Eine größere Gruppe von Frauen und Männern in bunten, traditionellen Kleidungsstücken steht draußen, einige lächeln.

Weibliche Genitalverstümmelung verhindern in Burkina Faso

Weibliche Genitalverstümmelung ist in Burkina Faso noch verbreitet, gerade in ländlichen Gebieten. Die Praxis kann schwerwiegende gesundheitliche und psychosoziale Folgen haben. Dazu zählen Infektionen, chronische Schmerzen, Traumata sowie erhebliche Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt. In 302 Projektdörfern in der Region Nakambé möchten wir dabei unterstützen weibliche Genitalverstümmelung zu beenden und die Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder verbessern.

Projektlaufzeit September 2026 - August 2029

Ziele
  1. Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) schneller beenden
  2. Betroffene Mädchen und Frauen medizinisch, psychologisch und rechtlich unterstützen
  3. Die Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder unter fünf Jahren verbessern
Maßnahmen
  1. Jugendliche, Familien und Gemeinden informieren, um schädliche soziale Normen zu hinterfragen und FGM/C abzuschaffen
  2. Gesundheitspersonal schulen, Gesundheitsdienste ausstatten und mehr Unterstützung für von FGM/C betroffene Mädchen und Frauen anbieten
  3. Frauen und Mädchen bei Einkommensmöglichkeiten unterstützen
  4. Männer einbinden, um positive Rollenbilder zu stärken

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Was uns in Burkina Faso erwartet

In Burkina Faso sind leider immer noch viele Mädchen und Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) betroffen. Besonders in ländlichen Regionen werden diese Praktiken durch tief verwurzelte Traditionen und soziale Normen weitergeführt. Diese Eingriffe können jedoch schwerwiegende körperliche und seelische Folgen haben: von Infektionen und chronischen Schmerzen bis hin zu Traumata und erhöhten Risiken während Schwangerschaft und Geburt. Gleichzeitig gibt es dringende Lücken in der medizinischen Versorgung, insbesondere für Mütter und Kinder. 

Was wir erreichen wollen

Wir möchten die gefährliche Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung in Burkina Faso beenden und den betroffenen Mädchen und Frauen umfassende Unterstützung anbieten. Gleichzeitig soll die medizinische Versorgung für Mütter und Kinder deutlich verbessert werden, insbesondere in abgelegenen Regionen. Unser Ziel ist es, durch Zusammenarbeit in den Gemeinden und gezielte Bildungsmaßnahmen nachhaltige Veränderungen zu schaffen, die die Gesundheit und Rechte aller stärken. 

Projektaktivitäten September 2026 - August 2029

  • In Jugendclubs tauschen sich junge Menschen über ihre Rechte und Gesundheit aus und bereiten sich darauf vor, mit Erwachsenen über diese Themen zu sprechen. 
  • Gemeindebegleiter:innen besuchen Familien, um über FGM/C und ihre Folgen aufzuklären. 
  • In jährlichen Dorfgesprächen bringen wir Jugendliche und Erwachsene zusammen, um offen über die gesundheitlichen und seelischen Folgen von FGM/C zu sprechen. 
  • Mit Theateraufführungen und Radiosendungen erreichen wir die Gemeinschaft und regen öffentliche Diskussionen an.
Eine Gruppe von jungen Männern und Frauen in traditioneller Kleidung und weißen T-Shirts von Plan International steht vor einem Gebäude. Eine Person spricht in ein Mikrofon, während weitere Personen und Kinder im Hintergrund zuschauen.
Im Projekt fördern wir den Austausch zwischen jungen und älteren Menschen und ermutigen sie über weibliche Genitalverstümmelung zu sprechen und Praktiken zu hinterfragen.
 Die Rückansicht eines Mädchens in einem weißen T-Shirt, das auf einem Hof mit Bäumen steht.
Viele von weiblicher genitalverstümmelung betroffene Mädchen und Frauen leiden unter gesundheitlichen und psychosozialen Folgen.
  • Mobile Kliniken bieten medizinische Untersuchungen, Behandlungen und psychologische Unterstützung für von FGM/C betroffene Frauen und Mädchen in abgelegenen Regionen. 
  • Bei Bedarf werden komplexere medizinische Fälle an spezialisierte Einrichtungen weitergeleitet. 
  • Kampagnen ermöglichen Frauen und Mädchen den Zugang zu rekonstruktiven Operationen, um die gesundheitlichen Folgen von FGM/C zu mildern.
  • 200 Frauen und Mädchen werden bei der Entwicklung eigener Einkommensmöglichkeiten unterstützt, z. B. durch Spargruppen und Schulungen. 
  • Geschulte Frauen geben ihr Wissen zu Gesundheits- und Gleichberechtigungsthemen aktiv in ihren Gemeinden weiter. 
  • 75 Männer werden zu "Dad Champions" ausgebildet, um andere Männer über Themen wie Vaterschaft und frühe Kindheitsbetreuung zu sensibilisieren.
  • Gesundheitspersonal, soziale Fachkräfte und lokale Behörden werden geschult, um langfristig Frauen und Kinder zu unterstützen. 
  • Lokale Gruppen und Helfer:innen fördern das Bewusstsein für die Folgen von FGM/C und helfen Familien beim Zugang zur Gesundheitsversorgung. 
  • Schutz und Unterstützung für Frauen und Kinder sollen dauerhaft in staatliche Programme integriert werden, damit die positiven Veränderungen langfristig bestehen bleiben.
 Eine Person trägt ein Baby in einem weißen Tragetuch mit dem Logo von Plan International und dem Schriftzug „Stop à la Pratique de l’Excision“.
Mit dem Projekt möchten wir Müttern und ihren Kindern Gesundheitsdienstleistungen anbieten.

Projektbeschreibung und Updates

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt sowie regelmäßige Updates zum aktuellen Stand vor Ort.

Exemplarische Projektkosten

92 EUR
kostet es, eine:n Gemeindehelfer:in in einer zweitätigen Schulung auszubilden

152 EUR
werden benötigt, um eine von FGM/C betroffene Frau ein Jahr lang mit psychosozialer Beratung individuell zu betreuen

229 EUR
kostet es, eine Theateraufführung, durch die Gemeinden für FGM/C sensibilisiert werden, zu organisieren und durchzuführen

 


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Für uns als Kinderhilfsorganisation Plan International ist Transparenz besonders wichtig: Pat:innen, Förder:innen, Spender:innen sollen erfahren, was mit ihrer Spende geschieht. Um dies zu garantieren, hält sich Plan International an verbindliche Regularien.

Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2025 wie folgt: 83,37% verwenden wir für Projektausgaben. 11,56% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 5,07% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

Geprüfte Transparenz

Wir sind ausgezeichnet

Bei der Prüfung der Kundenzufriedenheit von TÜV NORD erhält Plan International eine Weiterempfehlungsquote von 96%.

Zudem ist Plan International mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.

Links ist ein rundes TÜV NORD CERT-Siegel mit der Aufschrift „Geprüfte Kundenzufriedenheit“ zu sehen. Rechts befindet sich das eKomi-Kundenauszeichnungssiegel mit einem grünen Daumen und fünf goldenen Sternen. Darunter steht „Exzellent“ und die Information: „aus 166 Bewertungen (letzte 12 Monate), Gesamt: 3551; 18.05.2026“.
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