verbessern, um die Sterblichkeitsrate von Kindern und Müttern zu senken. Plan International fördert zudem den Bau von Wasch- und Sanitäranlagen an Schulen und öffentlichen Einrichtungen in den Gemeinden. Wissen über Hygiene und Umwelt werden in Bildungs- und Gesundheitsprogramme für Kinder und Jugendliche integriert.

Frühkindliche Förderung und Zugang zu Bildungseinrichtungen

In Haiti gibt es nur wenige Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung. Sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch bei den Regierungsstellen ist das Interesse daran gering. Das Erdbeben im Januar 2010 hat die schulische Infrastruktur massiv getroffen. 5.000 Schulen wurden zerstört, unzählige Lehrkräfte starben und auch Lehr- und Lernmaterialien wurden unter den Trümmern begraben.

Plan International fördert die frühkindliche Entwicklung der Kinder, richtet Kindergärten und Kindertagesstätten ein. Zudem werden weiterführende Bildungs- und Gesundheitsprogramme umgesetzt. Eltern, Lehrer und Gemeinden werden geschult, die Kinder zu fördern mit dem Ziel, die Abbrecherquoten zu verringern. Zusätzlich unterstützt Plan International den Bau und die Ausstattung von Schulen sowie die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien.

Wirtschaftliche Sicherheit für Familien

Die Wohnsituation der Bevölkerung ist unzureichend. In den Slums leben Familien in beengten Unterkünften, in den ländlichen Regionen sind kleine Lehmhäuser ihr Zuhause. Viele der Menschen sind nach dem Erdbeben in Zeltlagern untergekommen, wo sie immer noch wohnen. Es gibt weder Strom noch fließend Wasser. Die haitianische Wirtschaft ist seit Jahren rückläufig. Die meisten Menschen sind unterbeschäftigt oder arbeitslos.

Plans Programmansatz zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Familien sieht vor, Kooperativen zu bilden sowie Spargruppen zu vernetzen. Besonders Frauen und Jugendliche sollen die Möglichkeit bekommen, Kleinstunternehmen aufzubauen, die das Einkommen der Familie steigern und somit zur Nahrungsmittelsicherheit beitragen.

Kindorientierte Katastrophenvorsorge und Hilfe

Durch seine geologische Lage ist Haiti extrem erdbebengefährdet und zahllosen Katastrophen wie Tropenstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen ausgesetzt. 

Plan International unterstützt die Gemeinden darin, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um die Risiken in den Gemeinden zu minimieren und bestmöglich auf drohende Gefahren vorbereitet zu sein.

Haiti im Überblick

Haiti liegt auf dem westlichen Teil der Karibikinsel Hispaniola. Ehemals als üppig bewachsene „Perle der Antillen“ bekannt, hat Haiti durch Abholzung und Bodenerosion bis heute einen Großteil seiner natürlichen Bewaldung verloren. Es herrscht subtropisch-tropisches Klima. In der Hurrikan-Saison von Juni bis September kommt es häufig zu schweren Überschwemmungen. Haiti befindet sich zudem in einem Erdbebengebiet.

Einwohner 10,3 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 63 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 73 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 810 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 70 %, Männer 74 %
Landesfläche 27.750 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Port-au-Prince
Landessprachen Kreol, Französisch
Religion Voodoo, Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Mit der Entdeckung der „Neuen Welt“ durch Christoph Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts wurde die indigene Bevölkerung Hispaniolas fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert brachten wechselnde Kolonialherren vor allem afrikanische Sklaven auf die Insel, die auf Zuckerplantagen eingesetzt wurden. 1804 wurde Haiti unabhängig. Danach bestimmen Kriege mit der Dominikanischen Republik, politische Instabilität, diktatorische Terror-Regimes und bürgerkriegsähnliche Zustände die Entwicklung des Landes. 1957 errichtete François Duvalier („Papa Doc“) eine Diktatur, die nach seinem Tode von seinem Sohn Jean-Claude Duvalier („Baby Doc“) bis Mitte der 1980er Jahre fortgeführt wurde.

Die heutige Situation in Haiti

Haiti ist das ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Das Land ist in hohem Maße abhängig von humanitärer, finanzieller und technischer Hilfe aus dem Ausland. Nahrungsmittel müssen importiert werden. Im Januar 2010 kam es zu einem verheerenden Erdbeben, bei dem laut offiziellen Angaben mehr als 220.000 Menschen in Haiti ihr Leben verloren. Im Herbst darauf brach die Cholera aus, die immer noch anhält. Seitdem sind mehr als 500.000 Menschen erkrankt und mehr als 7.000 gestorben. Der Wiederaufbau des Landes geht nur schleppend voran. Nach wie vor leben Tausende Menschen unter schwierigen Bedingungen in Notunterkünften oder provisorischen Zeltstädten. Präsident des Landes ist der populäre Musiker Michel Joseph Martelly.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

Weitere Unterstützer
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  • Projektausgaben (81,8%)
  • Werbeausgaben und
    Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012

Um die Verwaltungskosten möglichst niedrig zu halten, gehört das Plan-Büro in Österreich zu Plan International Deutschland e.V.. Ihre Spende ist natürlich auch in Österreich steuerlich absetzbar!

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