Eine Patenschaft in der Dominikanisches Republick hilft Plan sich für die Rechte von Kinder vor Ort einzusetzten.
Eine Patenschaft in der Dominikanisches Republick hilft Plan sich für die Rechte von Kinder vor Ort einzusetzten. © Plan/Shiro Ariyama

Patenschaft für Kinder in der Dominikanischen Republik

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Wirtschaft in der Dominikanischen Republik im regionalen Vergleich überdurchschnittlich gut entwickelt. Doch die ungleiche Verteilung des Wohlstandes stellt ein großes soziales Problem dar. Immer noch leben über 40 Prozent der Bevölkerung in Armut. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit, Kriminalität und Gewalt sowie der sich verbreitende Drogenschmuggel sind weitere schwerwiegende Herausforderungen, denen sich unser Kinderhilfswerk vor Ort stellt.

Unser Engagement in der Dominikanischen Republik

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1987
  • 2015 mehr als 24.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Kinderschutz, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in der Dominikanischen Republik helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in der Dom. Republik?

Plan International arbeitet seit 1987 in der Dominikanischen Republik und erreichte mit seinen Programmen im Jahr 2015 das Umfeld von mehr als 24.000 Patenkindern und ihren Familien. Das Kinderhilfswerk arbeitet sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten, die von besonderer Armut geprägt sind, und intensiviert sein Engagement im Grenzgebiet zu Haiti.

In der Dominikanischen Republik stellen wir von Plan International uns den Herausforderungen der hohen Jugendarbeitslosigkeit, Kriminalität und Gewalt. Indem wir uns für den Kinderschutz und die Umsetzung der Kinderrechte einsetzen, tragen wir dazu bei, dass Mädchen und Jungen die Chance auf ein besseres Leben erhalten. Wir engagieren uns für die frühkindliche Förderung und Entwicklung sowie für kindgerechte Bildungsangebote. Zudem fördern wir Maßnahmen, die Jugendlichen berufliche Perspektiven geben. Darüber hinaus sind wir auch im Katastrophenschutz aktiv.

Die Mittel aus Ihrer Patenschaft werden von uns in der Dominikanischen Republik für verschiedene Projekte eingesetzt. Erfahren Sie nachfolgend, welche Programme wir derzeit realisieren.

Rosmery - ein Patenkind aus der Dominikanischen Republik erzählt

Ja, ich möchte Kindern in der Dominikanischen Republik helfen!

Ganzheitliche Entwicklung in der frühen Kindheit

Obwohl der Großteil der Kinder in Gesundheitseinrichtungen zur Welt kommt und die medizinische Versorgung verbessert wurde, bleiben die Kinder- und Müttersterblichkeitsraten im regionalen Vergleich hoch. Lediglich 40 Prozent der Kinder können eine der meist privaten Einrichtungen zur frühkindlichen Förderung besuchen.

Zusammen mit Eltern und anderen Verantwortlichen informiert Plan International über zentrale Themen, die für ein gesundes und kindgerechtes Aufwachsen wichtig sind, wie etwa Schwangerschaftsvorsorge, Stillen und Ernährung, Hygiene und Gesundheit, kindliche Bedürfnisse und Förderung der Entwicklung. Besonderen Wert legt das Kinderhilfswerk darauf, die strukturellen Ursachen der Diskriminierung von Frauen und Mädchen aufzubrechen. Dabei werden bestehende Geschlechterrollen kritisch reflektiert und das traditionelle Männerbild in Frage gestellt.

Qualitative Bildung für alle Kinder

Mittlerweile werden die meisten Mädchen und Jungen zur Schule angemeldet. Doch die Unterrichtsqualität ist häufig mangelhaft. Viele Lehrkräfte sind nur unzureichend ausgebildet. Ihre Unterrichtsmethoden sind veraltet und nicht kindgerecht.

Plan International arbeitet daran, die schulischen und außerschulischen Bildungsangebote zu verbessern. Kinder, deren Versetzung gefährdet ist oder die ihren Schulbesuch abbrechen wollen, erhalten gezielte Hilfe von qualifizierten Trainerinnen und Trainern. Dabei werden moderne, kindgerechte Lehr- und Lernmaterialien eingesetzt. Das Kinderhilfswerk engagiert sich besonders für Mädchen sowie für Kinder, die Kreol sprechen.

Schutz von Kindern gegen Gewalt

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist in der Dominikanischen Republik weit verbreitet. Körperliche Züchtigung als Erziehungsmethode beispielsweise ist gesellschaftlich akzeptiert und kommt in vielen Familien vor.

Durch gezielte Trainings klären Plan International und seine Partner Kinder altersgerecht über die verschiedenen Formen von Gewalt auf und verdeutlichen, wo besondere Gefahren bestehen. Das Kinderhilfswerk vermittelt Eltern und anderen Familienmitgliedern positive, gewaltfreie Erziehungsmethoden, die den gleichberechtigten Umgang mit den Geschlechtern sowie die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen fördern. Es wird deutlich gemacht, wie wichtig es ist, Fälle von familiärer Gewalt öffentlich zu machen und zur Anzeige zu bringen.

Kompetenzen vermitteln und Selbstbewusstsein stärken

Mit etwa 30 Prozent ist die Jugendarbeitslosigkeit in der Dominikanischen Republik hoch. Generell sind Frauen gegenüber Männern wirtschaftlich deutlich benachteiligt. Sofern Jugendliche eine Arbeit finden, besteht meist kein reguläres Beschäftigungsverhältnis. Es gibt nur wenige Möglichkeiten, eine berufliche Ausbildung zu absolvieren.

In enger Zusammenarbeit mit Gemeindekomitees und Jugendorganisationen arbeitet Plan International daran, Bildungsangebote für Jugendliche zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen soziale, technische und finanzielle Kompetenzen vermittelt werden. Die Jugendlichen lernen beispielsweise im Team zusammenzuarbeiten, Konflikte zu lösen und Diskussionen zu führen, sich selbst eine Meinung zu bilden sowie für ihre Interessen selbstbewusst einzutreten.

Die Dominikanische Republik im Überblick

Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik auf der Insel Hispaniola und nimmt von dieser die östlichen zwei Drittel ein. An der Grenze zu Haiti verlaufen mehr als 3.000 Meter hohe Bergrücken, die sich zur Küste hin in üppigen Tälern abflachen. Die Küstenebenen im Süden und Osten der Insel sind sehr trocken. Passatwinde bringen regelmäßig schwere Orkane und Wirbelstürme über das Land. Das Klima ist tropisch.

Einwohner 10,4 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 74 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 28 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 5.620 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 98 %, Männer 96 %
Landesfläche 48.320 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Santo Domingo
Landessprachen Spanisch
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

1804 wurde die Insel Hispaniola nach wechselnder Herrschaft von Spaniern und Franzosen unabhängig. Vierzig Jahre später trennte sich der dominikanische Teil von Haiti. Anfang des 20. Jahrhundert besetzten die USA das Land und begünstigten die gut dreißigjährige Diktatur Rafael Trujillos. Erst 1996 wurde mit Joaquín Balaguer Ricardo der letzte Mann aus der Ära des Diktators Trujillo abgewählt.

Die heutige Situation in der Dominikanischen Republik

Seit August 2012 ist der sozialliberale Danilo Medina Sanchez Präsident des Landes. Seit einigen Jahren verzeichnet die Dominikanische Republik ein relativ hohes Wirtschaftswachstum. Auf die Lebensbedingungen der armen Bevölkerung hat das Wachstum bisher jedoch kaum positive Auswirkungen. In der Dominikanischen Republik leben viele Haitianer, die wirtschaftlich und gesellschaftlich besonders benachteiligt sind. Ein Großteil von ihnen ist nach dem verheerenden Erdbeben im Jahre 2010 in das Land gekommen. Fast die Hälfte der Dominikaner ist jünger als 24 Jahre.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

Weitere Unterstützer
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Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,8%)
  • Werbeausgaben und
    Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012

Um die Verwaltungskosten möglichst niedrig zu halten, gehört das Plan-Büro in Österreich zu Plan International Deutschland e.V.. Ihre Spende ist natürlich auch in Österreich steuerlich absetzbar!

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