Mädchen gemeinsam gegen sexuelle Gewalt

Das Projekt „Mädchen gemeinsam gegen sexuelle Gewalt“ in Togo gibt Mädchen die Möglichkeit, sich gesellschaftlich und politisch einzumischen. In Schulungen stärken sie ihre Fähigkeiten, um selbst aktiv zu werden und für ihre Rechte einzutreten. Gleichzeitig arbeiten wir mit lokalen Autoritäten und staatlichen Stellen zusammen, um die Strukturen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Ziele:
  1. Mädchen und junge Frauen gewinnen an Einfluss, um ungleiche Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern zu ändern
  2. Gemeinsames Engagement von jungen Menschen gegen sexuelle Gewalt in Togo
Maßnahmen:
  1. Stärkung der sozialen und politischen Fähigkeiten von Jugendlichen
  2. Förderung von 18 MädchenFußballclubs
  3. Dialogveranstaltungen in den Gemeinden
  4. Schulungen für traditionelle Autoritäten zu Gleichberechtigung und Kinderschutz

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Was uns in Togo erwartet

In Togo sind traditionelle Geschlechterrollen, insbesondere im ländlichen Raum, tief verankert. Sie führen zu ungleichen Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen und dazu, dass die Rechte von Mädchen und Frauen häufig missachtet werden. Viele Mädchen und junge Frauen sind häuslicher und sexueller Gewalt ausgesetzt, Mädchen mit Behinderungen sind besonders gefährdet. Auf der anderen Seite fehlen staatliche und gesellschaftliche Kinderschutzstrukturen. Eine Kultur der Verheimlichung und Verharmlosung von Missbrauchsfällen erschwert die Situation für betroffene Mädchen und auch die Verfolgung der Straftaten. Die Folgen reichen von Schulabbruch, frühen und ungewollten Schwangerschaften bis hin zu Frühverheiratung, Isolation und Abhängigkeit.

Gleichzeitig können Mädchen und junge Frauen ihr Recht auf Beteiligung oft nicht wahrnehmen. Dies gilt insbesondere für Kinder mit Behinderungen. Trotz eines existierenden nationalen Jugendrates, der Jugendlichen eine Stimme geben möchte, ist die reale Beteiligung insbesondere von Mädchen sehr gering. So werden ihre Bedürfnisse oft ignoriert und sie haben kaum Möglichkeiten, ihre Ansichten in gesellschaftliche oder politische Entscheidungen mit einzubringen.

Projektaktivitäten September 2018 - Juli 2022

In Schulungen lernen Mädchen und junge Frauen, wie sie ihre Meinungen in die Politik oder gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einbringen.
In Schulungen lernen Mädchen und junge Frauen, wie sie ihre Meinungen in die Politik
oder gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einbringen. © Plan International

Rund 1.000 Mädchen und Jungen aus lokalen Jugendclubs nehmen in diesem Projekt an Schulungen teil, in denen sie lernen, wie sie sich für ihre Rechte einsetzen können. DieSchulungen stärken ihre Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Konfliktmanagement und Sozialkompetenz und befähigen sie, sich in Politik und Gesellschaft einzumischen. Dabei geht es auch darum, die Gefahren zu benennen, denen Mädchen ausgesetzt sind und Schutz von staatlicher und gesellschaftlicher Seite einzufordern.

Um Geschlechterstereotypen entgegenzuwirken, fördert das Projekt 18 Mädchen-Fußballclubs. Rund 360 Mädchen lernen neben Fußballtechniken und -regeln auch Führungsfähigkeiten und stärken dabei ihr Selbstbewusstsein. Einige der Mädchen erwerben in speziellen Trainings journalistische Fähigkeiten für die Sportberichterstattung. Hierzu zählen vor allem das Schreiben von Artikeln sowie der Einsatz von Kameras und Mikrofonen. Für die Fußballtrainings und Wettkämpfe stellen wir das Sportequipment wie Bälle, Fußballschuhe, Pfeifen, Stoppuhren und Ausstattung für die Trainer:innen bereit.

Um Mädchen und junge Frauen in ihrem Engagement zu stärken, bedarf es der Unterstützung ihrer Familien und Gemeinden. Jugendvertreter:innen organisieren deshalb generationsübergreifende Dialoge, in denen sie die Rechte von Mädchen thematisieren. Hier diskutieren Eltern, Gemeindemitglieder und Jugendliche darüber, wie sie Mädchen unterstützen und ihre soziale und politische Teilhabe stärken können. Die Treffen finden halbjährlich in 50 Gemeinden statt. Darüber hinaus schulen wir 130 traditionelle und religiöse Autoritäten, damit auch sie sich für Mädchen und Frauen einsetzen.

Insbesondere lokale und nationale Behörden halten wir dazu an, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten und den institutionellen Rahmen zur Bekämpfung von sexueller Gewalt zu schaffen. 50 Angehörige des Justizwesens und 30 Abgeordnete nehmen dazu an Schulungen teil. Dort thematisieren sie Mechanismen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie ihre Möglichkeiten, den Kampf gegen sexuelle Gewalt zu unterstützen.

Die fehlende Strafverfolgung bei Fällen von Missbrauch, das Schweigen der Betroffenen und die fehlende Unterstützung der Opfer gehören zu den strukturellen Ursachen sexueller Gewalt in Togo. Wir arbeiten deshalb eng mit der Anwaltskammer in Togo zusammen, um den Zugang der Mädchen zur Justiz zu erleichtern. Darüber hinaus unterstützen wir die Zusammenarbeit von Frauenaktivistinnen und Mädchenorganisationen im Rahmen eines Mentoring-Programms. So lernen die Mädchen, wie sie sich gesellschaftlich und politisch engagieren können und gemeinsame Aktionen mit anderen Organisationen umsetzen.

Dieses Projekt ist Teil unseres Girls-Lead-Programms (dt.: Mädchen leiten), mit dem wir ein Kernziel unserer Programmarbeit, die politische Teilhabe von Mädchen und jungen Frauen, umsetzen. Durch das Girls-Lead-Programm stärken wir Organisationen und Netzwerke von Jugendlichen, insbesondere von Mädchen und jungen Frauen, und erweitern ihre politischen Beteiligungsmöglichkeiten.


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