Eine Patenschaft in Brasilien hilft dabei unsere Programme vor Ort zu realisieren.
Eine Patenschaft in Brasilien hilft dabei unsere Programme vor Ort zu realisieren. © Plan

Patenschaft für Kinder in Brasilien

In den letzten Jahren hat sich die Wirtschaft in Brasilien sehr dynamisch entwickelt, wodurch sich die Beschäftigungs- und Einkommenssituation vieler Menschen verbessert hat. Brasiliens Volkswirtschaft zählt mittlerweile zu den zehn wichtigsten Ökonomien der Welt. Trotzdem geht es nicht allen Menschen im Land gut, gerade indigene Völker werden vielfach benachteiligt. Plan International setzt sich in Brasilien unter anderem für ihre Rechte ein.

Unser Engagement in Brasilien

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1997
  • 2015 mehr als 15.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Bildung, Kinderschutz, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Brasilien helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Brasilien?

Plan International arbeitet seit 1997 in Brasilien. Mit Abschluss des Jahres 2015 erreichte das Kinderhilfswerk mit seinen Programmen das Umfeld von über 15.000 Patenkindern und ihren Familien. Plan International konzentriert die Arbeit auf arme und strukturschwache Gebiete im Nordosten des Landes. Hier sind über drei Viertel der Bevölkerung afrikanischer Abstammung. Der Anteil der ländlichen Bevölkerung ist mit 37 Prozent sehr hoch. Das Kinderhilfswerk setzt sich besonders für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, wie indigene Minderheiten, afro-brasilianischen Familien und Mädchen ein.

In Brasilien ist die Ungleichheit zwischen Arm und Reich groß. Mit unseren Lösungsansätzen arbeiten wir von Plan International daran, die Lebensumstände von Mädchen und Jungen indigener und afro-brasilianischer Familien zu verbessern, denn diese sind vielfach benachteiligt. Wir fördern grundlegende Gesundheitsdienste für Kinder und Mütter und setzen uns für bessere Bildungschancen ein. Ebenso wichtig ist uns der Kinderschutz. Indem wir uns gegen Gewalt und für die Rechte der Kinder einsetzen, tragen wir dazu bei, dass Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen. Darüber hinaus fördern wir Maßnahmen, durch die Familien ihr Einkommen dauerhaft sichern können.

Als Kinderhilfswerk sind wir in Brasilien mit verschiedenen Programmen aktiv, die zum Wohl der Kinder im Land beitragen. Lesen Sie nachfolgend, wie wir uns für Kinder und Jugendliche direkt vor Ort engagieren.

Swaymmy - ein Patenkind aus Brasilien erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Brasilien helfen!

Gesunde Kindheit in Brasilien

In den vergangenen Jahren hat sich die gesundheitliche Situation der Kinder und Mütter in Brasilien erheblich verbessert. Doch gibt es große Unterschiede zwischen den Regionen und den einzelnen Bevölkerungsgruppen.

Unser Programm setzt auf zwei Ebenen an, um die gesundheitliche Situation von Kindern und ihren Müttern zu verbessern. Zusammen mit Partnern klärt das Kinderhilfswerk die Familien darüber auf, wie Krankheiten zu vermeiden sind und die Gesundheit von Kindern und Müttern vor und nach der Geburt gefördert werden kann. Bewusst werden dabei die Väter mit eingebunden. Mädchen und Jungen lernen schon früh, das andere Geschlecht zu respektieren und gleichberechtigt zu behandeln.

Lernen und Lebenskompetenzen erwerben

Trotz der positiven Entwicklungen im Bildungssektor bleiben bestimmte Bevölkerungsgruppen weiterhin benachteiligt. Im Vergleich zu Kindern aus wohlhabenden Familien, besuchen fast doppelt so viele Kinder afro-brasilianischer Familien keine Schule. In einigen Regionen des Nordostens gehen sogar über die Hälfte der indigenen Mädchen und Jungen nicht zur Schule.

Plan International arbeitet mit Bildungsbehörden zusammen und setzt sich dafür ein, dass in den Schulen innovative, kindgerechte pädagogische Ansätze verfolgt werden. Außerdem engagiert sich das Kinderhilfswerk für eine bessere Lehrerausbildung. Schwerpunkte sind hier die Vermittlung von Kompetenzen, um die Lese- und Schreibfähigkeiten zu verbessern. Der Unterricht soll zudem attraktiver und lebensnaher gestaltet werden. Plan International arbeitet daran, Themen wie Gewaltprävention, Friedenserziehung, ganzheitliche Gesundheit, kulturelle und ethnische Unterschiede sowie Gleichberechtigung in die Lehrpläne zu integrieren.

Einkommenssituation von Jugendlichen verbessern

Immer noch leben über elf Millionen Menschen in Brasilien unterhalb der Armutsgrenze. In einigen Regionen des Landes zählt nahezu ein Viertel der Bevölkerung dazu. Besonders betroffen sind Familien indigener und afrikanischer Abstammung, Frauen und junge Menschen. Im Nordosten haben 46 Prozent der Familien Schwierigkeiten, ihren täglichen Bedarf an Lebensmitteln zu decken. Trotz allgemein verbesserter Arbeitsmarktbedingungen hat sich die Jugendarbeitslosigkeit in den letzten Jahren erhöht.

Plan International analysiert die aktuelle wirtschaftliche Lage, um seine Maßnahmen optimal auszurichten, wobei Marktchancen und Bedarfe ebenso berücksichtigt werden wie zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen. Plan International kooperiert mit anerkannten Einrichtungen, die berufliche Qualifizierungsmaßnahmen und finanzielle Dienstleistungen anbieten. Es werden vor allem Jugendliche und Frauen unterstützt, eine technische oder kunsthandwerkliche Ausbildung zu absolvieren oder Perspektiven für eine nachhaltige wirtschaftliche Selbstständigkeit zu entwickeln.

Katastrophen in Brasilien vorbeugen

Weiterhin engagiert sich Plan International in Brasilien für die Katastrophenvorsorge und den Katastrophenschutz. Das Kinderhilfswerk unterstützt die Gemeinden und Kinder darin, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und Schutzmechanismen zu entwickeln, um die Risiken in den Gemeinden zu minimieren und bestmöglich auf drohende Gefahren vorbereitet zu sein.

Brasilien im Überblick

Brasilien ist das größte Land Südamerikas und umfasst drei große Landschaftsräume. Im Norden liegt das Bergland von Guayana. Nach Westen schließt sich das tropische Amazonas-Tiefland an. Im Südosten bedeckt das brasilianische Bergland über die Hälfte des Landes: Ausgedehnte Hochplateaus im nördlichen Teil treffen im Südosten auf Gebirgsketten, die in Richtung Atlantik steil abfallen. Über die Hälfte der Landesfläche ist von Regenwald bedeckt, der sich durch eine enorme Artenvielfalt auszeichnet und
vom Amazonas und seinen Nebenflüssen durchzogen wird. In Brasilien herrscht eine große kulturelle Vielfalt mit indigenen, afrikanischen und europäischen Einflüssen.

Einwohner 200,4 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 75 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 14 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 11.690 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 98 %
Landesfläche 8.500.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Brasilia
Landessprachen Portugiesisch
Religion Christentum (90 %), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Des Geschichte des Landes

Seit 1530 nahmen portugiesische Siedler das Gebiet des heutigen Brasilien immer mehr in Besitz und brachten im 16. Jahrhundert mehr als 3,5 Millionen afrikanische Sklaven für die Plantagenarbeit ins Land. Im 17. Jahrhundert wurden die Indigenen des Hinterlandes systematisch verfolgt und versklavt. 1822 rief Pedro I, Sohn des portugiesischen Königs, die Unabhängigkeit aus, allerdings blieb Brasilien faktisch portugiesische Halbkolonie. Der Kaffeeboom im 19. Jahrhundert förderte im Süden eine einheimische Industrie. Von 1930 bis 1988 gab es wechselnde Militärregierungen.

Die heutige Situation in Brasilien

Die Präsidentschaftswahlen 2010 in Brasilien gewann erstmals eine Frau: Dilma Vana Rousseff ist seitdem Staatsoberhaupt und Regierungschefin. Die Wirtschaft Brasiliens hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Die ungleiche Verteilung des Wohlstands und die weit verbreitete Korruption stellen jedoch schwerwiegende gesellschaftliche Probleme dar. Mit dem Sozialhilfeprogramm „Bolsa Familia“ erreicht die Regierung mehr als elf Millionen in Armut lebende Familien. Besonders angespannt ist aber nach wie vor die wirtschaftliche Situation vieler Familien indigener und afrikanischer Abstammung. Über 80 Prozent der Brasilianer leben in Städten. Der Anteil junger Menschen im Land ist sehr hoch.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

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