Die schwersten Fluten seit einer Generation

Foto: Plan International

In Mosambik bedrohen schwere Überschwemmungen Hunderttausende Menschen. Plan International ist im südlichen Afrika aktiv und hilft Kindern und Familien.

Schwere Regenfälle sorgen auch und gerade in Mosambik seit dem 24. Dezember 2025 für Überschwemmungen. Besonders betroffen sind die südlichen und zentralen Provinzen Gaza, Maputo, Inhambane und Sofala.

Die Situation vor Ort

Laut UN-Angaben sind bis heute fast 800.000 Menschen in Mosambik von den Überschwemmungen betroffen, davon über die Hälfte Kinder. Mehr als 4.400 Häuser wurden zerstört oder beschädigt, rund 72.000 Häuser überflutet und 30 Gesundheitszentren sind nicht mehr nutzbar. Über 70.000 Hektar Ackerland steht unter Wasser, was die Nahrungsmittelversorgung gefährdet. Landesweit wurden rund 150.000 Menschen in sichere Unterkünfte gebracht. Die Schulbildung von Hunderttausenden Schüler:innen ist unterbrochen, denn die Wassermassen haben auch vor den Schulen nicht Halt gemacht. 318 Schulen und 583 Klassenzimmer schwer beschädigt; der Unterricht fällt bis auf Weiteres aus.

Fluten in weiteren Regionen

In mehreren Ländern im südlichen Afrika sorgt Extremwetter aktuell für gravierende Schäden – neben Mosambik auch in Malawi, Simbabwe sowie Südafrika. Nach UN-Angaben sind insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen direkt von den Überschwemmungen betroffen.

Eine mosambikanische Frau im Rollstuhl hält ein Hygiene-Kit in der Hand
Plan International verteilt Hygiene-Kits an Mädchen und Frauen in Notunterkünften Plan International
Mosambikanische Kinder stehen im Kreis und spielen etwas
Kinderfreundlicher Raum in einer Notunterkunft: Hier können Kinder trotz Krise spielen und Kind sein Plan International

Plan International startet Hilfsmaßnahmen

Während es aktuell keine Einschränkungen bei der Projektarbeit von Plan International in Mosambik gibt, arbeitet das Team vor Ort daran, akute Nothilfemaßnahmen für Kinder und Familien in den betroffenen Gebieten umzusetzen. Als Sofortmaßnahme stehen 500 Sets für Menstruationshygiene, 300 Hygiene-Kits mit Desinfektionsmitteln sowie 500 Sets mit Schulmaterialien bereit, die nach und nach an die Menschen in den Notunterkünften verteilt werden.

Hinterlich dabei sind die teilweise unterbrochenen Straßenverbindungen zu den am stärksten betroffenen Gebieten; der Transport von Hilfsgütern ist auf dem Landweg in den besonders betroffenen Provinzen nicht möglich. Sobald die Zugänge wieder hergestellt sind, werden die Lieferungen vergeben.

Ein weiterer Schwerpunkt von Plans Arbeit vor Ort liegt auf Schutzmaßnahmen für Kinder, insbesondere Mädchen. Denn Krisen verstärken bestehende Ungleichheiten – und erhöhen das Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt. In den provisorischen Unterkünften hat Plan International sichere Räume eingerichtet, in denen Kinder geschützt spielen und emotionale Unterstützung erhalten können.

Eine Gruppe mosambikanische Frauen und Mädchen freuen sich über Menstruationshygiene-Kits
Eine Gruppe Mädchen und Frauen in einer Nothilfeunterkunft freuen sich über Periodenprodukte Plan International

Die Kinderrechtsorganisation unterstützt zudem lokalen Behörden dabei, gefährdete Gemeinden vor drohenden Gefahren zu warenen sowie Familien in Sicherheit zu bringen.

Gefahr vor Krankheiten

Die Infrastruktur ist zerstört, die Versorgungsketten unterbrochen und der Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung begrenzt. Dies erhöht das Risiko für die Bevölkerung: Durch schmutziges Trinkwasser können Krankheiten wie Cholera, Durchfall und andere Infektionen übertragen werden. Diese sind insbesondere für kleine Kinder und ältere Menschen eine tödliche Gefahr.

Eine mosambikanische Frau in einer orangenen Warnweste spricht in ein Megaphon
Übung für den Katastrophenfall: Plan International bildet in Mosambik Menschen aus, die die Bevölkerung in Krisen warnt und über Schutzrisiken informiert Plan International

Kein Ende in Sicht

Die humanitäre Lage in Mosambik verschärft sich täglich: Die Regenzeit schreitet voran – und die Zyklonsaison steht bevor (Februar-März 2026). Eine groß angelegte Ausweitung der humanitären Hilfe ist dringend erforderlich, um insbesondere Nahrung, sanitäre Einrichtungen und sicheres Trinkwasser (WASH), medizinische Versorgung, Bildung und Schutzmaßnahmen für Kinder sicherzustellen.

Wichtiger Hinweis: Derzeit sind keine Patenkinder und ihre Familien betroffen. Sollten uns konkrete Informationen zu Ihren Patenkindern vorliegen, melden wir uns bei Ihnen.

Der Nothilfe-Fonds

Weltweit nimmt die Zahl der Krisen zu: Naturkatastrophen, Hunger, Vertreibung, Fluchtbewegungen und bewaffnete Konflikte bedrohen Gesundheit, Lebensgrundlagen sowie die Zukunft von Millionen Menschen. Gerade Kinder sind in unübersichtlichen Situationen der Not oft diejenigen, die am wenigsten Beachtung finden. Spenden Sie jetzt in unseren Nothilfe-Fonds und helfen Sie uns, betroffene Kinder und ihre Familien zu unterstützen.

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