Arbeit für junge Menschen sichern

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Das Projekt in der Übersicht

Projektregion:
La Paz und Tarija

Projektlaufzeit:
November 2014 – September 2018

Ziel:
Verbesserte Arbeitschancen und höheres Einkommen für junge Frauen und Männer

Maßnahmen:

  • Berufliche Trainings für 830 junge Frauen und Männer
  • Junge Frauen für ihre Rechte sensibilisieren
  • Gründung von Kleinstunternehmen fördern

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    Was uns in Bolivien erwartet

    Trotz der wachsenden Wirtschaftskraft in Bolivien ist Armut, vor allem unter jungen Menschen, ein zentrales Problem. Gerade in ländlichen Regionen sind die beruflichen Möglichkeiten sehr eingeschränkt. In städtischen Gebieten sind viele junge Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt, die ihnen keinerlei Sicherheiten bieten. Dabei arbeiten sie überdurchschnittlich lange, bekommen ein Gehalt unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns und erhalten keine Sozialleistungen. Viele Wirtschaftszweige, wie der Bergbau, die Forst- und die Landwirtschaft, machen sich den Reichtum ihres Landes an natürlichen Ressourcen zunutze. Weil der Klimawandel inzwischen jedoch gravierende Auswirkungen auf diese Branchen hat, sind die Unternehmen gezwungen, diesen Veränderungen Rechnung zu tragen. Auch die beruflichen Ausbildungen müssen entsprechend angepasst werden, um eine zukunftsfähige Beschäftigung zu gewährleisten.

    Die Projektziele

    In diesem Projekt unterstützen wir junge Frauen und Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren dabei, ihre beruflichen Fähigkeiten zu verbessern. Schulungen und Praktika helfen ihnen, eine gut bezahlte, sichere und menschenwürdige Arbeitsstelle finden oder sich selbstständig zu machen. Ihr Lebensstandard wird sich dadurch entscheidend und langfristig verbessern. Sie selbst und ihre Familien profitieren von der finanziellen Sicherheit, die ihnen eine feste Anstellung bietet. Dabei sollen die jungen Frauen und Männer besonders in sogenannte „grüne Jobs“ vermittelt werden, in denen ein nachhaltiger und umweltbewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen stattfindet. 830 Jugendliche und junge Erwachsene – 60 Prozent von ihnen junge Frauen – aus insgesamt fünf Gemeinden der Departements La Paz und Tarija profitieren direkt von diesen Projektmaßnahmen. Unter ihnen sind circa 40 junge Erwachsene mit Behinderungen, die gezielt in die Maßnahmen mit eingebunden und gefördert werden.

    Was wir für den Projekterfolg tun

    Zu Beginn des Projektes führen wir eine Arbeitsmarktstudie durch, um dadurch einen Überblick über die Unternehmen und potentielle Arbeitgeber in der Region zu gewinnen. Anschließend werden die personellen Anforderungen der Unternehmen mit den Bedürfnissen und Kenntnissen der arbeitssuchenden jungen Frauen und Männer abgeglichen. Gleichzeitig wird die Studie die Möglichkeiten für neue Geschäftsfelder ausloten. Um die besonderen Herausforderungen und Hindernisse
    für Frauen im Berufsleben genauer zu erkennen, führen wir zudem eine Genderanalyse durch. Diese dient dem Ziel, mit Hilfe der Projektaktivitäten auch die soziale Stellung von jungen Frauen nachhaltig zu verbessern.

    Auf Grundlage der Arbeitsmarktstudie wird anschließend das Berufstraining für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen konzipiert. 498 Frauen und 332 Männer durchlaufen berufsbildende Trainings, die ihnen wichtige soziale und wirtschaftliche Kompetenzen für das Erwerbsleben vermitteln. Darin lernen sie, selbstbewusst aufzutreten, Termine und Vereinbarungen einzuhalten und sich Ziele zu setzen. Außerdem machen sie sich mit den Grundlagen des Arbeitsrechts und der Finanzverwaltung vertraut. An beruflichen Schulungen nehmen insgesamt 398 Frauen und 265 Männer teil. Sie erwerben dort die notwendigen Fachkenntnisse für wirtschaftlich bedeutende Berufsfelder in der Region. Am Ende der Schulungen erhalten sie Abschlusszeugnisse, die ihnen die entsprechenden Qualifikationen bescheinigen. Um ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, absolvieren voraussichtlich 250 Jugendliche ein dreimonatiges Praktikum in einem lokalen oder regionalen Unternehmen. Eine Aufwandsentschädigung,
    die sie während dieser Zeit erhalten, deckt ihre Kosten für Fahrt und Verpflegung.

    Im Rahmen der beruflichen Trainings hinterfragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die bestehenden Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen. Gemeinsam entwickeln sie Methoden, mit denen sie sich im Alltag für die Gleichberechtigung der Geschlechter einsetzen können. Frauen thematisieren dabei besonders auch Aspekte der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. So lernen sie beispielsweise, dass sie ein Recht darauf haben, selbst über ihren Körper zu bestimmen. Sie machen sich bewusst, dass sie über ihre Zukunft und Familienplanung selbst entscheiden können.

    Wir unterstützen die jungen Frauen und Männer, eigene Geschäftsideen – vor allem in ökologisch nachhaltigen Berufsfeldern – umzusetzen. Sie lernen, welche Investitionen dafür nötig sind und wie sie die erforderlichen Kalkulationen vornehmen. Außerdem erhalten sie Zugang zu Kleinkrediten und eignen sich grundlegende Kenntnisse der Finanzplanung an. In jeder der fünf Projektgemeinden sollen mindestens zwei selbstständige Unternehmen entstehen.

    Aktuelle Projektbeschreibung

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