10 Jahre die Welt im Blick

Foto: Michael Fahrig

2013 fanden sich erstmals engagierte Jugendliche für die gemeinsame Arbeit an entwicklungspolitischen und sozialen Themen in einer Plan-Jugendgruppe zusammen. Ein Rückblick zum zehnjährigen Bestehen des ehrenamtlichen Gremiums.

[Aktualisiert]

Der Plan-Jugendbeirat wird 10 Jahre alt! Seit der Gründung 2013 hat sich viel getan, und wir sind sehr stolz darauf, wie sich „unser“ Gremium entwickelt hat. Bestimmt haben Sie schon den ein oder anderen Artikel von uns in der Plan Post gelesen, in dem wir über unsere Aktionen und Erfolge berichtet haben.

Eine junge Frau steht vor dem Plan-Logo
Mika (18) war bei der Women Deliver-Konferenz 2023 im ruandischen Kigali für den Plan-Jugendbeirat dabei Plan International
Olaf Scholz mit Plan-Jugendbeiratsmitglied
Welt-Mädchentag 2018: Celina Kühl (21) vom Plan-Jugenbeirat übernimmt symbolisch die Geschäfte des seinerzeitigen Bundesfinanzministers und Vizekanzlers Olaf Scholz in Berlin Inga Kjer/BMF-Photothek

Doch was ist der Jugendbeirat und was seine Aufgabe?

Der Jugendbeirat besteht aus bis zu 20 jungen Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Wir wohnen über ganz Deutschland verteilt und engagieren uns neben Schule, Arbeit und/oder Uni-Studium ehrenamtlich für Themen wie Gleichberechtigung, Umwelt- und Klimathemen, politische Teilhabe sowie die Rechte von Kindern und Jugendlichen weltweit. Dabei arbeiten wir eng mit Plan International Deutschland zusammen und beraten den Verein aus Jugendsicht, unter anderem bei der Mitgliederversammlung sowie Vorstandssitzungen. Unsere ehrenamtlichen Mitglieder vertreten den Verein nach innen und außen.

„Unsere Mitglieder liefern Impulse aus der ,jungen Perspektive‘.“

Paula, Mitglied im Plan-Jugenbeirat
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller trifft Plan-Jugendbeirat
Paula vom Plan-Jugendbeirat informiert 2018 Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller über die Aktion „Education – Not for sale“, mit der sich der Jugendbeirat gegen Kinderarbeit stark machte Michael Fahrig
Eine Gruppe Frauen bei der GIZ
Im Rahmen der „Gespräche zur internationalen Zusammenarbeit“ diskutierten 2018 Maike Röttger, Dana Golombek, Dr. Maria Flachsbarth, Karin Kortmann, Wadzanai Motsi-Khatai und Paula vom Plan-Jugendbeirat die Jugendbeteiligung in der Entwicklungszusammenarbeit und politische Teilhabe Thomas Trutschel

Der Jugendbeirat wurde 2013 gegründet und ist seitdem ein festes Gremium bei Plan International Deutschland. Anfangs noch als „PlanAction“ bekannt, unterstützen seine Mitglieder die Referent:innen von Plan International bei ihrer Arbeit und liefern Impulse aus der „jungen Perspektive“. Gleichzeitig erhalten wir Unterstützung bei der Umsetzung unserer eigenen politischen Kampagnen wie „Education – Not for sale“ zum Thema Kinderarbeit und -bildung. Wir nehmen außerdem an Veranstaltungen und Paneldiskussionen teil, und organisieren Aktionen, auf die wir Lust haben.

Wir treffen uns drei Mal im Jahr zu Workshops, tauschen uns spätestens alle zwei Wochen online aus und arbeiten in der Zwischenzeit individuell oder in kleineren Gruppen an den aktuellen Projekten.

Mädchen und Jungs springen
28 Jugendliche aus Deutschland, Indonesien, Norwegen und den Philippinen nahmen im Juli 2015 am ersten sogenannten Sommer-Camp im brandenburgischen Blossin teil Michael Fahrig

Personen, die den Plan-Jugendbeirat aufgebaut haben

Unser zehnjähriges Bestehen nehmen wir zum Anlass, um einen Blick auf die Personen zu werfen, die den Jugendbeirat aufgebaut haben, ihr Herzblut investiert haben und ihn zu dem gemacht haben, was uns jetzige Mitglieder immer weiter anspornt, unsere Zeit für Plan und unser aller gemeinsame Ziele zu investieren. Wir haben einige unserer ehemaligen Mitglieder befragt, wie die Arbeit am und im Jugendbeirat sie selbst und ihr Leben geprägt hat. Und außerdem wollten wir wissen, was ihre schönste Erinnerung daran ist.

Über den Plan-Jugendbeirat

Einen Einblick in unsere Arbeit, Kampagnen und Aktionen bekommst du auf Instagram und auf unserer Website

Mehr erfahren
Zwei Mitglieder des Jugendbeirats
Mitglieder des Plan-Jugendbeirats Michael Fahrig
Aktivistinnen demonstrieren
Hamburg 2016: Mit der Aktion „My Choice, My Future“ machen die Plan-Jugendgruppe und Schülerinnen des Heinrich-Heine-Gymnasiums auf die Gefahren von früher Schwangerschaft aufmerksam Morris Mac Matzen

Luisa, Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2016 bis 2021

„Durch den Jugendbeirat habe ich viele nette und vielfältige Menschen kennengelernt und einige tolle neue Freundschaften gewonnen. Er hat mich offener werden lassen, ich durfte viele andere Kulturen und Arbeitsweisen kennenlernen. Und der Jugendbeirat hat mir vor allem eins gezeigt: Wie viel man verändern kann, wenn man sich gemeinsam als Team für etwas stark macht!

Meine Zeit im Jugendbeirat besteht aus vielen wunderbaren Erinnerungen, die schönsten habe ich an unsere Workshops, als wir erschöpft nach der erfolgreichen Kampagnenplanung die Abende gemeinsam verbracht haben.“

„Gerade junge Leute können wahnsinnig viel beitragen, um unsere Gesellschaft zu verbessern.“

Jonas, Mitglied im Plan-Jugendbeirat 2013 bis 2017

„Die Zeit im Jugendbeirat hat mir Lust auf politische Kampagnen gemacht und mir gezeigt, wie wertvoll das eigene Engagement sein kann, um Dinge positiv zu verändern“, ergänzt Jonas, Mitglied im Plan-Jugendbeirat 2013 bis 2017. „Gerade junge Leute können wahnsinnig viel beitragen, um unsere Gesellschaft zu verbessern. Das prägt mich bis heute. Ich habe viele besondere Erinnerungen an diese Arbeit und wenn ich ein Highlight herauspicken müsste, dann wäre das meine Rede bei den Vereinten Nationen in Bangkok. Das war schon etwas sehr Besonderes.“

Ein junger Mann steht in einem Park
Als Mitglied des Plan-Jugendbeirats sprach Jonas bei den Vereinten Nationen Patrick Kaplin
Jungen und Mädchen sitzen zusammen
Workshops bringen immer wieder die Mitglieder des Plan-Jugendbeirats zusammen Michael Fahrig

Lara K., Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2018 bis 2020

„Im Jugendbeirat habe ich viel über entwicklungspolitische Themen gelernt und schaue dadurch definitiv mit einem anderen, kritischen Blick auf die Welt. Außerdem habe ich im Jugendbeirat viele tolle und interessante Menschen kennengelernt, die genauso vielfältig sind, wie die Themen, mit denen wir uns beschäftigt haben.

„Ich schaue mit einem anderen, kritischen Blick auf die Welt.“

Lara K., Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2018 bis 2020

Meine schönsten Erinnerungen sind die vielen Jugendbeiratsworkshops, an denen ich im Laufe der Zeit teilnehmen durfte. Ob an einem einsamen See in Schleswig-Holstein oder im Plan-Büro in Hamburg: Während der Workshops haben wir unglaublich viel gelernt, spannende Themen kennengelernt, gemeinsam als Team an neuen Kampagnen gearbeitet und sind mit vielen frischen Ideen und hochmotiviert nach Hause gefahren.“

Eine junge Frau vor dem Bundestag in Berlin
Lara W. 2019 vor dem Reichstag in Berlin privat
Ein junger Mann präsentiert an der Tafel
Bei ihren Treffen planen die Mitglieder des Plan-Jugendbeirats Aktionen und diskutieren Fragen zur Internationalen Zusammenarbeit Michael Fahrig

Lara W., Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2017 bis 2021

„Der Jugendbeirat war mein Einstieg in den Aktivismus. Durch den Jugendbeirat habe ich gelernt, dass ich etwas bewirken kann. Die Zeit hat mir Mut gemacht, für die Themen einzustehen, die mir wichtig sind, und mich viele inspirierende andere junge Menschen treffen lassen. Auch jetzt setze ich mich für Menschenrechte ein und kann viel von dem, was ich in der Zeit des Jugendbeirats an Wissen und Fähigkeiten gelernt habe, nutzen.

„Ich kann viel von dem, was ich in der Zeit des Jugendbeirats gelernt habe, nutzen.“

Lara W., Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2017 bis 2021

Meine schönsten Erinnerungen sind die Workshops, bei denen wir alle zusammengekommen sind und gemeinsam die nächsten Aktionen und Kampagnen geplant haben. Es war immer unglaublich motivierend und beeindruckend zu merken, wie viel wir gemeinsam schaffen können; das hat auch einfach viel Freude gemacht.“

Ein Gruppenfoto mit Bürgermeister
Kim (l.) und Béatrice (3. v. l.) vom Plan-Jugendbeirat treffen Dr. Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg) und Aydan Özoguz (MdB) im Hamburger Plan-Büro Dirk Eisermann

„Ich kann es jungen Menschen ans Herz legen, sich für etwas zu engagieren, wofür sie brennen.“

Béatrice, Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2017 bis 2021

Béatrice, Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2017 bis 2021

„Ich habe in meiner Zeit im Jugendbeirat viele Erfahrungen sammeln können und einen Blick auf die Entwicklungszusammenarbeit gewonnen, den ich von außen vielleicht sonst gar nicht hätte bekommen können. Treffen mit ehemaligen Patenkindern, Erfahrungsberichte aus Projekten sowie gemeinsame Workshops mit Jugendlichen aus Projektländern waren für mich sehr bereichernd. Auch unsere gemeinsame Arbeit im Jugendbeirat zu bestimmten Themen hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich blicke mit vielen positiven Erinnerungen auf meine Zeit im Jugendbeirat zurück und kann es jungen Menschen ans Herz legen, sich für etwas zu engagieren, wofür sie brennen.

Lisa, Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2018 bis 2021

„Während meiner Zeit im Jugendbeirat habe ich unfassbar viel Neues über die Arbeit in einer Nichtregierungsorganisation, über diverse politische Themen, aber auch über mich selbst gelernt. Wie gestalte ich eine Kampagne? Wie kann ich Ideen umsetzen? Wie eigne ich mir Wissen über komplexe Themen an? Wie kann ich Forderungen anschaulich präsentieren und nachhaltig umsetzen? Mit all diesen Fragen und noch vielen mehr habe ich mich in dieser Zeit befasst. Und das Tollste daran: Ich war nie allein. Als Team haben wir uns den Herausforderungen gestellt und gemeinsam weiterentwickelt.

Die Arbeit rund um unsere Kampagne ,Education – Not for sale‘ zum Thema Kinderarbeit sowie die Übergabe unserer Forderungen an den damaligen Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in Berlin.“

Eine junge Frau lehnt auf einer Brücke
„Als Team haben wir uns im Jugendbeirat den Herausforderungen gestellt“, sagt Lisa privat
Jugendliche diskutieren aufgeregt
Interaktives Training beim Sommer-Camp: „Am schönsten fand ich immer die Workshops“, sagt Plan-Jugendbeiratsmitglied Miriam über ihre ehrenamtliche Mitarbeit Michael Fahrig

„Mein Engagement im Jugendbeirat hat meine Interessen gefestigt und mich motiviert, diese Themen auch im Rahmen meines Studiums aufzugreifen.“

Miriam, Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2013 bis 2023

Miriam, Mitglied im Plan-Jugendbeirat von 2013 bis 2023

„Mein Engagement im Jugendbeirat hat mir die Möglichkeit gegeben, mich für meine gesellschaftspolitischen Interessen einzusetzen. Dies hat meine Interessen gefestigt und mich motiviert, diese Themen auch im Rahmen meines Studiums aufzugreifen. Dieses Gremium hat mir die Möglichkeit gegeben, mich mit anderen Jugendlichen zusammenzutun und gemeinsam für die Interessen junger Menschen einzutreten. Außerdem habe ich tolle Freund:innen gefunden, die auch nach meiner Zeit im Jugendbeirat mein Leben bereichern.

Am schönsten fand ich immer die Workshops. Ein weiteres Highlight war definitiv die Übergabe der Forderungen der Kampagne ,Education – Not for sale‘ an den damaligen Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller im Berliner Reichstagsgebäude.“

Kim, Mitglied im Plan-Jugendbeirat seit 2018

„Der Jugendbeirat hat mein Leben wirklich nachhaltig verändert! Seit ich 2018 eingetreten bin, hatte ich die verschiedensten Möglichkeiten, in Politik und gesellschaftliche Prozesse Einblicke zu erhalten – das wäre ohne all die Möglichkeit des Jugendgremiums niemals möglich gewesen.

Meine schönsten Erinnerungen an den Jugendbeirat sind all unsere gemeinsamen Momente, in denen wir Projekte und Kampagnen geplant haben. Wenn alle zusammen an etwas Großem arbeiten, fühle ich mich wirksamer und weniger machtlos angesichts der vielen Probleme unserer Zeit. Außerdem war die ,Women Deliver Konferenz 2019‘ für mich ein Highlight: Dort habe ich viele Aktivist:innen aus anderen Ländern kennen lernen können.

Drei lachende junge Aktivistinnen
Marinel von den Philippinen, Svea und Béatrice aus Deutschland beim Medien-Workshop Michael Fahrig

„Der Jugendbeirat ist ein gelungenes Beispiel für bedeutungsvolle Jugendpartizipation.“

Kim, Mitglied im Plan-Jugendbeirat seit 2018

Wir danken von Herzen allen jetzigen und insbesondere ehemaligen Mitgliedern des Jugendbeirats sowie unseren Unterstützer:innen inner- und außerhalb von Plan International. Ohne euch wären wir heute nicht da, wo wir stehen – ein großartiger, institutionalisierter Jugendbeirat zu sein und ein gelungenes Beispiel für bedeutungsvolle, nachhaltige Jugendpartizipation.“

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