Mädchen vor Kinderheirat schützen – Phase II
In den Regionen Zhombe und Silobela in Simbabwe wachsen viele Mädchen unter schwierigen Bedingungen auf – geprägt von Armut, Gewalt und fehlenden Bildungschancen. Gemeinsam mit Schulen, Eltern und lokalen Gemeinschaften schützen wir Mädchen vor Frühehen, stärken sie durch Aufklärung und ermöglichen ihnen den Schulabschluss. Mit Spargruppen, Wissen und neuen Möglichkeiten für Familien schaffen wir nachhaltige Perspektiven und mehr Selbstbestimmung für junge Frauen.
Projektlaufzeit September 2026 - August 2029
Ziele- Mädchen und junge Frauen sind geschützt vor Kinderehen, geschlechtsspezifischer Gewalt und schädlichen sozialen Normen
- Mädchen und junge Frauen können ihre schulische Bildung abschließen, durch bessere Schulen und finanzielle Sicherheit
- 1.440 Jugendliche lernen ihre sexuellen und reproduktiven Rechte und reflektieren über Geschlechterrollen und schädliche soziale Normen
- 120 Eltern werden zu positiver Elternschaft geschult
- Durchführung von zwölf Sensibilisierungskampagnen
- Schulung von Sozialarbeiter:innen in gender- und alterssensiblem Fallmanagement
- Gründung von einkommenssichernden Spargruppen für 560 Personen
- Bau von zwei jugendfreundlichen Bereichen samt Ausstattung
Was uns in Simbabwe erwartet
In Simbabwe sind viele Mädchen gezwungen, viel zu früh zu heiraten – oft schon vor ihrem 18. Geburtstag. Besonders in ländlichen Gebieten wie der Midlands-Region verlieren diese jungen Frauen durch frühe Ehen ihre Chance auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben. Viele Familien kämpfen mit Armut, fehlender Aufklärung und Gewalt im Alltag, wodurch Mädchen besonders gefährdet sind. Unterstützung ist entscheidend, um ihnen einen Weg in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Was wir erreichen wollen
Unser Ziel ist es, Mädchen und junge Frauen vor Frühehen und geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Schulausbildung abzuschließen. Wir stärken ihre Rechte, ihr Selbstbewusstsein und ihre Perspektiven auf ein eigenständiges Leben. Gleichzeitig helfen wir den Familien, finanziell unabhängiger zu werden, damit die Ehe ihrer Töchter keine wirtschaftliche Notwendigkeit mehr ist.
Projektaktivitäten September 2026 - August 2029
- Wir arbeiten mit 600 Eltern und Erziehungsberechtigten, um über die Themen Kinderehen, Kinderschutz und positive Erziehungsmethoden zu informieren.
- In Dialogrunden sprechen wir mit Vätern und Jungen über Gleichberechtigung und verantwortungsvolle Partnerschaft.
- Sensibilisierungskampagnen informieren Gemeinden über Kinderrechte und staatliche Unterstützungsmöglichkeiten.
- Jugendfreundliche Bereiche in zwei Arztpraxen werden gestaltet, damit Mädchen und junge Frauen Schutz und Hilfe erhalten.
- 1.400 Jugendliche, die nicht mehr zur Schule gehen, lernen in monatlichen Treffen ihre Rechte kennen und werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.
- Wir unterstützen besonders belastete Mädchen mit Safe-Space-Gruppen, die von geschulten Mentor:innen begleitet werden.
- Für Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, übernehmen wir Transportkosten in die einzige sichere Schutzunterkunft der Region und bieten mobile Beratung in den Gemeinden an.
- 250 Mädchen, die Gefahr laufen, die Schule zu verlassen, werden finanziell unterstützt, indem Schulgeld und Schuluniformen gezahlt werden.
- Wir stärken Lehrer:innen in der Erkennung von Gewaltfällen und fördern Frühwarnsysteme an den Schulen.
- Projekte wie Schulgärten helfen Schülerinnen und Schülern, durch eigene kleine Unternehmen Einkommen zu generieren.
- In Spargruppen lernen Eltern aus finanzieller Notlage herauszukommen, um von ihren Ersparnissen profitieren zu können.
- Etwa 560 Menschen entwickeln mit Unterstützung Geschäftsideen und erhalten Startkapital, um Mikrounternehmen aufzubauen.
- Gruppen werden ermutigt, nachhaltige Projekte wie ökologische Landwirtschaft umzusetzen.
Nachhaltigkeit
Das Projekt baut auf Erfahrungen eines früheren Projekts auf, bei dem nachhaltige Veränderungen bereits erreicht wurden. Ein Schlüssel dazu war die gleichzeitige Arbeit an schädlichen Traditionen wie Frühehen und der Förderung von Möglichkeiten, selbst eigenes Geld zu verdienen. Die Spargruppen sollen auch nach Projektende eigenständig bestehen. Durch die Begleitung über drei Sparzyklen bekommen die Teilnehmenden Sicherheit im Umgang mit ihren Finanzen und werden unabhängiger.
Dabei spielt auch der Umweltschutz eine Rolle: Startkapital wird bevorzugt an nachhaltige Geschäftsideen vergeben. Um sicherzustellen, dass die Projektziele langfristig wirken, arbeiten wir eng mit staatlichen Einrichtungen zusammen. Schulen und Gesundheitsstationen werden so gestärkt, dass die Arbeit eigenständig weitergeführt werden kann. Beispielsweise hilft die enge Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium dabei, politische Unterstützung und nachhaltige Strukturen aufzubauen.
Projektbeschreibung und Updates
Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt sowie regelmäßige Updates zum aktuellen Stand vor Ort.
Beispielhafte Projektausgaben
81 EUR
werden gebraucht, um drei Mädchen mit einer Schuluniform auszustatten
141 EUR
kostet die Schulgebühr für ein Mädchen pro Schuljahr
260 EUR
brauchen wir für die Unterstützung und den rechtlichen Beistand für 20 von Gewalt betroffener Mädchen
Meinungen unserer Pat:innen und Spender:innen
Nachhaltige Hilfe, die ankommt
Mo. - Fr. erreichbar. Bitte schreiben Sie uns eine Email oder rufen Sie uns an.
