Viele Peruaner in ländlichen Regionen und den Slums der Großstädte leben unterhalb der Armutsgrenze.
Viele Peruaner in ländlichen Regionen und den Slums der Großstädte leben unterhalb der Armutsgrenze. © Plan/Vania Milanovitch

Peru im Überblick

Peru liegt im Westen Südamerikas und erstreckt sich entlang der Pazifikküste. Das Land gliedert sich landschaftlich in drei Regionen: den schmalen Küstenstreifen im Westen, das zentrale Hochland der Anden und die Regenwaldregion im Osten. Das Küstengebiet hat Wüstencharakter und ist nur am Rand fruchtbar. Die anschließenden Kordilleren umschließen dichtbesiedelte Hochgebirgsebenen. Im Osten liegt das tropische Amazonas-Tiefland. Regelmäßig kommt es in Peru zu Erdbeben und Überschwemmungen.

Einwohner 30,4 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 75 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 17 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 6.390 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 99 %
Landesfläche 1.285.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Lima
Landessprachen Spanisch, Quechua, Aymara
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Peru war Zentrum des Inka-Großreiches, das die Spanier 1523 unterwarfen. 1821 wurde das Land unabhängig und von da an überwiegend autoritär regiert. Ende der 1960er Jahre formierten sich die maoistischen Guerilla-Bewegungen „Leuchtender Pfad“ und „Tupac Amarao“, die bessere Lebensbedingungen für die Bauern, Indios und Mestizen forderten. Die gesellschaftlichen Konflikte führten Anfang der 1980er Jahre zu einem Guerilla-Krieg gegen die Regierung. 1995 wurde dieser beendet.

Situation heute

Von dem wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen Jahrzehnte profitieren nicht alle Peruaner: Der Wohlstand konzentriert sich auf bestimmte Bevölkerungsschichten, besonders in den Städten der Küste. Demgegenüber leben viele Peruaner in abgelegenen Regionen oder den Slums der Großstädte unterhalb der Armutsgrenze. Die indigene Bevölkerung sowie Volksgruppen afrikanischer Abstammung sind gesellschaftlich ausgegrenzt und wirtschaftlich besonders benachteiligt. Seit 2011 ist Ollanta Humala Staatspräsident. Die Überwindung sozialer Konflikte gehört zu den großen innenpolitischen Herausforderungen Perus.

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