Gute Neuigkeiten September 2020

Heute blicken wir auf unser Projekt zur Förderung der Gleichberechtigung in Kambodscha. In Schulungen und Workshops konnten wir bereits viel erreichen und Mädchen und junge Frauen in ihrem Selbstbewusstsein stärken.

Ein toller Erfolg, den wir nicht zuletzt auch Ihnen zu verdanken haben!

Aber auch, wenn unsere Arbeit in Kambodscha Früchte trägt, erfordert es noch mehr Einsatz: Wir wollen, dass 100 Millionen Mädchen weltweit lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten können. Mit Ihrem Beitrag helfen Sie uns, dass wir dieses Ziel erreichen. Dafür sind wir Ihnen von ganzem Herzen dankbar!

Wir informieren: Projekt aus dem Mädchen-Fonds

Gleichberechtigt die Zukunft gestalten

Projektregion:

Siem Reap, Stung Treng und Ratanakiri

 

Projektstart:

März 2018

 

Ziel:
  • Förderung der Gleichberechtigung
  • Aktive Teilnahme von Mädchen und jungen Frauen an öffentlichen Entscheidungsprozessen

 

Warum wir helfen müssen

In Kambodscha werden Mädchen und Frauen immer noch in vielen Bereichen benachteiligt. Zwar wurden in Bezug auf die Gleichberechtigung in den vergangenen Jahren erste Fortschritte gemacht und die Einschulungsraten und der Anteil der berufstätigen Frauen stiegen. Nach wie vor besteht in der Gesellschaft jedoch ein eher traditionelles Rollenbild der Frau. Ihre Funktion sei vor allem die der Haus- und Ehefrau sowie Mutter. Diesem Bild weiter entsprechend, werden vor allem Mädchen in die Hausarbeit eingebunden und 19 Prozent von ihnen heiraten bereits vor ihrem 18. Geburtstag, ihr weiterer Lebensweg ist dann oft von der klassischen Rollenzuschreibung geprägt.

Eine Analyse von Plan International Kambodscha, die auf der Basis von Gruppengesprächen mit Jugendlichen durchgeführt wurde, zeigte weitere Auswirkungen der Geschlechterungleichheit: Mädchen lernen schon früh, sich zurückzuhalten und nicht offen ihre Meinung zu sagen, sie schrieben sich sogar selbst geringere Fähigkeiten zu, Entscheidungen zu treffen oder Führungspositionen einzunehmen. Da dieses Bild allgemein vorherrscht, bleiben Mädchen und junge Frauen oft sozial und beruflich benachteiligt.

Eine Analyse von Plan International Kambodscha, die auf der Basis von Gruppengesprächen mit Jugendlichen durchgeführt wurde, zeigte weitere Auswirkungen der Geschlechterungleichheit: Mädchen lernen schon früh, sich zurückzuhalten und nicht offen ihre Meinung zu sagen, sie schrieben sich sogar selbst geringere Fähigkeiten zu, Entscheidungen zu treffen oder Führungspositionen einzunehmen. Da dieses Bild allgemein vorherrscht, bleiben Mädchen und junge Frauen oft sozial und beruflich benachteiligt.

Unser Plan für Veränderung

Im März 2018 startete Plan International Kambodscha ein umfassendes Projekt, das 52 Gemeinden in den Provinzen Siem Reap, Stung Treng und Ratanakiri einschließt. Ziel des fünf-Jahres-Projektes ist es, Jugendliche und insbesondere Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 24 Jahren für das Thema Gleichberechtigung zu sensibilisieren. Sie stärken ihr Selbstbewusstsein, um sich für Gleichberechtigung einzusetzen und an öffentlichen Entscheidungsprozessen teilnehmen zu können. Damit die insgesamt 1.170 Mädchen und Jungen aus 52 Jugendclubs, die in das Projekt involviert sind, ihre Anliegen und Vorschläge einbringen können, arbeiten wir eng mit lokalen Autoritäten und nationalen Jugend- und Frauennetzwerken zusammen.

Was wir bisher erreicht haben

Hier lernen die Jugendlichen, wie sie mehr Selbstvertrauen aufbauen, Aktionen konzipieren und auch umsetzen. Weiterhin werden sie motiviert, gegenüber ihren Familien, Gemeinden und lokalen Autoritäten ihre Stimme gegen soziale Ungerechtigkeit zu erheben.

Allein zwischen September 2019 und Februar 2020 fanden mehrere Workshops statt, um die Kinder- und Jugendleiter:innen besser zu vernetzen.

Wir haben 22 Jugendvertreter:innen aus 24 Kommunen bei der Teilnahme an der Sitzung des Gemeinderats und der Sitzung des Gemeindeausschusses für Frauen und Kinder unterstützt. Die Sitzungen boten den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Themen einzubringen und sich Gehör für ihre Anliegen zu verschaffen.

Wir haben 72 Jugendliche aus verschiedenen Kommunen darin geschult, Führungskompetenzen für kollektive Aktionen zu entwickeln. Wir haben ihnen gezeigt, wie sie als Team zusammenarbeiten, Probleme identifizieren, Prioritäten setzen und vieles mehr.

Anlässlich des Welt-Mädchentags 2019 konnten wir bei verschiedenen nationalen Events Diskussionsforen organisieren, bei denen das Kern-Thema „Vertretung von Mädchen im Entscheidungsprozess in Kambodscha“ war. Kinder und Jugendliche führten ein Theaterstück über Mädchenbildung auf. Außerdem wurde eine Mädchen-Delegation in der schwedischen Botschaft in der Hauptstadt Phnom Penh empfangen.

Projekt-Highlights

Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Produktion eines Videos zu geschlechtsspezifischen Fragen der Eltern-Kind-Beziehungen. Hierfür wurden seit Februar 2020 bereits sieben Familien aus den drei Zielprovinzen ausgewählt. Ebenso sind die Durchführung weiterer Workshops zur Identifizierung junger weiblicher Vorbilder für die stärkere Einbeziehung in unsere Projektarbeit sowie die Organisation zusätzlicher Eltern-Kind- Dialoge geplant. Es gibt noch so viel zu tun.

PRÜFUNG UND BEWERTUNG DER PROJEKTAKTIVITÄTEN

Während der gesamten Laufzeit des Projektes finden regelmäßige Treffen aller beteiligten Partner statt. Dort werden die Projektfortschritte besprochen, gewonnene Erfahrungen ausgetauscht und nötige Korrekturen bei der Umsetzung der Maßnahmen vorgenommen. Nach der Hälfte sowie nach Beendigung des Projektes wird eine ausführliche Evaluierung durchgeführt.

Danke, dass Sie diese wichtige Arbeit unterstützen!

Viele Mädchen in Kambodscha haben es schwer

Gewalt gegen Frauen und Kinder

Oft reichen Kleinigkeiten aus, um zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zu führen. Hinzu kommt die vorherrschende Meinung, dass Frauen weniger wert sind als Männer und diesen zu gehorchen haben.

2007 hat Plan International Kambodscha das Netzwerk zum Schutz von Familien vor Gewalt als Pilotprojekt ins Leben gerufen und dann erfolgreich ausgebaut. Zurzeit wird es in 130 Dörfern in den Provinzen Siem Reap und Tboung Khmum durchgeführt. Gemeinsam mit einem Komitee aus Lehrer:innen, Eltern, der örtlichen Polizeibehörde und dem:der Bürgermeister:in der jeweiligen Gemeinde setzen wir uns dafür ein, Anlaufstellen für Betroffene zu schaffen. Auf diese Weise kommen die Konflikte in geschlossenen Gruppen oder in der Beratung mit dem Gemeindekomitee zur Sprache, wodurch die Situation in der Familie verbessert werden kann.

Hem Soth und ihrem Mann Kach Hath ist es dank Plan und dem Komitee ihrer Gemeinde gelungen, den Kreislauf von Missbrauch und Gewalt zu durchbrechen. In sogenannten „geschlossenen Gruppen“ konnten sie über Probleme reden und gemeinsam nach Lösungen suchen. Heute sind sie Vorbilder für andere Paare in ihrer Gemeinde und in der Lage zu helfen.

fehlende aufklärung über monatshygiene

Als Trem, 14, das erste Mal ihre Periode bekam, war sie überfordert und hat sich geschämt.

„Ich holte gerade Wasser vom Brunnen auf dem Feld, in der Nähe meines Dorfes in Kambodscha. Obwohl ich schon einmal von Menstruation gehört hatte, war mir nicht klar, dass ich gerade meine Periode bekomme. Ich war einfach nur ängstlich und wusste nicht, was ich tun sollte.“

Zum Glück hatte Trem eine ältere Schwester, die ihr half. Doch viele Mädchen sind alleine in dieser Situation. Daher bleiben sie während ihrer Periode zu Hause und so der Schule fern. Plan International klärt über Stigmata, Probleme und die richtige Anwendung der Monatshygiene auf.

Danke. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie auch diese Projekte:

  • Girls Lead – Mädchen-Netzwerke stärken in Lateinamerika
  • Touch Rugby – Mit Sport zur Gleichberechtigung in Indien
  • Vietnam – Sichere Schulen in Hanoi
  • In weiteren Ländern wie z.B. Ägypten – Sichere Städte für Mädchen

Ausblick

In unserer nächsten Aussendung berichten wir Ihnen von unserem Projekt „Togo – Mädchen gemeinsam gegen sexuelle Gewalt“.

Ihre Hilfe kommt an - Garantiert!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,22%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
  • Verwaltungsausgaben (5,13%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

Ihr Geld kommt garantiert an! Denn das Geld unserer Patinnen und Paten setzen wir zielgerichtet und effektiv ein. Dieser wirtschaftliche Ansatz stellt sicher, dass über 80 Prozent der Einnahmen als Projektausgaben zur Verfügung gestellt werden und unser Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat Plan International Deutschland das DZI Spendensiegel zuerkannt und bestätigt damit die geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen. Das verschafft Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird!

Der TÜV NORD hat Plan International Deutschland 2020 im Geltungsbereich „Zufriedenheit der Paten und Spender mit dem Service und Leistungsangebot der Hilfsorganisation“ geprüft. Plan erzielte bei den Servicefaktoren eine Gesamtzufriedenheit von 1,41 sowie eine Weiterempfehlungsquote von 98 Prozent.

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