Elbkinder

Die Elbkinder - Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten gGmbH trägt 183 Kitas in Hamburg. Rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für das Unternehmen der freien Hansestadt Hamburg. Seit Januar 2012 werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Intranet, per E-Mail und auf einer Betriebsversammlung dazu aufgerufen, monatlich den Restcent ihres Gehalts, das heißt den Betrag hinter dem Komma, für die Projektarbeit von Plan zu spenden.

 

Seit 2018 Unterstützung zur Frühförderung von Kindern in Ecuador

Seit 2018 unterstützen die Elbkinder im Rahmen ihrer Restcent-Aktion das Projekt „Kinder früh fördern und vor Armut schützen“ in Ecuador. In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige erhalten eine frühkindliche Förderung und jedes dritte Kind war schon einmal von Gewalt betroffen. Gründe für diese Lebensumstände, die das Wohl und die gesunde Entwicklung der Kinder gefährden, sind vor allem Armut, geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie fehlende Kenntnisse über frühkindliche Entwicklung. Dies gilt besonders häufig für junge Eltern, die die Schule nicht beendet und nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

In diesem Projekt stärken wir die Fähigkeiten von jungen Eltern und fördern die gesunde, ganzheitliche Entwicklung von Kindern unter fünf Jahren. In Schulungen verbessern die Eltern ihre Kenntnisse zu gesunder, ausgewogener Ernährung sowie zu frühkindlicher Entwicklung und Stimulierung. Insbesondere Väter werden in diese Maßnahmen eingebunden, damit sie eine aktive Rolle bei der Förderung und Erziehung ihrer Kinder übernehmen. Auf diese Weise werden traditionelle Rollenmuster aufgebrochen und ein wichtiger Beitrag zu mehr Gleichberechtigung geleistet. Junge Mütter unterstützen wir dabei, selbstständig Geld zu verdienen und eigene Kleinstunternehmen zu gründen. Insgesamt profitieren von dem Projekt rund 3.000 Kinder unter fünf Jahren, 2.000 Mütter, Väter und Betreuungspersonen sowie 50 Gemeindevertreterinnen und -vertreter aus 20 Projektgemeinden.

 

Unterstützung im Kampf gegen Kinderarbeit in Tansania

Bis 2018 unterstützten die Elbkinder im Rahmen ihrer Restcent-Aktion das Projekt Mädchen und Jungen vor Kinderarbeit schützen in Tansania. Ziel des Projektes war es, Mädchen und Jungen vor der gefährlichen und ausbeuterischen Arbeit im Kleinbergbau zu schützen. Mädchen und Jungen, die in den Minen arbeiten, sollten im Rahmen des Projektes die Chance erhalten, wieder zur Schule zu gehen. Von den Projektmaßnahmen profitierten 38.600 Kinder zwischen fünf und 13 Jahren, die in der Region arbeiten, sowie 129.900 minderjährige Mädchen und Jungen aus elf Bezirken.

Um diese Ziele zu erreichen, errichtete Plan ein Netzwerk für den Kinderschutz auf Gemeinde-, sowie auf Bezirks- und Distriktebene, in dem die verantwortlichen staatlichen und nichtstaatlichen Akteure vertreten sind. Hierzu zählen beispielsweise die Behörden für Soziales, Bildung und Gemeindeentwicklung, die Polizei und Justiz, das Gesundheitswesen, aber auch lokale Entscheidungsträger und zivilgesellschaftliche Organisationen. In Schulungen sensibilisierte Plan die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Institutionen für die  Kinderrechtsverletzungen, die in Geita stattfinden. Plan unterstützte sie dabei, ihre Verantwortung wahrzunehmen und effektive Maßnahmen umzusetzen, um Mädchen und Jungen vor gefährlicher Kinderarbeit zu schützen. Gemeinsam wurden Mechanismen entwickelt, um Fälle von Kinderrechtsverletzungen künftig besser verfolgen und ahnden zu können. Darüber hinaus arbeitete Plan eng mit dem Bergbau- und Arbeitsministerium zusammen. Regelmäßige Kontrollbesuche in den Minen sollen sicherstellen, dass dort keine Mädchen und Jungen unter 18 Jahren beschäftigt sind.

 

Unterstützung von Gemeindeschulen in Guinea-Bissau

Bis 2015 unterstützten die Elbkinder auf diesem Wege Gemeindeschulen in Guinea-Bissau. Nach dem Human Development Index ist das westafrikanische Land Guinea-Bissau eines der am geringsten entwickelten Länder der Welt (Platz 176 von 187). Nur 53,7 % der Kinder besuchen eine Grundschule und nur 4,1 % schließen sie ab. Angesichts der Schwäche des staatlichen Bildungssystems gründen viele Gemeinden eigene Schulen, sogenannte Gemeindeschulen. Die Gemeindeschulen bieten Unterricht von der ersten bis zur vierten Klasse. Wer die fünfte und sechste Klasse besuchen möchte, muss seine Gemeinde verlassen. Dies ist neben wirtschaftlichen und kulturellen Gründen ein weiterer Grund dafür, dass viele Kinder und gerade Mädchen nicht zur Schule gehen oder diese nicht abschließen.

Mit dem inzwischen abgeschlossenen Projekt „Unterstützung von Gemeindeschulen in Guinea-Bissau“ hat Plan die Schulsituation in der Projektregion Bafatá grundlegend verbessert und so dafür gesorgt, dass mehr Kinder ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können. Plan unterstützte den Bau und die Einrichtung von zwölf neuen Klassenzimmern und stellte Lehrmittel für 30 Gemeindeschulen bereit. Fortbildungen für 54 Lehrkräfte trugen ebenfalls dazu bei, dass die Bildungsmöglichkeiten und die Unterrichtsqualität für insgesamt rund 6.000 Schulkinder verbessert werden konnten. Durch Einkommen fördernde Maßnahmen konnten die Schulverwaltungskomitees unternehmerische Aktivitäten starten und zusätzliche Einnahmen erzielen. Mit diesen unterstützen sie nun die Gemeindeschulen und tragen so zur Nachhaltigkeit des Projektes bei. Durch Sensibilisierungs- und Informationsveranstaltungen wurden über 8.590 Gemeindemitglieder erreicht.

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