Gute Neuigkeiten Mai 2021

Wir informieren: Projekt aus dem Mädchen-Fonds

Sicherheit für Mädchen in Hanoi!

Projektregion:
Hanoi (Distrikte Ba Vi und Ha Dong)

Projektstart:
November 2018

Ziel:

  • Gleichberechtigter Zugang zu Sportangeboten für Mädchen und Jungen ab 11 Jahren
  • Förderung der Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit an Schulen
  • Verbesserter Kinderschutz

Maßnahmen:

  • Gründung von Sportclubs an 20 Projektschulen
  • Aufbau von kindgerechten und sicheren Sportstätten
  • Schulungen für Lehrkräfte zu geschlechtersensiblen und inklusiven Lehrmethoden im Sportunterricht
  • Sensibilisierung von Eltern für die Bedeutung von Sport und Gleichberechtigung

Warum wir helfen

In der Großstadt Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, leiden Kinder in ihren Familien, aber auch an Schulen häufig unter körperlicher und emotionaler Gewalt, Diskriminierung und sogar sexuellen Übergriffen. Besonders Mädchen sind gefährdet.

Allgemein verbreitete diskriminierende Ansichten hindern Mädchen zudem daran, an Sportangeboten teilzunehmen, oft denken sie sogar selbst, dass sie nicht stark oder schnell genug sind, um beispielsweise Fußball oder Basketball zu spielen. Hinzu kommt, dass wenig bis gar keine ausreichend ausgestatteten Sportstätten an den Schulen vorhanden sind.

Wir wollen gleiches Recht für alle in Hanoi erreichen

Eine Studie offenbart die Probleme
Die Auswertung der Grunddatenerhebung an 20 ausgewählten Sekundarschulen in den Distrikten Ba Vi und Ha Dong ergab unter anderem, dass Mädchen wegen ihres Geschlechts häufig ausgegrenzt oder sogar unangemessen berührt werden. Weder von den Eltern noch von den Lehrer:innen, von denen sich gerade mal ein Viertel gegen  geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt, erfahren sie Rückhalt. Mehr als die Hälfte der Kinder berichtet von Streitereien, Kämpfen und Mobbing während des Sportunterrichts.

Gleiches Recht für alle
Wir setzen uns für einen gleichberechtigten Zugang zu Schulsport-Angeboten für alle Kinder in Hanoi ein. Besonders Mädchen sollen die Chance erhalten, durch die Entwicklung  von sportlichen Fähigkeiten persönlich gestärkt zu werden und sich für ihre Rechte einzusetzen. Kinder, Eltern und Lehrer:innen wollen wir für die Themen Gleichberechtigung,  Kinderschutz und Gewaltfreiheit sensibilisieren, um in Zukunft Mobbing, Übergriffe und Diskriminierung zu verhindern und Schulen zu einem sicheren Ort zu machen.

Wie wir vorgehen

An den 20 Projektschulen entwickeln wir gemeinsam mit Eltern und Lehrkräften Mindeststandards für Sportstätten sowie ein Handbuch zu kindgerechtem und gendersensiblem Sportunterricht. Anschließend unterstützen wir die Schulen dabei, Sportclubs ins Leben zu rufen, und errichten je Schule einen auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichteten Sportplatz. Bei Bedarf stellen wir auch das nötige Equipment wie Bälle, Tore und Basketballkörbe.

Die Lehrer:innen an den Projektschulen erfahren, wie sie den Sportunterricht inklusiv und geschlechtersensibel gestalten können. Außerdem bilden wir die Vertrauenslehrer:innen in den Themen Kinderschutz und Gewaltprävention weiter. Die Eltern stetig einzubeziehen, spielt eine wichtige Rolle: In verschiedenen Veranstaltungen klären wir sie über die Bedeutung von Sport und die Relevanz der Gleichberechtigung für die Entwicklung ihrer Kinder auf.

Die Schüler:innen der Projektschulen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung des Sportangebots. So bilden sie spielerisch die Fähigkeit, sich für ihre Bedürfnisse einzusetzen. Das regelmäßige Training in den Sportclubs stärkt darüber hinaus ihr Selbstbewusstsein und sie lernen, verbreitete Rollenklischees zu hinterfragen und sich für ihre Rechte  starkzumachen. So werden Mädchen und Jungen zu Botschafter:innen für den Sport, für Gleichberechtigung und für Gewaltfreiheit.

Mit Ihrer Hilfe fördern wir auch weiterhin die Mädchen in Hanoi. Dafür sagen wir Danke!

Ihre Unterstützung – ein Volltreffer!

Im Rahmen unseres Projekts konnten wir bereits viel erreichen:

Champions of Change
Sportveranstaltungen
  • Im Oktober 2020 wurden fünf Schul-Sportfeste organisiert, an denen 2.532 Mädchen und 2.659 Jungen teilnahmen
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Das haben wir erreicht:Sportveranstaltungen
  • 251 Mädchen und 260 Jungen der „Champions of Change“-Sportclubs wurden über Geschlechterrollen und geschlechtsspezifische Gewalt aufgeklärt
  • Von Mai bis Oktober 2020 konnten trotz Corona 40 Turniere mit 511 Botschafter:innen, 213 Eltern und 96 Lehrer:innen stattfinden
Fortbildungen
Schulungen & Aufklärung
  • Vier Fortbildungen und ein Wiederauffrischungskurs zu z. B. Fußballtechniken, Kommunikation und Geschlechtergerechtigkeit für insgesamt 157 Lehrkräfte der Projektschulen konnten schon umgesetzt werden, davon zwei online aufgrund von Corona
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Das haben wir erreicht:Schulungen & Aufklärung
  • 23 geschulte Lehrkräfte gaben ihr Wissen an 890 Klassenlehrer:innen weiter
  • Mit Aufklärungsveranstaltungen durch 453 Klassenlehrer:innen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit konnten bereits 17.615 Eltern erreicht werden
  • 39 Vertrauenslehrer:innen wurden zum Thema Kinderschutz und Gewaltprävention unterrichtet
Ausbau von Sportstätten
Ausbau von Sportstätten
  • Zur Steigerung der Aufmerksamkeit für das Projekt wurden Schultore und -wände mit Botschaften zu den Themen Sport und Gleichberechtigung bemalt
  • Zehn Sportplätze sind bereits umgebaut und der Ausbau von zehn weiteren Sportstätten befindet sich in der Planung
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Das haben wir erreicht:Ausbau von Sportstätten
  • Auf Basis der gemeinsam erarbeiteten Standards für Sportstätten wurde ein Handbuch erstellt, das als Leitfaden für alle Schulen gilt
  • Der Leitfaden konnte bereits erprobt und mithilfe der Rückmeldungen von Schüler:innen und Lehrkräften weiter verbessert werden

Eine persönliche Erfolgsgeschichte

Die 14-jährige Tu Nguyen stammt aus einer armen Familie im Bezirk Ba Vi und entdeckte in der vierten Klasse ihre Leidenschaft für Fußball. Uns erzählte sie ihre Geschichte:

„Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen und musste schon früh gemeinsam mit meinen Schwestern bei der Hausarbeit und Versorgung der Tiere helfen. Ich war immer sehr schüchtern und spielte früher nur mit Mädchen. In der vierten Klasse wuchs mein Interesse an Fußball, aber ich traute mich nicht, in den Pausen bei den Jungs mitzuspielen.

Ich besuche eine der Projektschulen im Bezirk Ba Vi. Mein dortiger Sportlehrer erkannte mein Talent und ermutigte mich, mich zum ‚Champions of Change’- Fußballclub anzumelden. Ich hatte Glück, da ich mich trotz langem Zögern noch als letzte Teilnehmerin registrieren konnte. Durch den Jugendfußballclub konnte ich meinen Traum verwirklichen und meine sozialen Fähigkeiten verbessern.

Heute bin ich viel selbstbewusster und kann mich ganz gut gegenüber den Jungs aus dem Team behaupten. Selbst mein Vater änderte seine Einstellung zum Thema Fußball für Mädchen: ‚Fußball ist für alle da’, meint er heute.“

Tu Nguyen findet es toll, wenn im Club Themen wie Gleichberechtigung und Gender in den Sport integriert werden: „Ich wünschte, ich könnte jeden Tag Fußball spielen und über meine Rechte als Frau diskutieren.“

Ihre Hilfe kommt an - Garantiert!

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold

Ihr Geld kommt garantiert an! Denn das Geld unserer Patinnen und Paten setzen wir zielgerichtet und effektiv ein. Dieser wirtschaftliche Ansatz stellt sicher, dass über 80 Prozent der Einnahmen als Projektausgaben zur Verfügung gestellt werden und unser Verwaltungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat Plan International Deutschland das DZI Spendensiegel zuerkannt und bestätigt damit die geprüfte Transparenz und Wirtschaftlichkeit im Spendenwesen. Das verschafft Ihnen die Sicherheit, dass Ihr Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird!

Der TÜV NORD hat Plan International Deutschland 2020 im Geltungsbereich „Zufriedenheit der Paten und Spender mit dem Service und Leistungsangebot der Hilfsorganisation“ geprüft. Plan erzielte bei den Servicefaktoren eine Gesamtzufriedenheit von 1,41 sowie eine Weiterempfehlungsquote von 98 Prozent.

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