Fragen und Antworten

In unserem Plan Shop bieten wir Geschenke an, die wir mit unseren Plan-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern vor Ort abgestimmt haben. So stellen wir sicher, dass Ihr Patenkind sinnvolle Geschenke erhält, über die es sich freut. Unser Geschenksortiment entspricht den globalen Richtlinien von Plan International. Unsere Geschenke sind nicht schwerer als 150 g, nicht dicker als 5 cm und passen in einen DIN A4-Umschlag. Kulturelle Gegebenheiten und Zollbestimmungen werden ebenfalls berücksichtigt. Wir übernehmen auch gleich den Versand. Wenn Sie einen Brief zusammen mit dem Geschenk versenden möchten, ist dies ebenso möglich.

Übrigens: Wir können Ihnen auch Auskunft geben, welche Geschenke Sie Ihrem Patenkind bereits gemacht haben.

Es soll sich bei den Geschenken lediglich um kleine Aufmerksamkeiten handeln. Unsere Plan-Teams in den Projektgebieten können nur eine begrenzte Menge an Geschenken transportieren. Einzelne Kolleginnen und Kollegen besuchen gleich mehrere Patenkinder in einer Gemeinde und es ist nicht möglich, dass sie neben ihrer sonstigen Ausrüstung noch viele Pakete befördern. Zudem können große oder viele Geschenke Neid und Missgunst innerhalb der Gemeinde und der Familie auslösen. Familien, die nie Geschenke erhalten, könnten sich durch Plan International benachteiligt fühlen und das kann unsere Arbeit vor Ort gefährden. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe – die kleinen Geschenke sollen Freude bereiten und sind nicht als Hilfsleistung anzusehen. Daher gibt es die Richtlinien von Plan International zu Format und Gewicht der Geschenke (Format: maximal A 4, Höhe 5 cm, Gewicht: maximal 150 g) und die Empfehlung, dass ein Patenkind nur etwa zwei Geschenksendungen pro Jahr erhält. Briefe, Postkarten oder Fotos können Sie Ihrem Patenkind und seiner Familie gern häufiger senden. Bitte lassen Sie einen Abstand von mindestens zwei Monaten zwischen den Bestellungen. Mehrfachbestellungen müssen wir leider stornieren.

Viele Anregungen, die wir in unserer Geschenkauswahl berücksichtigen, erhalten wir von unseren Patenkindern, deren Eltern, unseren Patinnen und Paten und den Plan-Teams in unseren Programmländern. Wenn wir uns dann für einen Artikel entschieden haben, stellen wir diesen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort noch einmal vor, um prüfen zu lassen, ob er dort sinnvoll und erwünscht ist und auch keine Zollprobleme verursacht. Bei der Sortimentsauswahl achten wir darauf, dass nur schadstoffgeprüftes und sinnvolles Spielzeug in unser Angebot aufgenommen wird. Wir prüfen bei jedem Hersteller die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und die strikte Einhaltung der Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation ILO, www.ilo.org.

Warum gibt es eine Gewichts- und Größenbeschränkung?

Die Geschenksendungen treffen in den Projektbüros ein und müssen dort gelagert werden bis eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Projektarbeit den Wohnort des Kindes aufsucht. Die Projektgebiete sind häufig schwer zugänglich und unsere Kolleginnen und Kollegen transportieren die gesammelten Briefe und Geschenke zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Daher dürfen die einzelnen Geschenke nicht zu groß und schwer sein. Darüber hinaus gilt der Grundsatz, dass es sich nur um kleine Geschenke handeln soll. Dies mit dem Hintergrund, dass große oder zahlreiche Geschenke Neid und Missgunst innerhalb der Gemeinde auslösen können. Unsere Arbeit basiert jedoch auf einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit mit den Familien und den Gemeindemitgliedern. Familien, die nie Geschenke erhalten, fühlen sich schnell benachteiligt – verständlicherweise kommt es zu Misstrauen gegenüber unserer Organisation.

Wir empfehlen den Versand von Geschenken bis zu zweimal im Jahr. Briefe, Postkarten und Fotos können gern häufiger geschickt werden.

Pro Geschenksendung an Ihr Patenkind fallen immer folgende Versandkosten an:

Bis 100 g: EUR 6,00, 101 bis maximal 150 g: EUR 9,00. 

In diesem Betrag sind, neben den reinen Transportkosten, die Kosten für die Verpackung, die anfallenden Zollgebühren und die Bearbeitung im Plan Shop, d. h. die Erstellung von Zolldokumenten, das Verpacken, die Versandvorbereitung für den Kurier Service und die Prüfung, ob die Pakete ausgeliefert wurden, enthalten. Die Lieferungen erfolgen in mehr als 50 Länder weltweit – die Kosten können nicht mit Versandgebühren innerhalb Deutschlands verglichen werden. Es ist in unserem Interesse, die Versandkosten so gering wie möglich zu halten. Wir arbeiten daher mit Kurierfirmen, die einen verlässlichen Service bieten. Ein normaler Postversand in die Programmländer dagegen ist häufig mit einem hohen Risiko des Verlustes durch Diebstahl verbunden. Die Kurierfirmen bieten uns einen umfangreichen Service: Wir können den Status und Ort jeder einzelnen Sammelsendung nachvollziehen und erhalten von dem Kurier bei Auslieferung eine Empfangsbestätigung.

Ein direkter Versand an das Patenkind ist nicht möglich. Hier ist der Plan Shop wie auch Plan International den Grundsätzen des Kinderschutzes verpflichtet, siehe auch weiter unten zum Thema „Kinderschutz auch bei der Korrespondenz“.

Es dauert normalerweise zwei bis drei Monate bis ihre Post beim Patenkind ankommt. Ebenso lange braucht eine Antwort zurück an Sie.

Warum dauert das solange?
Der Versand der Geschenke an die Patenkinder erfolgt gebündelt. So können wir Ihnen deutlich mäßigere Versandgebühren anbieten.

Jedes der über 50 Programmländer wird einmal im Monat beliefert. Im ungünstigsten Fall erhalten wir Ihre Bestellung am Tag nach der Auslieferung, so dass es einen Monat dauert, bis Ihr Geschenk von hier aus auf die Reise geht. Der Versand erfolgt per Kurier und bei normaler Zollabwicklung kommt das Geschenk innerhalb von maximal 14 Tagen im Büro vor Ort an.

Nun hängt der Weitertransport davon ab, wann eine Plan-Mitarbeiterin oder ein -Mitarbeiter vor Ort den Wohnort des Patenkinds besucht und das Geschenk mitnehmen kann. Falls es in Ausnahmefällen länger dauert, liegt es in der Regel an Zollproblemen. Es kommt durchaus vor, dass Zollbestimmungen kurzfristig geändert werden und sich daher die Abwicklung trotz sorgfältigster Vorbereitung verzögert.

Sie haben die Möglichkeit, uns Ihre Bestellung zusammen mit einem Brief zu senden oder im Rahmen einer Online-Bestellung einen Brief mit bis zu 1.000 Zeichen an Ihr Patenkind zu schreiben. Ihren Brief und das Geschenk versenden wir dann gemeinsam an Ihr Patenkind. Selbstverständlich können Sie dem Brief auch Fotos beilegen oder, bei einer Online Bestellung, uploaden. Briefe und Fotos, die wir getrennt von einer Bestellung erhalten, können wir aus logistischen Gründen im Nachhinein leider nicht mehr einer Geschenksendung zuordnen. In diesem Fall versenden wir die Briefe/Fotos und Geschenke separat.

Die Patenkinder sind neugierig und freuen sich immer über Post aus der Ferne, um mehr über ihre Paten und das Leben in Europa zu erfahren. Schreiben Sie gern über sich und Ihre Familie, Ihren Wohnort, Feste und Bräuche oder über einheimische Tiere. Vieles, was uns alltäglich und „normal“ erscheint, ist in einem anderen Land ungewöhnlich. Beispielsweise gibt es nicht überall vier so unterschiedliche Jahreszeiten. Ganz besonders freuen sich Kinder über Fotos oder Postkarten. So kann sich Ihr Patenkind ein besseres Bild von Ihnen und Ihrem Leben machen. Zu viele Fragen überfordern Kinder eher, daher hier unser Rat: Beschränken Sie sich in den Briefen auf ein bis zwei kindgerechte Fragen.

Wenn Sie Ihren Brief auf Deutsch schreiben, ist eine Übersetzung ins Englische notwendig. Diese wird mit Hilfe der ehrenamtlichen Übersetzerinnen und Übersetzer erstellt. Die Übersetzung nimmt circa 4 Wochen in Anspruch, je nachdem, wieviel zu tun ist. Vor Weihnachten kann die Übersetzung etwas länger dauern. Im Länderbüro des Programmlandes wird der Brief dann in die lokale Sprache übersetzt. Falls Sie über die Möglichkeit verfügen, Ihren Brief auf Englisch oder in der Landessprache Ihres Patenkinds zu verfassen, kann es also etwas schneller weitergehen. Sie können auch die Textbausteine auf der Website nutzen – die jeweiligen Übersetzungen sind hinterlegt.

Damit Mädchen und Jungen gesund und sicher aufwachsen können, hat Plan International Kinderschutzrichtlinien erarbeitet, die unter anderen Vorgaben für die Kommunikation in Briefen verbindlich festlegen. Die Richtlinien sehen vor, Kinder vor jeglicher Art von Missbrauch und Gefahr zu schützen, die sie in ihren Entscheidungsmöglichkeiten einschränken und ihrer Selbstbestimmung behindern und durch die sie körperlichen oder geistigen Schaden nehmen können.

Plan International wünscht sich ausdrücklich den Kontakt zwischen Paten und Patenkindern. Dennoch gibt es einige Regelungen, denen auch wir uns als Tochterunternehmen des Kinderhilfswerks verschrieben haben. Der Schutz des Kindes ist dabei ein sehr wichtiger Aspekt der Arbeit von Plan International. Als Hilfsorganisation hat sich Plan International verpflichtet, Strategien zu entwickeln und Maßnahmen durchzuführen, um dieses Ziel zu erreichen. Plan International  und der Plan Shop öffnen Briefe von Paten an die Patenkinder und prüfen diese vor ihrer Weiterleitung, um festzustellen, ob ein Übersetzungsbedarf besteht, und um zu gewährleisten, dass der Inhalt nicht unangemessen oder gar schädigend für Kinder und Jugendliche ist. Wenn der Briefwechsel nicht über die Plan-Büros laufen würde, hätten wir keine Möglichkeit, Briefe und Bilder mit kulturell missverständlichem Inhalt herauszufiltern. Solch ein Fehler könnte fatale Folgen haben. Liegen den Briefen an die Patenkinder Fotos bei, werfen unsere Mitarbeitenden einen kurzen Blick drauf, um zu erkennen, ob die Inhalte für die Empfängerländer kulturell akzeptabel sind. Für einen Empfänger im westlichen Kulturkreis mögen manche Fotos durchaus unbedenklich erscheinen, in anderen Ländern verstoßen Fotos beispielweise leicht bekleideter Personen schnell gegen religiöse Regeln oder Moralvorstellungen. Falls Inhalte der Patenbriefe oder beigefügte Fotos unangemessen sind und nicht weitergeleitet werden können, informieren wir unsere Paten umgehend, um die weiteren Schritte abzustimmen.

Bitte verzichten Sie auf die Angabe Ihrer Adresse und Kontaktdaten auf der Korrespondenz mit Ihrem Patenkind. Es ist bereits vorgekommen, dass diese Angaben in falsche Hände geraten sind. Die Folgen waren Bettelbriefe von Unbekannten.