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Unser Team der Spenderbetreuung beantwortet gerne Ihre Fragen rund um unsere Spendenprojekte:

Kinder haben das Recht, vor Gewalt geschützt zu werden.
Kinder haben das Recht, vor Gewalt geschützt zu werden. © Plan

Projekt: Gewaltfrei aufwachsen

In den Philippinen setzen wir von Plan International uns mit einem Projekt für eine gewaltfreie Erziehung von Kindern ein. Denn Gewalt ist dort weit verbreitet, weil Eltern die körperliche Züchtigung ihrer Kinder gesetzlich erlaubt ist. Unser Kinderhilfswerk klärt über die schwerwiegenden Folgen gewaltsamer Erziehungsmethoden auf und fördert Gesetzesinitiativen zum Kindesschutz. Von unseren Maßnahmen profitieren insgesamt rund 2,5 Millionen Mädchen und Jungen in den Regionen Ifugao, Eastern Samar, Sarangani sowie in den Städten Quezon, Naga und Cebu. Im Falle einer gesetzlichen Umsetzung erreichen wir im gesamten Land etwa 37 Millionen Kinder. Gefördert wird das Projekt durch die Europäische Union.

Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
Ifugao, Eastern Samar, Sarangani, Quezon, Naga und Cebu City

Projektlaufzeit:
September 2013 – Januar 2017

Ziel:
Kindern ein gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen

Maßnahmen:

  • Stärkung lokaler und überregionaler Organisationen, damit sie zusammen mit der Regierung Gesetze zum Kindesschutz auf den Weg bringen
  • Bereitstellen von Informationsmaterial für Politik, Medien, Schulen und Organisationen
  • Gründung von Jugendgruppen und Kindesschutzkomitees, die sich für Kinderrechte einsetzen
  • Einrichten von Beratungsstellen für Kindesschutz

Was uns in den Philippinen erwartet

In den Philippinen werden Kinder zur Erziehung häufig geschlagen, angeschrien und beschimpft. Wie eine Studie der philippinischen Polizeibehörde zeigt, kommt sogar schwere körperliche Misshandlung bei Kindern immer häufiger vor. Ein Grund dafür ist, dass es Eltern gesetzlich erlaubt ist, Gewalt einzusetzen, um ihre Kinder zu disziplinieren. Lediglich in Schulen und anderen öffentlichen Erziehungseinrichtungen ist die Prügelstrafe offiziell verboten. Doch auch hier ist Gewalt durch
Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher weithin verbreitet und gesellschaftlich anerkannt. Dabei werden Jungen oft härter und in fast zwei Dritteln aller Fälle mit Schlägen bestraft. Mädchen leiden häufiger
unter Beschimpfungen und psychischer Gewalt. Doch auch mehr als 40 Prozent der befragten Mädchen berichten, dass sie Schläge und Prügel in der Erziehung erlebt haben.

Die Folgen dieser Gewalt sind gravierend. Während körperliche Misshandlung zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod des Kindes führen kann, beeinträchtigen die Folgen der alltäglichen Gewalt langfristig die Entwicklung der Kinder. Denn das Erleben von Schlägen und Prügel führt oft zu seelischen Schäden und dazu, dass sich Kinder selbst ebenfalls aggressiv verhalten. Sie wirkt sich oft auch negativ auf die Schulleistungen aus. Darüber hinaus ist es sehr wahrscheinlich, dass Kinder, die in ihrer Jugend geschlagen wurden, später als Eltern auch Gewalt als Mittel zur Erziehung ihrer eigenen Kinder einsetzen.

Die Projektziele

Ziel des Projektes ist es, die Zivilgesellschaft bei der Umsetzung von Programmen zu unterstützen, die sich gegen körperliche Züchtigung, Mobbing und andere Formen der Gewalt gegen Kinder richten. Außerdem will Plan die philippinische Regierung dazu veranlassen, neue Gesetzesinitiativen zum Schutz der Kinder zu starten und umzusetzen. Kinder- und Jugendgruppen sollen in Schulungen lernen, wie sie ihr Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen zum Ausdruck bringen und entsprechenden Schutz einfordern können.

Mit diesem von der Europäischen Union geförderten Projekt trägt Plan dazu bei, die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zu verwirklichen. Dabei baut das Kinderhilfswerk auf den Erfahrungen und Strukturen eines Vorgängerprojektes auf, welches ebenfalls mit Unterstützung der EU auf den Philippinen umgesetzt wurde. Plan arbeitet in diesem Projekt mit mehreren zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, die sich seit langem aktiv gegen Gewalt in der
Erziehung engagieren.

Von den Projektaktivitäten in den drei ländlichen Regionen Ifugao, Eastern Samar und Sarangani sowie in den Städten Quezon, Naga und Cebu profitieren rund 2,5 Millionen Kinder. Bei einer Umsetzung der
Gesetzesinitiativen zum Kindesschutz profitieren im gesamten Land 37 Millionen Kinder. In einigen Gebieten der Region Eastern Samar, die im November 2013 besonders schwer vom Taifun Haiyan getroffen wurden, werden die Projektaktivitäten erst verspätet beginnen. Plan legt dort den Focus seiner Unterstützung zunächst auf Nothilfemaßnahmen und den Wiederaufbau.

Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

Exemplarische Projektkosten

63 Euro:
Gründung einer Kinder- und Jugendgruppe, die für gewaltfreie Erziehung eintritt.

147 Euro:
Workshop für eine lokale Nichtregierungsorganisation, die sich für gewaltfreie Erziehung einsetzt

1061 Euro:
Informationsmaterialien für gewaltfreie Erziehungsmethoden für einen Projektbezirk

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,8%)
  • Werbeausgaben und
    Öffentlichkeitsarbeit (12,8%)
  • Verwaltungsausgaben (5,4%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012

Um die Verwaltungskosten möglichst niedrig zu halten, gehört das Plan-Büro in Österreich zu Plan International Deutschland e.V.. Ihre Spende ist natürlich auch in Österreich steuerlich absetzbar!

Dieses Projekt wird unterstützt von:
EuropeAid
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