Lena und Dieter Mevissen besuchen ihre Patenkinder
Lena und Dieter Mevissen besuchen ihre Patenkinder Rehema und Clement im Norden Tansanias.

Unsere Hochzeitsreise zu Rehema und Clement

Frisch verheiratet haben sich Lena und Dieter Mevissen aus Aachen auf den Weg nach Tansania gemacht, um ihre Patenkinder Rehema und Clement endlich persönlich kennenzulernen. Eine Hochzeitsreise der etwas anderen Art. Lena und Dieter Mevissen berichten:

"Warum wir unsere Hochzeitsreise nach Tansania gemacht haben? Nach zweieinhalb Jahren Briefen und Päckchen waren wir neugierig auf die neunjährige Rehema, den zehnjährigen Clement, ihre Familien und ihr Leben im Norden Tansanias.

In Rehemas Schule wurden wir herzlich vom Schulleiter und zwei Schulklassen begrüßt, die trotz Ferien gekommen waren. Wir schenkten der Schule ein Buch mit Geschichten von Kindern aus aller Welt und es wurden viele Fotos gemacht. Rehemas Familie wohnt in sehr ärmlichen Verhältnissen. Neun Familienmitglieder schlafen hier auf engstem Raum. Als Attraktion der Gemeinde waren wir umzingelt von Kindern und haben schnell den Überblick verloren, wer die Geschwister, Cousinen und Cousins oder Nachbarskinder sind. Wir saßen gemeinsam vor der Hütte, haben gespielt und gelacht.  Warum wir noch keine Kinder hätten war die wichtigste Frage. Ein paar Tage zuvor hatten wir erfahren, dass Lena in der sechsten Woche schwanger war. Das sollte aber noch unser Geheimnis bleiben.

An Clements Schule begrüßten uns die Kinder mit Liedern und Tänzen. Nur einen Steinwurf entfernt wohnt Clement. Wir saßen mit seinen Eltern und fünf eigenen plus Nachbarskindern zusammen. Clement zeigte uns das Memory Spiel, bedruckt mit Bildern aus unserer Heimat, dass wir ihm zu Weihnachten geschenkt hatten. Wie schön, dass ihm die kleinen Aufmerksamkeiten sichtlich Spaß machen.

Kindorientierte Gemeindeentwicklung

Hier in der Gegend um Mwanza am Viktoriasee setzt sich Plan International seit 27 Jahren für eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Kindern und Müttern und für frühkindliche Förderung und Bildung ein. Die Müttersterblichkeit ist hier immer noch alarmierend hoch, auch weil Gesundheitsstationen oft stundenlang entfernt sind und werdende Mütter im Notfall kaum Zugang haben. Bildungseinrichtungen sind in Tansania oftmals ungenügend ausgestattet und die Unterrichtsqualität ist besonders in ländlichen Gegenden sehr gering. Wir besuchten während unseres Aufenthalts von Plan International geförderte Geburtshäuser und Bildungseinrichtungen und sahen, wo unsere finanzielle Unterstützung ankommt.

Neue Klassenzimmer für die Kinder

Durch die großzügigen Spenden unserer Hochzeitsgäste konnten wir zum Ausbau der Schulen beisteuern. Rehemas Schule benötigte neue Klassenräume, die Schule von Clement neue Böden. Vor Ort besorgten wir gemeinsam mit Plan-Mitarbeitern Materialien für die Bau- und Renovierungsarbeiten und beobachteten den Beginn der Arbeiten.

Die Erfahrung, Rehema und Clement kennenzulernen, war einmalig und es war die schönste Hochzeitsreise, die wir uns hätten wünschen können."

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