Informationen rund um den Weltmädchentag

Verstärke deine Stimme mit Fakten

Die Klimakrise betrifft Millionen von Mädchen und jungen Frauen in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren zerstören Gesundheits- und Bildungsangebote und führen dazu, dass junge Frauen zunehmend Risiken wie Frühverheiratung, ungewollter Schwangerschaft und Gewalt ausgesetzt sind. Doch Mädchen sind keine passiven Opfer. Sie wollen aktiv in Maßnahmen wie Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung einbezogen werden.

Auf dieser Seite findest du wichtige Informationen zum Thema Frühverheiratung, den Weltmädchenbericht und weitere Themen, die uns am Herzen liegen. Denn nur wenn wir gut informiert sind, können wir gezielt handeln und etwas bewegen. 

Ja, ich unterstütze Mädchen weltweit!

Jedes Mädchen zählt

Doch nicht überall zählen sie gleich

Bildung

Icon eines Doktorhuts. Es steht für unseren Wirkungsbereich Bildung.

133 Millionen Mädchen haben keinen Zugang zu Bildung.

 


Sexuelle Gesundheit und Rechte

Icon eines Kindes, dass die rechte Hand nach vorne streckt. Es soll eine Stopp-Geste darstellen.

230 Millionen Mädchen und Frauen sind an ihren Genitalien beschnitten.

 

Schutz vor Gewalt

Icon eines Mädchens, die ein Kleid einen Schleier sowie einen Blumenstrauß in der Hand trägt. Es steht für Kinderheirat.


Fast jedes 5. Mädchen wird vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. 

Das entspricht ca. 640 – 650 Millionen Mädchen und Frauen weltweit.

 

Politische Teilhabe

Icon einer Geburtsurkunde.

Fast jedes 4. Mädchen unter 5 Jahren hat keine Geburtsurkunde.

 


Gesundes Aufwachsen

Icon einer Schüssel, die dampft. Es steht für eine Mahlzeit.

Über 21 Millionen Mädchen unter 5 Jahren sind akut mangelernährt.

 

Weltweit werden jedes Jahr rund 12 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Das sind durchschnittlich 22 Mädchen pro Minute. Für sie endet die Kindheit abrupt: Viele müssen die Schule abbrechen. Frühe Schwangerschaften und lebenslange Abhängigkeit sind häufige Folgen. Besonders in Krisenregionen verschärfen Armut, Gewalt und fehlende Bildung den Teufelskreis der Frühverheiratung.

Wir von Plan International setzen uns dafür ein, diesen Kreislauf zu durchbrechen – mit Bildungsprogrammen, Aufklärung vor Ort und gezielter Unterstützung betroffener Mädchen. Auch Du kannst helfen: Mit einer Spende für den Mädchen-Fonds, einer Patenschaft oder durch die Teilnahme am Weltmädchentag am 11. Oktober.

Gemeinsam können wir Mädchen stärken – für eine selbstbestimmte Zukunft ohne Frühverheiratung.

Bildung lässt Träume wahr werden

Ärztin statt Frühheirat

Shannon, ein 12-jähriges Mädchen aus Simbabwe, berichtet im Video davon, wie Plan International ihr und anderen Mädchen in ihrer Gemeinde hilft, ihre Träume zu verfolgen.

Zwei lachende Schüler*innen sitzen an einem Tisch in einem Klassenzimmer und arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe auf grünem Papier. Im Hintergrund sind weitere Kinder und eine Lehrkraft zu sehen.

Bildung bedeutet Leben

Shannon ist 12 Jahre alt und lebt in Simbabwe. Dürre und Armut bestimmen hier den Alltag vieler Familien. Oft können die Schulgebühren nicht bezahlt werden und die Kinder verpassen ihren Unterricht. Auch Shannon kennt das:

„Ich gehe mit leerem Magen zur Schule und werde manchmal wieder nach Hause geschickt.“

Ungeachtet aller Hürden liebt Shannon das Lernen. Ihre liebsten Fächer sind Sozialkunde, Englisch und Shangaan – ihre Muttersprache. In ihrer Freizeit liest und schreibt sie gerne. Zusätzlich hilft sie zuhause beim Putzen, Kochen und Wasserholen 

Lernen für einen Traum 

Shannon träumt davon Chirurgin zu werden, um ihre Eltern zu unterstützen und ihrer Gemeinde zu sauberem Wasser verhelfen. Und sie möchte andere Mädchen darin bestärken, ihre Schulbildung nicht aufzugeben:

„Sie dürfen ihre Chance nicht verpassen. Durch Bildung kann man alles erreichen, was man möchte. Bildung ist Leben.“

Ein sicherer Ort für Mädchen

Damit Mädchen wie Shannon sicher und regelmäßig die Schule besuchen können, unterstützt das Plan-International-Projekt den Bau eines Mädchenwohnheims an einer weiterführenden Schule. Es bietet Schülerinnen Schutz vor Gewalt, früher Heirat und Schwangerschaft, während sie ihre Bildung fortsetzen können.

Starke Stimmen für eine selbstbestimmte Zukunft

Drei Erfolgsgeschichten aus Bangladesch

Mädchen bewegen gesellschaftlichen Wandel

Überschwemmungen, Wirbelstürme oder Dürren gehören in vielen Regionen zum Alltag. Durch den Klimawandel werden solche extremen Wetterereignisse häufiger und heftiger. Für Mädchen kann das weitreichende Folgen haben: Schulen sind zeitweise nicht erreichbar, Familien geraten finanziell unter Druck und das Risiko von Frühverheiratung steigt.

Doch Geschichten wie die von Marzia, Tasnim und Riya zeigen, was möglich ist, wenn Mädchen gestärkt werden und ihre Rechte kennen.

Marzia und ihre Familie wurden umgesiedelt, nachdem 2007 ein Zyklon ihre Gemeinde traf. Marzias Familie konnte es sich nicht mehr leisten, ihre Tochter zur Schule zu schicken. Heute besucht sie ein Lernangebot im Plan-Projekt „Girls Get Equal 2.0“. Dort kann sie trotz finanzieller Hürden weiterlernen und an ihrem Traum festhalten, Schneiderin zu werden und ein eigenes Geschäft zu eröffnen.

Tasnim wurde mit 14 Jahren verheiratet und ist inzwischen geschieden. Ihre Schulbildung konnte sie damals nicht fortsetzen. Heute nimmt sie an einem Projekt von Plan International zu Klimaanpassung, sicherer Wassernutzung und Gesundheit teil. Sie gibt ihre Erfahrungen an andere weiter, damit Mädchen ihre Rechte kennen und hofft, eines Tages wieder zu Schule gehen zu können.

Riya und ihre Gemeinde sind besonders in der Dürrezeit schlechter Wasserversorgung ausgesetzt. Das belastet vor allem Mädchen während ihrer Periode. Obwohl Riya lange sehr schüchtern war, fand sie in einem Plan-Projekt den Mut, selbst eine leitende Rolle zu übernehmen. Inzwischen hält sie Gesprächsrunden zu Menstruation, Pubertät und Gesundheit. Sie gibt ihr Wissen weiter und möchte, dass auch andere Mädchen selbstbewusst ihren Weg gehen.

Vorbilder für Veränderung

Ihre Geschichten zeigen, wie Mädchen zu Vorbildern werden, wenn sie lernen, sich einbringen und ihre Zukunft mitgestalten können.

„Ich kann keine reguläre Schule besuchen, da meine Familie nicht über die finanziellen Mittel verfügt. Deshalb gehe ich nun ins Lernzentrum, wo junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen können.“ 

– Marzia, 13 Jahre, Bangladesch

Tasnim aus Bangladesch steht in einem schwarzen Kleid mit rotem Kopftuch und schaut auf einen Fluss. Sie zeigt nur ihre Rückseite und hält mit ihren Händen ihren voluminösen Rock fest.

„Ich wurde früh verheiratet und dann wieder geschieden. Dadurch konnte ich nicht zur Schule gehen. Ich möchte nicht, dass andere Mädchen das gleiche durchmachen."

– Tasnim, 17 Jahre, Bangladesch

„Unsere Schule hat uns nie über die Menstruation aufgeklärt. Jetzt, da ich Bescheid weiß, möchte ich mein Wissen mit anderen teilen.“

– Riya, 16 Jahre, Bangladesch

Der Weltmädchenbericht 2026

Der diesjährige Weltmädchenbericht trägt den Titel „Change her Forecast – Wie die Klimakrise sexuelle Gewalt, Kinderehen und ungewollte Schwangerschaften verstärkt – und die Zukunftschancen von Mädchen einschränkt“. Für den Bericht wurden 5.000 Mädchen in Bangladesch, Kenia, Peru, Senegal und Simbabwe befragt und zudem internationale Gesundheitsbefragungen analysiert. Der Report richtet den Fokus auf eine der dringendsten Herausforderungen unserer Zeit: Die Klimakrise und die Auswirkungen klimabedingter Gefahren auf die Gesundheit, die Entwicklung und die Resilienz von Mädchen und jungen Frauen.

Change her Forecast (2026): Wie die Klimakrise sexuelle Gewalt, Kinderehen und ungewollte Schwangerschaften verstärkt – und die Zukunftschancen von Mädchen einschränkt

Download | Zusammenfassung 2026 (Deutsch)

Download | vollständiger Bericht 2026 (Englisch) 

“In der Schule lernen Mädchen etwas über ihre Rechte und wie sie sich vor Frühverheiratung schützen können. Wenn Mädchen nicht zur Schule gehen können, entgehen ihnen wichtige Informationen zum Selbstschutz.",

 

Faith, 17 Jahre, Kenia