Weltweite Hilfe
Unser Projekt "Allin Mikuna" in Peru
Mit diesem Projekt möchten wir die Ernährungs- und Gesundheitssituation von Kindern verbessern und Familien unterstützen. © Plan International / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Peru.

"Allin Mikuna" Kinder gesund ernähren

In der Provinz Paucartambo sind viele Kinder von Mangelernährung und Blutarmut betroffen. Oft wissen die Eltern zu wenig über Gesundheit und gesunde Ernährung. Hinzu kommen der Klimawandel mit seinen Folgen für die Landwirtschaft und das geringe Einkommen vieler Familien. Im Projekt „Allin Mikuna“ („Gute Ernährung“) unterstützen wir Eltern, nachhaltige klimaangepasste Geschäftsideen zu entwickeln und so ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften. In Schulungen lernen sie, wie sie ihre Kinder gesund und ausgewogen ernähren können.

Familien unterstützen und Kinder gesund ernähren Helfen auch Sie!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Provinz Paucartambo, Region Cusco

Projektlaufzeit:
September 2018 - November 2021

Ziel:

  • Ernährung der Kinder verbessern
  • Umweltfreundliche Geschäftsmodelle entwickeln
  • Frauen ökonomisch stärken

Maßnahmen:

  • Schulungen für 600 Familien zu gesunder Ernährung und ökologischer Landwirtschaft
  • Unternehmerische Schulungen für 280 Frauen und 20 Männer sowie Unterstützung beim Aufbau von Kleinstunternehmen
  • Schulungen für 1.800 Schulkinder zu Ernährungs- und Umweltthemen sowie Geschlechtergerechtigkeit

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

Was uns in Peru erwartet

Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind von entscheidender Bedeutung für seine körperliche und geistige Entwicklung. In Peru leiden jedoch viele Kleinkinder an Mangelernährung. Landesweit sind 44 Prozent der Kinder zwischen ein und drei Jahren von Blutarmut betroffen. In der Provinz Paucartambo, wo die Projektmaßnahmen umgesetzt werden, sind es sogar 66 Prozent.

Der Mangel an hochwertigen Lebensmitteln wird durch den Klimawandel noch verschärft, da Dürren und Kälteperioden immer häufiger auftreten. Gleichzeitig verfügen die Familien kaum über ausreichend Kenntnisse und Mittel, um diesen Herausforderungen entgegenzutreten.

Unsere Projektziele

Mit diesem Projekt wollen wir die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Kinder in vier Distrikten der Provinz Paucartambo verbessern. Dafür unterstützen wir 600 Familien mit Kindern unter fünf Jahren, damit sie sich ihre Lebensgrundlagen sichern und ihre Kinder gesund ernähren können. Eltern nehmen an Schulungen zu ökologischer Landwirtschaft und gesunder Ernährung teil. Denn der Anbau von Obst und  Gemüse verbessert die Gesundheit der Kinder. Gleichzeitig können Überschüsse auf den lokalen Märkten verkauft werden und den Familien so ein Einkommen sichern. In Schulungen verbessern vor allem Frauen ihre Kenntnisse im Bereich Finanzen und Unternehmertum und lernen, wie sie eigene Geschäftsideen umsetzen können.

Insgesamt profitieren von den Projektaktivitäten 600 Familien mit Kindern unter fünf Jahren, darunter circa 90 schwangere Frauen. 1.800 Schulkinder aus 20 Schulen nehmen an Veranstaltungen zu gesunder Ernährung und Umweltschutz teil. Frauen werden in diesem Projekt besonders gefördert, da sie oft für die Ernährung der Familie zuständig sind und weniger Zugang zu Einkommensmöglichkeiten haben.   

Was wir für den Projekterfolg tun

Um die Lebensbedingungen von rund 600 Familien mit Kindern unter fünf Jahren zu verbessern, begleiten und unterstützen wir die Eltern bei der Gestaltung des Haushalts und dem Anbau von Nahrungsmitteln. Dabei fokussieren wir auf ökologischen Landbau und ein nachhaltiges Wirtschaften mit natürlichen Ressourcen. In Schulungen zu gesunder Ernährung erfahren die Eltern viel über die verschiedenen Nährstoffe und ihre Bedeutung und worauf sie bei der Ernährung von Kleinkindern achten müssen. Beim gemeinsamen Kochen setzen sie das Erlernte in die Praxis um.

Weitere Themen der Schulungen sind Hygiene und sauberes Trinkwasser, die Bedeutung des Stillens und Krankheitsprävention. In den Ernährungsschulungen kommen moderne Techniken zum Einsatz, wie etwa der Gebrauch von Mobiltelefonen. So wird im Rahmen des Projektes eine App entwickelt, die  Informationen zu gesunder Ernährung bereitstellt. Diese Informationen werden auch durch Videos, Plakate, Broschüren und Audiomaterial in den Projektgemeinden verbreitet. Mehr als 200 Gemeindemitglieder – 80 Prozent von ihnen Frauen – schulen wir zu den Themen Gesundheit und Ernährung. Sie führen anschließend regelmäßig Besuche bei den Familien durch, um den Ernährungszustand von Kindern und Schwangeren zu überprüfen und die Eltern gesundheitlich zu beraten.    

Frauen haben in Peru nur wenig Möglichkeiten, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. Deswegen schulen wir 280 Mütter und 20 Väter aus den Projektfamilien im Bereich Unternehmertum und unterstützen sie, nachhaltige, umweltfreundliche Geschäftsmodelle zu entwickeln. In den Schulungen beschäftigen sie sich mit der Ausarbeitung von Geschäftsplänen, der Kalkulation von Ein- und Ausgaben und Finanzierungsmöglichkeiten.

Die vielversprechendsten Geschäftsmodelle erhalten anschließend eine Anschubfinanzierung. Unterstützung erhalten die Unternehmerinnen und Unternehmer auch von lokalen Sachverständigen im  Bereich nachhaltiger, grüner Wirtschaft sowie wissenschaftlichen Einrichtungen, die innovative Geschäftsideen fördern. Die Einkünfte, welche die Familien mit ihren Unternehmen erzielen, kommen wiederum den Kindern zugute,  da sie in eine gesunde Ernährung und Bildung investiert werden können. 

In jeder der 20 Projektgemeinden nehmen 90 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule an Veranstaltungen zu gesunder Ernährung, Umweltschutz und Geschlechtergerechtigkeit teil. Die geschulten Mädchen und Jungen schließen sich zu Gruppen zusammen und treffen sich regelmäßig, um ihre Erfahrungen zu teilen und sich auszutauschen. Mit Unterstützung ihrer Lehrerinnen und Lehrer erarbeiten sie innovative Projekte, um die Ernährung und den Umweltschutz an ihrer Schule und in ihren Gemeinden zu verbessern.

Vor allem Mädchen und junge Frauen ermutigen wir, sich zu engagieren und ihre Rechte einzufordern. In Schulungen stärken sie ihr Selbstbewusstsein und lernen, wie sie sich in politische Entscheidungsprozesse einbringen können. Auch lokale Regierungsvertreterinnen und -vertreter sowie Organisationen werden in die Projektarbeit eingebunden, damit sie gezielt Maßnahmen zur Reduzierung von Mangelernährung umsetzen.

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

Während der gesamten Laufzeit des Projektes finden regelmäßige Treffen aller beteiligten Partner statt. Dort werden die Projektfortschritte besprochen, gewonnene Erfahrungen ausgetauscht und nötige Korrekturen bei der Umsetzung der Maßnahmen vorgenommen. Nach der Hälfte sowie nach Beendigung des Projektes wird eine ausführliche Evaluierung durchgeführt. 

Aktuelle Projektbeschreibung

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  • Projektausgaben (80,91%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (14,04%)
  • Verwaltungsausgaben (5,05%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012