Eine Frau und zwei Mädchen, ihre Töchter, stehen an einem Tisch vor einer Backsteinwand mit kleinen Fächern, in denen verschiedene Gegenstände abgestellt sind. Auf dem Tisch befinden sich bunte Gegenstände und Taschen. Sie schauen mit einem neutralen Gesichtsausdruck in die Kamera.

Schutz und Bildungschancen in El Salvador

In El Salvador erleben viele Kinder und Jugendliche Gewalt, Unsicherheit und Bildungsabbrüche infolge von Migration, Rückkehr und sozialen Krisen. Besonders Mädchen und junge Frauen sind gefährdet. Unser Projekt schafft sichere Räume, bietet psychosoziale Unterstützung und eröffnet Bildungs- und Berufsperspektiven für junge Menschen in instabilen Lebenssituationen. Gleichzeitig stärken wir Gemeinden, damit Schutz, Zusammenhalt und Zukunftschancen langfristig wachsen können.

Projektlaufzeit März 2026 - Februar 2029

Ziele
  1. Schutz von Kindern und Jugendlichen in Migrations- und Fluchtsituationen vor sexueller und geschlechtsspezifischer sowie anderen Formen von Gewalt und Förderung sicherer Umgebungen
  2. Schulbildung für Kinder und Jugendliche in instabilen Lebenssituationen und berufliche Entwicklung
  3. Stärkung des sozialen Zusammenhalts in Aufnahmegemeinden
Maßnahmen
  1. 225 Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt in Flucht- oder Migrationskontexten erhalten eine psychosoziale Betreuung
  2. 380 Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung bekommen Unterstützung
  3. 90 Verwaltungsangehörige werden zu Kinderschutz und Gewaltprävention sensibilisiert
  4. Der Schulbesuch von 200 Kindern und Jugendlichen wird gesichert
  5. 200 junge Erwachsene erhalten eine Ausbildung und beginnen eine berufliche Tätigkeit
  6. 75 von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen werden gestärkt
  7. 2.700 Menschen fördern sozialen Zusammenhalt sowie gewaltfreie Räume

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Was uns in El Salvador erwartet

El Salvador steht vor einer schwierigen humanitären Lage, da das Land immer wieder von Naturkatastrophen wie Stürmen, Überschwemmungen und Erdbeben heimgesucht wird. Hinzu kommen soziale Probleme wie Bandengewalt, Armut, mangelnde Bildungs- und Jobchancen sowie hohe Migration und Rückkehr von abgeschobenen Menschen, darunter auch viele unbegleitete Kinder. Besonders Jugendliche, die wegen Armut, Gewalt oder Naturkatastrophen die Schule abbrechen oder ausgeschlossen sind, haben schlechte Chancen auf eine Ausbildung und geraten dadurch eher in Migration. Die Aufnahmegemeinden sind selbst belastet und können oft nicht genug Hilfe für zurückgekehrte Kinder bieten. Schwache staatliche Strukturen erschweren zusätzlich den Zugang zu Grundrechten und Schutz.

Was wir erreichen wollen 

Mit unserem Projekt wollen wir dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche – besonders Mädchen, junge Frauen und unbegleitete Minderjährige – in 30 Gemeinden in El Salvador sicher und gewaltfrei aufwachsen und Zugang zu Bildung bekommen. Wir helfen sowohl Kindern, die von Gewalt, Naturkatastrophen oder Armut betroffen sind, als auch jenen, die im Zusammenhang mit Migration und Flucht ihre Schulbildung verloren haben. Unser Ziel ist es, sie wieder ins Schulsystem zu integrieren oder ihnen den Einstieg in eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Zudem wollen wir Schutzsysteme und Anlaufstellen stärken, damit Kinder und Jugendliche vor Gewalt besser geschützt sind. Schließlich fördern wir den sozialen Zusammenhalt, damit alle in einer unterstützenden und sicheren Gemeinschaft leben können.

Projektaktivitäten März 2026 - Februar 2029

  • Mitarbeitende werden geschult, um Kinder und Jugendliche mit Flucht- oder Migrationserfahrung bei Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung individuell zu unterstützen.
  • Für Frauen und Mädchen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, gibt es Gruppenangebote zur psychischen Stabilisierung und Hilfe.
  • Mobile Teams beraten und unterstützen Kinder, Jugendliche und ihre Familien direkt an Orten wie Grenzübergängen oder Aufnahmezentren, verteilen Informationsmaterial, Spielsachen und Hygieneprodukte.
  • Verwaltungsangestellte werden für den Schutz vor Gewalt und die Unterstützung von Betroffenen speziell sensibilisiert.
Mehrere Erwachsene und Kinder befinden sich in einem hellen, überdachten Raum. Frauen und jüngere Mädchen tragen Taschen und Beutel, teilweise mit Plan-Logo, manche von ihnen führen Kinder an den Händen.
Mittelamerikanische Staaten sind Durchgangsrouten für Migrant:innen; verschärfte Einreisebestimmungen der USA haben dazu geführt, dass viele Menschen auf dem Weg nach Norden nicht weiterkommen, sondern in ihre Heimat zurückkehren müssen.
Eine junge Frau hält ihre rechte Hand in die Kamera und verdeckt durch die Geste ihr Gesicht. Es kann als Abwehr- beziehungsweise Stopp-Geste interpretiert werden.
Mädchen und junge Frauen in Fluchtsituationen sind oft von sexueller Gewalt betroffen und somit besonders schutzbedürftig.
Hinter einer Ladentheke mit zahlreichen bunten Waren stehen zwei junge Frauen und lächeln in die Kamera.
Berufseinstieg im Verkauf: junge Menschen erlernen neue Tätigkeiten.
  • In einer Datenbank werden Kinder und Jugendliche erfasst, die vom Schulsystem ausgeschlossen sind oder bei denen ein Abbruchrisiko besteht; sie erhalten eine Betreuungsperson zur individuellen Unterstützung.
  • Gemeinsam mit Lehrer:innen und Eltern werden Hürden für den Schulbesuch ermittelt und ein Entwicklungsplan erstellt, der durch mindestens acht Betreuungstreffen begleitet wird.
  • Schüler:innen erhalten nötige Schulmaterialien sowie bei Bedarf finanzielle Unterstützung für Fahrtkosten und Pausenverpflegung.
  • Jugendliche ohne Schulabschluss bekommen Hilfe beim Einstieg in eine Berufsausbildung durch spezielle Kurse, die auf regionale Arbeitsmarktanforderungen abgestimmt sind und auch persönliche Entwicklung fördern.
Sechs junge Erwachsene sowie ein Mann sitzen in einem Kreis auf einer saftig grünen Wiese im Garten. Die meisten hören einer Frau aufmerksam zu, die in der Mitte sitzt und eine Mappe in den Händen hält.
Beratungen und psychosoziale Unterstützung helfen den Jugendlichen, mit dem Erlebten umzugehen und Perspektiven zu schaffen.
  • Junge Menschen, besonders Mädchen und junge Frauen, werden in Führungsqualitäten und Resilienz geschult und bauen sichere Unterstützungsnetzwerke auf.
  • In Kooperation mit der Nationalen Mädchenbewegung reflektieren sie Themen wie Migration und Gewalt und organisieren Aktionen und Workshops für mehr Sichtbarkeit und Aufklärung.
  • In den Aufnahmegemeinden startet eine Informationskampagne zu Kinderschutz und gewaltfreien Räumen, um über 25.000 Menschen zu erreichen.
  • Durch Gemeindeveranstaltungen und Schutzkreise (mit geschulten Freiwilligen) werden Kinderschutz, Gewaltprävention und Zusammenhalt gefördert.

Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeit des Projekts entsteht durch einen ganzheitlichen Ansatz, der die Strukturen und Schutzsysteme für Kinder langfristig stärkt. Bestehende Angebote zur Gewaltprävention und -behandlung werden ausgebaut und so verbessert, dass Betroffene direkte und hochwertige Unterstützung erhalten. Mobile Teams schaffen auch in schwer zugänglichen Gebieten sichere Räume für gefährdete Kinder und Jugendliche. Das Projekt setzt stark auf die Beteiligung der Gemeinschaften, um lokale Schutzmechanismen fest zu verankern. Durch Bildungsförderung und verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten wird außerdem die Gefahr von Migration und Vertreibung reduziert. Weiterbildungen für Fachkräfte sowie die Zusammenarbeit mit nationalen und privaten Akteuren sichern, dass die Schutzsysteme auch nach Ende des Projekts bestehen bleiben und sich weiterentwickeln können.

Projektbeschreibung und Updates

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt sowie regelmäßige Updates zum aktuellen Stand vor Ort.

Beispielhafte Projektausgaben

Eine Gruppe aus Frauen, Kindern und Jugendlichen steht in einer Reihe in einer offenen Halle, die Pakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln erhalten hat. Die Teilnehmer sind in bunter Alltagskleidung gekleidet und halten Stofftaschen.
Im krisenbetroffenen El Salvador leisteten wir 2023 nach einem Tropensturm Hilfe mit Hygiene-Kits für Mädchen und Frauen.

78 EUR
werden für die Betreuung eines Kindes auf der Flucht benötigt

125 EUR
brauchen wir für spielerische Lernmaterialien für Gemeindeveranstaltungen zu wichtigen Themen wie Kinderschutz und Gesundheit

214 EUR
kosten die Materialien für eine Empowerment-Schulung, die betroffene Jugendliche ermutigt und stärkt

 


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Meinungen unserer Pat:innen und Spender:innen

Nachhaltige Hilfe, die ankommt

Ihre Hilfe kommt an

Für uns als Kinderhilfsorganisation Plan International ist Transparenz besonders wichtig: Pat:innen, Förder:innen, Spender:innen sollen erfahren, was mit ihrer Spende geschieht. Um dies zu garantieren, hält sich Plan International an verbindliche Regularien.

Die Ausgaben von Plan International belaufen sich 2025 wie folgt: 83,37% verwenden wir für Projektausgaben. 11,56% sind Werbeaufwendungen. Die restlichen 5,07% sind Verwaltungsaufwendungen.

Geprüfte Transparenz

Unter anderem verpflichten wir uns dazu, transparent zu arbeiten, sparsam zu wirtschaften und sachlich zu informieren. Dafür bekommen wir vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel zuerkannt.

Geprüfte Transparenz

Wir sind ausgezeichnet

Bei der Prüfung der Kundenzufriedenheit von TÜV NORD erhält Plan International eine Weiterempfehlungsquote von 96%.

Zudem ist Plan International mit dem eKomi Siegel ausgezeichnet mit einer Bewertung von 4,9 von 5 Sternen.

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