Bildung ist für Kinder im Senegal der Schlüssel für den Weg aus der Armut.
Bildung ist für Kinder im Senegal der Schlüssel für den Weg aus der Armut. © Plan

Patenschaft für Kinder im Senegal

Senegal ist im Vergleich zu anderen westafrikanischen Ländern ökonomisch relativweit entwickelt. Trotzdem lebt über ein Drittel der Bevölkerung in Armut. Wir von Plan International setzen uns dafür ein, dass die Kinder und Jugendlichen im Senegal eine gute Grund- und Weiterbildung erhalten, sodass sie positiv in die Zukunft gehen.

Unser Engagement im Senegal

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1982
  • 2014 fast 35.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Hygiene, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit

Ja, ich möchte im Senegal helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft im Senegal?

Plan International ist seit 1982 im Senegal tätig. Im Jahr 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit das Umfeld von über 34.000 Patenkindern und ihren Familien. Das Kinderhilfswerk konzentriert seine Arbeit auf Kinder und Jugendliche aus den ärmsten, überwiegend ländlichen Gebieten und einem städtischen Gebiet bei Dakar.

Im Senegal liegt der Fokus unserer Arbeit darauf, Kindern eine qualitative Grundbildung zu ermöglichen. Ebenso wichtig ist uns, dass Mädchen und Jungen gesund aufwachsen können: Dazu fördern wir von Plan International die Ernährung und den Schutz der Kinder vor Krankheiten wie Malaria. Wir arbeiten außerdem daran, Kinder vor jeglicher Form von Gewalt zu schützen und sie gesellschaftlich teilhaben zu lassen. Schließlich setzen wir uns dafür ein, die wirtschaftliche Situation von Jugendlichen und Frauen zu verbessern.

Die Übernahme einer Patenschaft für ein Kind im Senegal ermöglicht die Umsetzung vielfältiger Projekte direkt vor Ort. Lesen Sie nachfolgend, welche Programme wir im Senegal umsetzen und erfahren Sie mehr über die Lebensverhältnisse im Land.

Ndoumbe - ein Patenkind aus dem Senegal erzählt

Ja, ich möchte Kindern im Senegal helfen!

Qualitatives Lernen für Kinder im Senegal

In den vergangenen Jahren ist es der Regierung gelungen, den Zugang zu Bildungseinrichtungen im Land zu erweitern. Die Schulen sind aber nach wie vor schlecht ausgestattet und es mangelt an Materialien und qualifiziertem Lehrpersonal. Häufig ist kein sauberes Trinkwasser verfügbar und die sanitären Anlagen vieler Bildungseinrichtungen sind unzureichend. Nur sehr wenige Schulen haben Strom. Obwohl mittlerweile der Großteil der Kinder zum Schulbesuch angemeldet wird, schließt nur etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler die Grundschule auch erfolgreich ab. An regulären Schulen werden weniger Jungen eingeschult als Mädchen, da Jungen häufig Koranschulen (Daras) besuchen. Diese traditionellen, internatsähnlichen Schulen sind zumeist kostenlos. Es werden vor allem religiöse Inhalte vermittelt.

Plan International setzt sich zum Ziel, allen Kindern eine Grundschulbildung zu ermöglichen. Um den Erfolg der Ausbildung zu gewährleisten, ist es besonders wichtig, die Unterrichtsqualität zu verbessern. Wir von Plan International fördern daher die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, vor allem in kinderfreundlichen Lehrmethoden. Zudem stärken wir Partizipationsstrukturen in der Schule und engagieren uns gegen Gewalt an Schulen. Ein wichtiges Anliegen ist es, Mädchen darin zu unterstützen, die Grundschule erfolgreich abzuschließen. Um die Bedingungen für Schülerinnen und Schüler in Koranschulen zu verbessern und zu erreichen, dass die Koranschulen kindgerechter werden, führt Plan International in Kooperation mit anderen Organisationen einen Dialog mit religiösen Führern und Regierungsstellen. Das Kinderhilfswerk setzt sich dafür ein, dass Koranschulen ihr Bildungsangebot erweitern und die Schülerinnen und Schüler auch in regulären Fächern unterrichten.

Kinderschutz im Senegal verbessern

Vor allem in ländlichen Gebieten sind traditionelle schädliche Praktiken, wie frühe Heirat, noch weit verbreitet. Körperliche Züchtigung in Schulen ist mittlerweile verboten, doch werden die gesetzlichen Bestimmungen kaum umgesetzt. Viele Kinder müssen bereits im Alter zwischen zehn und 14 Jahren arbeiten. Junge Mädchen verdingen sich als Hausangestellte oder arbeiten in Restaurants und Bars.

Plan International wird im Rahmen dieses Programms die Regierungsstellen dabei unterstützen, ihre landesweiten Maßnahmen zum Kinderschutz umzusetzen und entsprechende Gesetze zu erlassen. Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, Kinderschutzmechanismen auf Gemeindeebene zu installieren. Dabei fokussiert sich Plan International besonders auf Mädchen und den Schutz der Kinder in Katastrophensituationen.

Partizipation und wirtschaftliche Sicherheit für Jugendliche und Frauen

Die wirtschaftliche Situation vieler Familien ist angespannt. Auf dem Lande lebt über die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Spitzen sich wirtschaftliche Probleme zu, so sind vor allem die Kinder die Leidtragenden: Sie können nicht zur Schule gehen, müssen arbeiten oder werden gar aus den Familien verstoßen. Die Jugend steht vor großen Herausforderungen: Viele sind auf der Suche nach Arbeit und oftmals schlecht ausgebildet.

Wir von Plan International ermutigen Jugendliche, und ganz besonders die Mädchen, an gesellschaftlichen Entscheidungen teilzuhaben und sich aktiv für ihre Interessen und Rechte einzusetzen. Gleichzeitig schaffen wir Voraussetzungen, um die wirtschaftliche Position von Frauen und Jugendlichen zu stärken. Jugendliche organisieren sich in Clubs und erhalten Schulungen zu Themen wie Kinderrechtsverletzungen, Ursachen von Armut oder Katastrophenvorsorge in den Gemeinden. Sie diskutieren darüber mit lokalen Entscheidungsträgern und erarbeiten gemeinsame Lösungsideen. So lernen sie, Verantwortung für die Belange in ihren Gemeinden zu übernehmen und sich für besonders benachteiligte Gruppen einzusetzen.

Senegal im Überblick

Der Senegal erstreckt sich in Westafrika am Atlantischen Ozean über drei flache Landzonen: die karge, trockene Sahelzone im Norden, die savannenartige Sudanzone im Zentrum und die feuchtere Guineazone im Süden (Casamance). Dennoch ist lediglich ein Bruchteil der Landesfläche landwirtschaftlich nutzbar. Seit Jahren rückläufige Niederschläge verringern die Ernteerträge. Es besteht sowohl die Gefahr von Dürren als auch von Überschwemmungen.

Einwohner 14,1 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 67 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 55 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.070 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 59 %, Männer 74 %
Landesfläche 196.712 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Dakar
Landessprachen Französisch, Wolof, Malinke u.a.
Religion Islam (94%), Christentum (4%), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Nach der Besetzung durch Großbritannien eroberte Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts das Gebiet des heutigen Senegal. 1895 wurde es Teil von Französisch-Westafrika. Nach der Unabhängigkeit 1960 errichtete Präsident Léopold Senghor einen Einparteienstaat. Ab Mitte der 1970er Jahre fand schrittweise die Legalisierung von Parteien statt. 1981 wurde Abdou Diouf Präsident und 1993 in freien Wahlen bestätigt. In den frühen 1980er Jahren begann eine Rebellenbewegung im Süden des Landes ihren Kampf für die Unabhängigkeit der Casamance-Region.

Die heutige Situation in Senegal

Senegal ist im Vergleich zu anderen westafrikanischen Ländern ökonomisch relativ
weit entwickelt. Trotzdem lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung in Armut. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist unter achtzehn Jahre alt. 2001 wurde eine neue Verfassung verabschiedet, die die Bürgerrechte, vor allem die der Frauen, stärkt. Im März 2012 wurde Macky Sall zum Präsidenten Senegals gewählt. Ein ungelöstes Problem bleibt der seit mehr als 25 Jahren andauernde Konflikt um die Unabhängigkeit der Region Casamance im Süden des Landes.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

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