Weltweite Hilfe
Im Rahmen des Projekts besuchen Gesundheitshelferinnen und Helfer entlegene Gemeinden, um sich besonders um Babys und Mütter zu kümmern.
Mit diesem Projekt fördern wir die Gesundheitsversorgung in Laos. ©Plan International / Noy Promsouvanh

Gesunder Start ins Leben Phase II

Die Gesundheit von Mutter und Kind ist vor allem während der Schwangerschaft und Geburt eng miteinander verknüpft. In den entlegenen Dörfern der Provinzen Oudomxay und Salavan haben Schwangere jedoch kaum die Möglichkeit, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen oder unter medizinischer Betreuung zu entbinden. Hinzu kommt, dass viele Schwangere und Kinder unter Mangelernährung leiden. Wir von Plan wollen die gesundheitliche Situation von Müttern und Kleinkindern in den beiden Provinzen verbessern.

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Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Oudomxay und Salavan

Projektlaufzeit:
Oktober 2019 – Oktober 2022

Ziele:

  • Bessere Gesundheitsdienste
  • Verhinderung von Mangelernährung
  • Wasser- und Sanitäranlagen
  • Förderung der Geschlechtergleichheit

    Maßnahmen:

    • Bau von drei Gesundheitszentren mit Mutter-Kind-Stationen
    • Erweiterung von sechs bestehenden Gesundheitszentren durch Mutter-Kind-Stationen
    • Installation von Wasseraufbereitungssystemen
    • Fortbildungen für Hebammen und Gesundheitspersonal
    • Mobile Gesundheitsdienste für Schwangere und Kinder
    • Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung

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      Was uns in Laos erwartet

      Laos

      In den entlegenen Dörfern der Provinzen Oudomxay und Salavan ist der Weg zum nächsten Gesundheitszentrum weit. Die mangelhafte Ausstattung und schlechte Versorgung in den Zentren trägt mit dazu bei, dass viele Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt bringen – ohne medizinische Betreuung. Viele Schwangere und Kinder sind zudem von Mangelernährung betroffen. Denn aufgrund traditioneller Speisevorschriften ernähren sich die Frauen auch während der Schwangerschaft sehr einseitig. Neugeborene werden früh mit Reis gefüttert anstatt gestillt. So fehlen den Kindern wichtige Nährstoffe, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Untersuchungen zeigen, dass in einigen Projektgebieten rund die Hälfte der Kinder Anzeichen von Mangelernährung und Wachstumsstörungen aufweisen.

       

      Unsere Ziele und Maßnahmen

      Mit diesem Projekt wollen wir die gesundheitliche Situation von Müttern und Kleinkindern in den Provinzen Oudomxay und Salavan verbessern. Während der ersten Phase des Projektes haben wir bereits drei Gesundheitszentren gebaut und acht Gesundheitszentren um Mutter-Kind-Stationen erweitert. In dieser zweiten Projektphase sollen auch im Distrikt Pakbeng in Oudomxay ein neues Gesundheitszentrum sowie drei weitere Mutter-Kind-Stationen entstehen. Im Distrikt Salavan werden zwei Gesundheitszentren und drei Mutter-Kind-Stationen gebaut. So sollen Schwangere, Mütter und Kinder einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Zusammen mit den lokalen Gesundheitsbehörden schulen wir Hebammen, damit sie in den Gemeinden Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren sowie Ernährungs- und Hygieneberatungen durchführen. Insgesamt profitieren rund 20.000 Kinder unter fünf Jahren von den Projektmaßnahmen.

      Juli – Dezember 2021

      Auch zwischen Juli und Dezember 2021 erschwerte die Covid-19-Pandemie weiterhin die Durchführung einiger Projektaktivitäten. Aufgrund der Verbreitung der Delta-Variante kam es zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen, sodass ab September 2021 erneut ein landesweiter Lockdown verhängt wurde. Dies hatte zur Folge, dass der Reiseverkehr zwischen den Distrikten sowie zeitweise auch innerhalb der Distrikte stark eingeschränkt war, wodurch einige Projektdörfer gar nicht oder nur schwer erreicht werden konnten. Folglich konnten einige der Aktivitäten nicht wie geplant durchgeführt werden.

      Im Juli 2021 fanden erneut Schulungen für das Personal der Gesundheitszentren statt. Insgesamt nahmen 35 Teilnehmer:innen aus elf Gesundheitseinrichtungen daran teil. Inhalte der Schulungen waren unter anderem die Versorgung von Neugeborenen und Kleinkindern, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Neugeborenen sowie Schwangerschaftsvorsorge und -nachsorge. An einem Geburtssimulator verbesserten die Teilnehmer:innen zudem ihre praktischen Fähigkeiten in der Geburtshilfe. Durch die Schulungen wollen wir die Gesundheitsversorgung von Frauen und Kleinkindern in der Projektregion nachhaltig verbessern und mehr Schwangere davon überzeugen, für die Geburt ihres Kindes medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

      Darüber hinaus organisierten wir im Oktober 2021 eine weitere Schulung zur fachgerechten Nutzung, Reinigung und Wartung von medizinischen Geräten, an der elf Mitarbeiter:innen von zwei Gesundheitszentren in Pakbeng teilnahmen. Die Beschaffung und Lieferung der neuen medizinischen Geräte für die Gesundheitszentren in der Projektregion ist derzeit in Arbeit und soll 2022 abgeschlossen werden.

      Im September und Oktober 2021 haben wir in Zusammenarbeit mit den Gesundheitszentren in mehreren Projektdörfern mobile Vorsorgeuntersuchungen mit insgesamt 1.590 Teilnehmer:innen organisiert. Dabei überprüften Mitarbeiter:innen der Gesundheitszentren beispielweise den Ernährungszustand von Kleinkindern, führten  Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen durch und informierten Eltern über wichtige Hygienemaßnahmen und die Bedeutung von sauberem Trinkwasser. In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass über 45 Prozent der untersuchten Kinder Anzeichen von Mangelernährung aufweisen. Diese besorgniserregende Zahl macht deutlich, dass einigen Dorbewohner:innen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für die gesunde Entwicklung von Kleinkindern noch nicht bewusst ist. Deshalb klärten wir die Mütter und Väter über die Zubereitung von kindgerechten und nähstoffreichen Speisen auf. Zudem werden die betroffenen Kinder weiterhin durch das geschulte Gesundheitspersonal betreut, um eine Verbesserung ihres Ernährungszustands sicherzustellen.

      Aufgrund der mangelhaften Sanitärversorgung in den ländlichen Regionen von Laos verrichten viele Menschen in den Projektdörfern ihre Notdurft im Freien, was zur Verbreitung von Krankheiten beiträgt. Um die sanitäre Versorgung in den Dörfern nachhaltig zu verbessern und die Bewohner:innen über mögliche Gesundheitsrisiken aufzuklären, die bei offener Defäkation entstehen, organisierten wir im September 2021 in drei Projektdörfern Informationsveranstaltungen. Insgesamt nahmen 161 Dorfbewohner:innen daran teil. Neben der Aufklärung über die Bedeutung von Hygiene zur Prävention von Krankheiten wurden auch Rundgänge durch die Dörfer unternommen, um anschließend Aktionspläne für eine bessere Sanitärversorgung zu entwerfen.

      Besonders erfreulich ist, dass während des Berichtszeitraums vier Projektdörfer als frei von offener Defäkation erklärt werden  konnten. Um diesen Erfolg zu feiern und um auch für andere Dörfer einen Anreiz zu schaffen, ihre Sanitärversorgung zu verbessern, organisierten wir in diesen Dörfern kleine Gemeindeversammlungen mit insgesamt 474 Teilnehmer:innen.

      Eine wahre Freundin und eine Hebamme

      Eine wahre Freundin und eine Hebamme
      ©Plan International

      Thiphakong ist Hebamme in einem Gesundheitszentrum der Provinz Salavan. Im Rahmen eines Plan-Projektes hat sie medizinische Fortbildungen besucht und das Konzept „True Friend“ kennengelernt. Es verdeutlicht Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, wie wichtig der respektvolle und freundschaftliche Umgang mit den Patient:innen ist. Dank der Fähigkeiten, die Thipakong dort erworben hat, kann sie starke und gute Beziehungen zu den werdenden Müttern aufbauen, die zu ihr ins Gesundheitszentrum kommen.

      „Es sind nicht nur die medizinischen Kenntnisse, die wichtig sind“, erklärt sie, „sondern auch Kommunikations- und Servicefähigkeiten, die wir im Umgang mit den Patientinnen und ihren Familien verbessern müssen.“

      „Ich fühle mich so wohl, wenn ich meine Lieblingshebamme besuche“, beschreibt die 23-jährige Miss Ping ihre Beziehung zu Thipakong. „Sie ist für mich mehr eine große Schwester als eine professionelle Hebamme. Ich kann ganz offen mit ihr sprechen und bin glücklich, wenn ich ihre Ratschläge befolgen kann.“

      Exemplarische Projektkosten

      Eine Hebamme informiert Mütter über gesunde Ernährung in der Schwangerschaft.
      Eine Hebamme informiert Mütter über gesunde Ernährung in der Schwangerschaft. ©Plan International / Phoonsab Thevongsa

      55 Euro:
      mobile Vorsorgeuntersuchung und Beratung für Schwangere in einem Dorf

      115 Euro:
      zweitägige Informationsveranstaltung zur Sanitärversorgung und Hygiene

      403 Euro:
      werden für die Schulung einer Fachkraft benötigt, um Mütter und Kinder gesundheitlich zu betreuen

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