Kindern in Bolivien ermöglichen wir den Zugang zu schulischer Bildung.
Kindern in Bolivien ermöglichen wir den Zugang zu schulischer Bildung. © Plan

Patenschaft für Kinder in Bolivien

Obgleich Bolivien heute eine gewisse wirtschaftliche Stabilität erreicht hat, zählt es zu den ärmsten Ländern Südamerikas. Von den rund zehn Millionen Einwohnern Boliviens gehören weit mehr als die Hälfte indigenen Volksgruppen an. Wir von Plan International setzen uns in Bolivien unter anderem dafür ein, dass Kinder indigener Völker ihre Rechte wahrnehmen können.

Unser Engagement in Bolivien

Die Länderstrategie von Plan International bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit. Sie wird für einen Zeitraum von mehreren Jahren erstellt und setzt verschiedene Ressourcen ein, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von bedürftigen Kindern und ihren Familien zu verbessern.

  • Programmarbeit seit 1969
  • 2015 mehr als 42.000 Patenkinder
  • Arbeitsschwerpunkte: Bildung, Gesundheit, Hygiene, Kinderschutz, Teilhabe von Kindern, wirtschaftliche Sicherheit, Katastrophenvorsorge

Ja, ich möchte in Bolivien helfen!

Wie hilft eine Kinderpatenschaft in Bolivien?

Plan International arbeitet seit 1969 in Bolivien in größtenteils ländlichen und einigen halbstädtischen Programmgebieten. Im Jahr 2015 erreichte Plan International mit seiner Arbeit das Umfeld über 42.000 Patenkinder und ihrer Familien.

In Bolivien unterstützen wir von Plan International Kinder, Jugendliche, Frauen und indigene Völker dabei, für ihre Rechte einzutreten. Indem wir diesen traditionell sozial benachteiligten Gruppen helfen, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, tragen wir zu einer demokratischen Zusammenarbeit in den Gemeinden bei. Weitere Schwerpunkte unseres Kinderhilfswerks sind die Förderung grundlegender Gesundheitsdienste für Kinder und Mütter sowie die Verbesserung von Bildungsangeboten. Wir fördern Projekte, die jungen Menschen ein dauerhaftes Einkommen ermöglichen sollen und sind im Katastrophenschutz aktiv.

Erfahren Sie nachfolgend, wie wir als Kinderhilfswerk in Bolivien tätig sind und wie Ihre Patenschaft vor Ort wirkt. Lesen Sie mehr über unsere Programme im Land und gewinnen Sie einen Eindruck von unserer Arbeit.

Patricia - ein Patenkind aus Bolivien erzählt

Ja, ich möchte Kindern in Bolivien helfen!

Kleinkinder fördern; Müttergesundheit verbessern

In Bolivien sind besonders Kleinkinder durch Krankheiten und gesundheitsschädliche Lebensumstände gefährdet. Schlechte hygienische Bedingungen, fehlende sanitäre Anlagen, der Mangel an sauberem Trinkwasser und die schlechte gesundheitliche Versorgung gefährden das Leben der Kinder vor allem in ländlichen Gegenden. Auch für werdende Mütter bedeuten diese Lebensumstände eine erhöhte Gefahr, die zu Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt führen können.

Mit seinem Programm trägt Plan International Bolivien dazu bei, dass Kinder unter fünf Jahren vor vermeidbaren Krankheiten geschützt und in einer sicheren, gesunden und förderlichen familiären Umgebung aufwachsen können. Damit werdende Mütter einen verbesserten Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten, arbeitet das Kinderhilfswerk gemeinsam mit lokalen Behörden und Gesundheitsdiensten zusammen.

Für das Leben lernen

Eine qualifizierte Schulbildung, die effektiv an die Lernbedürfnisse der Sechs- bis 14-Jährigen angepasst ist, gibt es in Bolivien kaum. Kinderarbeit ist jedoch weit verbreitet. Vor allem Kinder aus indigenen Volksgruppen oder afrikanischer Abstammung werden diskriminiert. Viele Mädchen und Jungen sind zudem Gewalt in der Schule und im häuslichen Umfeld ausgesetzt, erfahren körperliche und seelische Bestrafung durch Eltern oder Lehrpersonal sowie Mobbing unter Gleichaltrigen.

Unser umfassendes Programm bestärkt Kinder und Jugendliche darin, ihr Recht auf eine qualifizierte Schulbildung wahrzunehmen sowie gesund, gewaltfrei und ohne Diskriminierung aufzuwachen. Auch unterstützt Plan International die Kinder und Jugendlichen darin, dass sie bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen, gehört werden. Deshalb arbeitet Plan Bolivien eng mit allen Verantwortlichen zusammen, die für den Schutz der Kinder und die Umsetzung ihrer Rechte maßgeblich sind: Behörden, zivilgesellschaftliche Organisationen, Eltern, Lehrkräfte und Gemeinden.

Die Rechte von Kindern stärken

Die Rechte von Kindern, Jugendlichen, Frauen und der indigenen Bevölkerung werden in Bolivien nicht ausreichend beachtet. Dies ist nicht nur historisch bedingt, sondern auch strukturell in der Gesellschaft verankert. Die unzureichende Gesetzgebung und die fehlende Möglichkeit für einen Großteil der Bevölkerung, ihre rechtlichen Ansprüche durchzusetzen, zementieren die ungleiche Verteilung von Lebenschancen.

Unser Programm hat zum Ziel, sowohl die staatlichen als auch die gesellschaftlichen Institutionen dahingehend zu stärken, dass sie eine kinder- und jugendfreundliche Politik umsetzen und sich ihrer Verantwortung für den Schutz der Rechte von benachteiligten Bevölkerungsgruppen bewusst werden.

Kinder auf eine Katastrophe vorbereiten

Weiterführend setzt sich Plan International in Bolivien für den Katastrophenschutz ein. Bolivien ist vom Klimawandel besonders schwer betroffen. Während im Hochland die Trockenzeiten immer länger andauern, kommt es im Tiefland zunehmend zu heftigen Regenfällen, die schwere Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen. Mit unserer Katastrophenvorsorge tragen wir dazu bei, dass Kinder, Familien und Gemeinden auf den Ernstfall vorbereitet sind.

Bolivien im Überblick

Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika, der von den Anden durchzogen wird. Im Westen des Landes ragen die Gipfel über 6.000 Meter hoch. In der Mitte erstreckt sich eine Steppenlandschaft in der Hochebene des Altiplano bei trocken-kühlem Klima. Hier liegt der Titicacasee. Im Osten dominieren tropische Ebenen und Regenwälder des Amazonas, während der äußerste Südosten zur trockenen Savannenlandschaft des Gran-Chaco gehört. Höhenunterschiede bringen große klimatische Veränderungen innerhalb weniger Kilometer mit sich.

Einwohner 10,7 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 69 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 39 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 2.550 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 99 %
Landesfläche 1.098.581 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Sucre, Regierungssitz: La Paz
Landessprachen Spanisch, Quechua, Aymara und andere indigene Sprachen
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Die Geschichte von Bolivien

Im 15. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Bolivien Teil des Inka-Reiches, welches sich von Ecuador über Peru bis nach Chile und Argentinien erstreckte. Im 16. Jahrhundert eroberten jedoch die Spanier das Gebiet und beuteten die Silber- und Kupfervorkommen des Landes aus. 1825 wurde Bolivien von Spanien unabhängig. Im Salpeterkrieg (1879-1884) mit Chile und Peru, in dem es vor allem um Rohstoffe ging, unterlag Bolivien und verlor seinen Zugang zum Pazifik. Im 20. Jahrhundert prägten die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, der Chaco-Krieg gegen Paraguay (1932-1935) sowie die zahlreichen durch Putsch und Revolution herbeigeführten Regierungswechsel das Land. Erst 1985 fanden erstmals demokratische Wahlen statt.

Die heutige Situation im Land

Die Massenproteste gegen die Privatisierung der Erdgas- und Erdölindustrie zwangen Präsident Carlos Mesa 2005 seinen Rücktritt einzureichen. Seit 2006 ist Evo Morales Ayma Präsident. Er ist der erste Indio, der das Land regiert. In Bolivien gehört ein Großteil der Bevölkerung indigenen Volksgruppen an. Obwohl das Land mittlerweile eine gewisse wirtschaftliche Stabilität erreicht hat, ist die Volkswirtschaft immer noch unterentwickelt. Nach wie vor prägen soziale Probleme das Land.

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Prominente Unterstützer

Adele Neuhauser ist Plan-Unterstützerin.
Adele Neuhauser, Schauspielerin und Plan-Unterstützerin

„Plan spürt Missstände auf, wie zum Beispiel die Diskriminierung von Mädchen in einigen Entwicklungsländern. Doch Plan prangert nicht an, sondern hilft sensibel die schwierigen Lebenssituationen vieler Kinder zu verbessern.“

Weitere Unterstützer

... und Paten für Bolivien

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Um die Verwaltungskosten möglichst niedrig zu halten, gehört das Plan-Büro in Österreich zu Plan International Deutschland e.V.. Ihre Spende ist natürlich auch in Österreich steuerlich absetzbar!

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