Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Auch die Mädchen und Jungen in Kamerun.
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Auch die Mädchen und Jungen in Kamerun. © Plan/James Stone

Patenschaft für Kinder in Kamerun

In den vergangenen Jahren verzeichnet Kamerun ein mäßiges Wirtschaftswachstum. Das Land steht vor großen ökonomischen und strukturellen Herausforderungen. Kamerun gilt politisch als vergleichsweise stabil. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Cholera-Epidemien. Wir von Plan International setzen uns in Kamerun dafür ein, dass Kinder gesund und sicher aufwachsen und die Chance auf eine bessere Zukunft bekommen.

Unser Engagement in Kamerun

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1996
  • 2015 mehr als 25.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Gesundheit, Bildung, wirtschaftliche Sicherheit, Kinderschutz, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Kamerun helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Kamerun?

Plan International arbeitet seit 1996 in Kamerun. Im Jahr 2015 erreichte das Kinderhilfswerk mit seinen Projekten das Umfeld von über 25.000 Patenkindern und ihren Familien, die in besonders armen und strukturschwachen ländlichen Regionen leben.

Wir von Plan International arbeiten in Kamerun daran, die medizinische Versorgung von Kindern und Müttern in unseren Partnergemeinden zu verbessern, denn die Kindersterblichkeit ist dort hoch. Darüber hinaus fördern wir den Ausbau der Bildungsangebote in ländlichen Regionen, in denen es bisher nur wenige Schulen gibt. Wir helfen in Armut lebenden Familien, ihr Einkommen dauerhaft zu steigern und engagieren uns für den Kinderschutz.

Mit Ihrer Hilfe können wir Kindern in Kamerun die Chance auf ein besseres Leben geben. Eine Patenschaft fördert Projekte direkt vor Ort und sorgt für die Umsetzung von lebensverbessernden Maßnahmen.

Liliane - ein Patenkind aus Kamerun erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Kamerun helfen!

Hinweis für Patinnen und Paten aus dem Programmgebiet Maroua:
Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage durch Übergriffe der Terrorgruppe Boko Haram können derzeit nur von wenigen Kindern  Fortschrittsberichte und Briefe erstellt und verschickt werden. Wir bitten hier um Ihre Geduld. Falls wir Informationen über einzelne Patenkinder erhalten, setzen wir uns mit den jeweiligen Paten in Verbindung. Die Programmarbeit läuft mit Einschränkungen weiter. So wurden und werden Programme in den Bereichen Einkommensschaffende Maßnahmen, Stärkung der Kinderrechte, Kindesschutz, Gesundheit und Hygiene durchgeführt.

Gesundheitliche Situation von Kindern und ihren Müttern verbessern

Die Kindersterblichkeitsrate in Kamerun ist hoch. Kinder erkranken besonders häufig an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Durchfall- oder Atemwegserkrankungen. Viele leiden unter Mangelernährung. Häufig wissen die Eltern nicht, wie sie die Gesundheit ihrer Kinder optimal fördern können. Auch für Schwangere und junge Mütter besteht ein erhöhtes gesundheitliches Risiko: Nicht alle Frauen haben die Möglichkeit, sich vor der Geburt untersuchen zu lassen.

Das Programm von Plan International setzt auf Gemeinde- und Bezirksebene an, um die gesundheitliche Situation der Familien zu verbessern: Das Kinderhilfswerk stärkt die Kompetenz der Gemeinden zu gesundheitlichen Themen, in dem Gesundheitshelfer, Gemeindeorganisationen und Mütter geschult werden. Ferner klären Plan International und seine Partner darüber auf, wie Krankheiten vorgebeugt und die Gesundheit der Familien gefördert werden können. Aufklärungskampagnen informieren, beispielsweise durch Radioprojekte, über Impfungen oder sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids - und wie sich die Familien davor schützen können.

Einkommensmöglichkeiten der Familien verbessern

Nach wie vor lebt etwa ein Drittel aller Kameruner in Armut. Vor allem auf dem Land sind die Einkommensmöglichkeiten beschränkt. Alleinerziehende Frauen sind wirtschaftlich häufig besonders schlecht gestellt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, doch die Erträge sind gering. Immer wieder kommt es daher zu Nahrungsmittelknappheit. Der Zugang zu finanziellen Dienstleistungen, wie Banken, ist vor allem in den ländlichen Regionen unzureichend und für Arme stark erschwert.

Zusammen mit seinen Partnern führt das Kinderhilfswerk sein erfolgreiches Konzept fort, Spar- und Kreditgruppen zu gründen, über welche die Mitglieder Kleinkredite aufnehmen und finanzielle Rücklagen bilden können. Davon profitieren besonders Frauen und Jugendliche. Das Projekt wird in weiteren Regionen und sogar über die Landesgrenzen hinaus umgesetzt und schafft wichtige Voraussetzungen, um die Familien wirtschaftlich zu stärken.

Gleiche Bildungschancen für alle Kinder

Kinder ärmerer Familien, gerade in abgelegenen Gebieten, haben kaum die Möglichkeit, eine Vorschule zu besuchen. Auch die Einschulungsrate für die Grundschule ist in den ländlichen Regionen deutlich niedriger. Insgesamt ist die Unterrichtsqualität an den Schulen sehr gering. Viele Kinder müssen deswegen eine oder mehrere Klassenstufen wiederholen, andere brechen den Schulbesuch ganz ab. Die Folge ist, dass viele Jugendliche, vor allem Mädchen, Analphabeten bleiben, obwohl sie zur Schule gegangen sind.

In Zusammenarbeit mit seinen Partnern engagiert sich das Kinderhilfswerk dafür, den Zugang zu Einrichtungen frühkindlicher Förderung in benachteiligten Gebieten zu erweitern. Plan International greift dabei auf seine positiven Erfahrungen zurück, die im Rahmen von Pilotprojekten in anderen Landesteilen gemacht wurden. Kindergärten und Vorschulen werden unterstützt, indem neue Gebäude gebaut und alte renoviert, die Wasserversorgung verbessert oder sanitäre Anlagen eingerichtet werden. Das Kinderhilfswerk stellt Spielmaterial sowie kindgerechtes Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung und qualifiziert pädagogisches Personal.

Kamerun im Überblick

Kamerun liegt an der Westküste Zentralafrikas. Das Land erstreckt sich über verschiedene geografische und klimatische Zonen: das Küstentiefland mit feuchtem, äquatorialem Klima im Süden, Regenwald und Savanne im zentralen Hochland sowie im Norden Gebirge und das trockene Tschadbecken, das bis zur Sahara reicht. Aufgrund seiner landschaftlichen und klimatischen Diversität wird Kamerun auch als „Afrika in Miniatur“ bezeichnet.

Einwohner 22,3 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 56 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 95 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.270 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 76 %, Männer 85 %
Landesfläche 475.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Yaoundé
Landessprachen Englisch, Französisch
Religion Christentum (50%), Islam (20%), lokale Glaubensrichtungen
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte des Landes

Portugiesische Seeleute landeten als erste Europäer im Jahr 1472 an der Westküste Zentralafrikas. Von ihnen stammt der Name „Kamerun“ wegen der vielen Krabben (Portugiesisch „Camarões“), die die Seeleute in einem der Flüsse des Landes vorfanden. Im 19. Jahrhundert kamen Briten, Deutsche und Franzosen als Händler und Missionare in die Region. 1884 wurde das Land deutsche Kolonie und nach dem Ersten Weltkrieg französisches und englisches Protektorat. 1960 wurde Kamerun unter Ahmadou Ahidjo unabhängig, der einen Einparteienstaat errichtete. Die erste Mehrparteien-Parlamentswahl wurde 1992 durchgeführt.

Die heutige Situation in Kamerun

In Kamerun leben 230 verschiedene Völker mit ebenso vielen Sprachen und drei Schriftformen. Seit 1982 ist Paul Biya Präsident des Landes. Innenpolitische Spannungen basieren vor allem auf den Unterschieden zwischen den ehemaligen englischen und französischen Landesteilen sowie auf dem wirtschaftlichen Nord-Süd-Gefälle. Kamerun gilt politisch als vergleichsweise stabil. In der medizinischen Versorgung bestehen große Unterschiede zwischen Stadt und Land. Die Rate der Kindersterblichkeit ist hoch.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

Weitere Unterstützer

... und Paten für Kamerun

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