Yampier und seine Mitschüler begrüßen uns mit einem traditionellen Tanz.
Yampier und seine Mitschüler begrüßen uns mit einem traditionellen Tanz.

Mit der Kutsche durch Piura

Vor einigen Tagen (im September 2015) hatten wir unseren Termin mit dem Plan Büro in Piura bestätigt und wir waren schon sehr gespannt, was uns wohl erwarten würde. Wir hatten schon viel von Peru gesehen, da wir mit unserem alten Auto um die Welt fahren, aber was uns in Piura erwartete, übertraf all unsere Vorstellungen.

Patenbesuch bei Yampier

Der Tag begann mit einem Treffen im Plan Büro in Piura. Das Team von Plan begrüßte uns sehr herzlich und informierte uns über die Arbeit, die Plan leistet und den Ort in dem Stefan's Patenkind lebt. Da unsere Spanischkenntnisse noch nicht sehr gut sind, begleitete uns der Plan Mitarbeiter Diego den Tag über und übersetzte ins Englische. Gut informiert, konnte es nun losgehen. Zusammen mit dem Plan-Team machten wir uns auf die halbstündige Fahrt zu Yampier's Heimatort. Der Weg führte uns vorbei an großen Reis- und Maisfeldern, dessen Anbau nur durch ein Bewässerungssystem möglich ist, welches wir später noch kennenlernen sollten, da die gesamte Küste von Peru eine Wüstenregion ist.

Herzliche Begrüßung

In Yampier's Heimatort angekommen erwartete uns bereits Yampier's Familie mit einer kleinen Kutsche gezogen von einem weißen Pferd und geschmückt mit kleinen Fähnchen und einem Willkommensschild. Auch der Bürgermeister und einige weitere wichtige Personen aus der Gemeinde begrüßten uns. Dann durften wir zusammen mit Yampier aufsitzen und los ging es zu unserem ersten Stopp, der Schule.

500 Schüler erwarten uns mit einem Tanz

Wir hatten uns über den ersten Empfang sehr gefreut, doch der zweite war überwältigend! Die ganze Schule mit über 500 Schülern und ihren Lehrern wartete auf uns. Zusammen mit Yampier's Familie durften wir auf einer kleinen Tribüne Platz nehmen. Es folgte ein schönes Programm mit der Begrüßung vom Direktor der Schule, einer Geschichte, einem Gedicht und einem traditionellen Tanz, den Yampier mit seinen Klassenkameraden aufführte.

Die Nationalflagge

Als besondere Ehre durfte Stefan sogar die Nationalflagge hissen. Weiter ging es dann mit einem Lehrer, der uns durch die Schule führte und natürlich auch Yampier's Klassenraum zeigte. Wir waren positiv überrascht, da es wirklich eine sehr schöne und moderne Schule ist. Anschließend ging es, nach einer zweiten kleinen Fahrt mit der Kutsche, zum Haus von Yampier's Familie.

Treffen mit Yampiers Familie

Hier lernten wir weitere Familienmitglieder kennen, wie Yampier's Onkel und Tante, sowie seine Oma und Cousins und Cousinen. Das kleine Haus war geschmückt mit vielen lieben Plakaten und Luftballons. Dann gab es eine leckeres Essen mit einer Suppe und selbstgemachtem Saft aus dunklem Mais und Ananas. Später zeigte Yampier uns dann die Tiere der Familie, zu denen ein Schwein und viele Hühner und Truthähne gehörten. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und schon mussten wir uns von Yampier verabschieden. Wir hatten aber noch eine Überraschung für ihn.

Mit dem Auto um die Welt

Auf unserer Reise um die Welt mit unserem alten Mercedes, dürfen alle Menschen, die uns unterstützen auf unserem Auto unterschreiben. Am Ende unserer Reise haben wir dann ein Auto mit Unterschriften von der ganzen Welt. Dieses möchten wir dann für ein Projekt für Kinder versteigern. Und natürlich durfte Yampier's Unterschrift nicht fehlen. Diese eine Unterschrift wird immer eine ganz besondere für uns sein. Weiter ging es dann mit dem Plan-Team zum Gesundheitszentrum des Ortes. Hier wurde uns einiges über die wichtige Arbeit des Zentrums erklärt, sowie ein Raum gezeigt, indem Mütter mit ihren Kindern in der wichtigen Frühentwicklung unterstützt werden.

Besichtigung des Dorfes

Danach fuhren wir etwas außerhalb des Dorfes, um einen für die Farmer so wichtigen Wasserkanal zu besichtigen. Durch Schleusen können so Felder bewässert werden auf denen Mais, Bananen, Reis und Mangobäume wachsen. Nach einem kleinen leckeren Snack mit den Plan-Mitarbeitern, besuchten wir ein kleines Museum, welches Gebrauchsgegenstände sowie traditionelle Kleidung der Region zeigt. Im Museum ist auch ein Aufklärungszentrum für Buben und Mädchen untergebracht. Am Ende der Führung schenkte uns das Museum eine Schale aus Kürbis mit zwei Löffeln, über die wir uns sehr gefreut haben.

Ende eines besonderen Tages

Im Büro von Plan verabschiedeten wir uns dann von den Mitarbeitern, die uns sehr für unseren Besuch dankten und uns versicherten wie wichtig unser Besuch für Yampier, seine Familie und die ganze Gemeinde war und dass sie sich immer an unseren Besuch erinnern werden. Für uns war dies jedoch auch ein ganz besonderer und interessanter Tag, an den wir immer gern zurückdenken werden. 

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