In vielen Dörfern in Ghana ist der Weg zum nächsten Brunnen noch weit.
In vielen Dörfern in Ghana ist der Weg zum nächsten Brunnen noch weit.

Wasser für Afrika: Wasserversorgung in Ghana verbessern

Sauberes Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene sind Grundbedürfnisse des Menschen und für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar. In Ghana haben jedoch nur 14 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Plan International trägt in den Regionen Eastern und Volta zu einer verbesserten Wasser- und Sanitärversorgung und damit zu einer Verringerung der Kindersterblichkeit bei.

Wir versorgen Schulen & Gemeinden mit Wasser.

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Eastern und Volta (Ghana)

Projektlaufzeit:
September 2015 - September 2018

Ziel:
Sauberes Trinkwasser und eine verbesserte Sanitärversorgung in 20 Projektgemeinden

Maßnahmen:

  • Brunnen für Afrika: Brunnenbau in 20 Gemeinden
  • 19 Schulen erhalten Toiletten und Waschräume
  • Schulungen für 40 lokale Sanitärtechniker sowie 20 Wasser- und Sanitärkomitees
  • Hygieneaufklärung in Schulen und Gemeinden

Wasserversorgung in Afrika: Was uns in Ghana erwartet

Sauberes Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene sind Grundbedürfnisse des Menschen und für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar. In Ghana haben nach Angaben von Unicef jedoch nur 15 Prozent der Bevölkerung – das sind 4,1 von insgesamt 27,4 Millionen Einwohnern – Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Mehr als 3 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Menge und die Qualität des Wassers an den Entnahmestellen schwanken zudem stark und viele Brunnen liegen weit von den Gemeinden entfernt.

Der begrenzte Zugang zu Sanitäranlagen und sauberem Trinkwasser hat gravierende Auswirkungen auf die Hygiene- und Gesundheitssituation. Vor allem bei Kleinkindern unter 5 Jahren stellen Durchfall und Wurmerkrankungen,
wie sie häufig durch verunreinigtes Wasser verursacht werden, ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Denn durch die Infektionen nehmen Unterernährung und die Anfälligkeit für andere Krankheiten noch weiter zu und sind mitunter lebensbedrohlich.

In den Projektgemeinden der Regionen Eastern und Volta liegt der Zugang zu sauberem Wasser noch weit unter dem nationalen Durchschnitt bei nur 20 Prozent (landesweit sind es 89 Prozent). Auch in vielen Schulen der Region gibt es weder Schultoiletten noch Möglichkeiten zum Händewaschen. Die Kinder verrichten ihre Notdurft im Freien, was besonders bei Mädchen ab Beginn der Pubertät zu Fehltagen und Schulabbrüchen führt.

Was wir bisher für den Projekterfolg in Ghana getan haben

In den Gemeinden Liati Soba und Addo Nkwanta haben wir Anfang 2017 zwei Brunnen gebohrt und mit Handpumpen ausgestattet. Die Bewohnerinnen und Bewohner nutzen bereits die neuen Pumpen, um sich und ihre Familien mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. in der Gemeinde New Asouyaa in der Region Eastern statten wir einen traditionellen von Hand gegrabenen Brunnen mit einer Handpumpe aus. Die Bauarbeiten standen zum Zeitpunkt der Berichterstellung kurz vor ihrem Abschluss. Anschließend wird die Wasserqualität überprüft und der Brunnen für die Gemeinde zur Trinkwasserversorgung freigegeben.

Die Ausstattung von sechs Brunnenanlagen mit teilmechanisierten Systemen konnte ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden. In feierlichen Zeremonien wurden die Anlagen an die Gemeinden übergeben. Bereits zuvor waren sechs Mechanikerinnen und Mechaniker ausgewählt worden, welche die Brunnensysteme instand halten und bei Bedarf reparieren können. Drei von ihnen waren bereits im Februar 2017 geschult worden, die übrigen drei nahmen nun ebenfalls an entsprechenden Schulungen teil.

Auch in diesem Berichtszeitraum informierten unsere lokalen Partner zusammen mit den Gesundheitsclubs der Projektschulen die Gemeindemitglieder darüber, wie sie die Hygienesituation in ihren Dörfern selbstständig verbessern können. Mit Hilfe von 440 Broschüren und Postern sowie 15 Theateraufführungen informierten die Gesundheitsclubs ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, ihre Familien und andere Gemeindemitglieder über die Vorteile verschiedener Hygienepraktiken. Sie verdeutlichten beispielsweise, wie wichtig das regelmäßige und gründliche Händewaschen ist. Außerdem machten sie darauf aufmerksam, dass Pfützen und stehendes Wasser die Ausbreitung von Moskitos und Malaria begünstigen.

Um den Bau privater Latrinen zu fördern, besucht das Projektteam regelmäßig die Gemeinden, begleitet die Baumaßnahmen und leistet individuelle technische Unterstützung. Zudem werden Werkzeuge wie Schubkarren, Schaufeln und Spitzhacken zu Verfügung gestellt. Insgesamt 338 private Latrinen haben die Bewohnerinnen und Bewohner in den Projektgemeinden inzwischen errichtet.

Zu Beginn des Berichtszeitraums starteten auch die Renovierung und der Bau von mädchenfreundlichen Schultoiletten. Die Wasser- und Sanitärkomitees begleiten die Bauarbeiten und auch die Gemeinden leisten tatkräftige Unterstützung. Mitglieder der Schulmanagementkomitees und Elterngruppen der 19 Projektschulen werden sich auch langfristig für die Verbesserung der Hygiene und Sanitärsituation an ihren Schulen einsetzen. Im Mai 2017 nahmen 190 von ihnen an Trainings teil, in denen sie sich zum Betrieb und der Instandhaltung der Brunnen- und Sanitäranlagen fortbildeten.

Prüfung und Bewertung der Projektaktivitäten

Im März 2017 wurde eine Evaluierung durchgeführt, um die Fortschritte des Projektes zu messen, mögliche Schwierigkeiten zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Die Evaluierung zeigte, dass bereits wichtige Erfolge erzielt werden konnten. Während zu Beginn des Projektes nur 20 Prozent der Bevölkerung in den Projektgemeinden Zugang zu Trinkwasser hatte, waren es im März 2017 bereits 51 Prozent. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner, die Zugang zu sanitären Einrichtungen haben, stieg bereits auf 37 Prozent.

Auch das Bewusstsein über die Zusammenhänge von Hygiene und Krankheitsprävention hat sich nachweislich verbessert und wichtige Hygienepraktiken finden vermehrt Anwendung. Über 90 Prozent der Befragten gaben an, sich nach dem Toilettengang und vor dem Essen die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Zum Zeitpunkt der Grunddatenerhebung zu Projektbeginn waren dies nur 16 Prozent.

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Berichte der Wasserprojekte in Ghana

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