In Nicaragua wollen wir von Plan erreichen, dass mehr Kinder in ländlichen Gebieten die weiterführende Schule abschließen.
In Nicaragua wollen wir von Plan erreichen, dass mehr Kinder in ländlichen Gebieten die weiterführende Schule abschließen. © Plan/Jenny Matthews

Nicaragua im Überblick

Nicaragua ist das größte und zugleich am dünnsten besiedelte Land Mittelamerikas. Geografisch gliedert sich das Land in drei Zonen: dem dichtbesiedelten Flachland am Pazifik, an das sich eine Vulkankette anschließt, dem von Kaffeeanbau geprägten zentralen Hochland und der Atlantikebene mit tropischem Regenwald. Ein geologischer Graben am Rande des Managua- und Nicaraguasees im Süden führt häufig zu Erdbeben.

Einwohner 6,1 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 75 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 24 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 1.780 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 89 %, Männer 85 %
Landesfläche 130.700 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Managua
Landessprachen Spanisch
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Vor der Ankunft der Spanier im frühen 16. Jahrhundert lebten mehrere große indigene Volksgruppen auf dem Gebiet des heutigen Nicaragua. 1821 wurde Nicaragua von Spanien unabhängig und verschiedene Militärdiktaturen wechselten sich ab. Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der US-amerikanische Einfluss. Nach Abzug der US-Amerikaner 1934 beherrschte der Somoza-Clan das Land für 52 Jahre. Ein landesweiter Aufstand führte 1979 zum Sturz des Diktators Anastasio Somoza Debayl und zum Sieg der nicaraguanischen Revolution. In den folgenden Jahren brach ein Bürgerkrieg aus, der erst 1990 beendet wurde.

Situation heute

Nicaragua weist eine große ethnische und kulturelle Vielfalt auf, zahlreiche indigene Bevölkerungsgruppen leben vor allem im Osten des Landes. Innerhalb der Bevölkerung bestehen große Einkommensunterschiede, etwa die Hälfte lebt in Armut. Besonders den jungen Menschen bieten sich kaum Perspektiven. Das Land gehört zu den ärmsten Lateinamerikas. Seit 2007 ist Daniel Ortega Saavedra, ehemaliger erster Staatschef nach der Revolution, erneut Präsident Nicaraguas. So kehrte er nach 16 Jahren an die Macht zurück. Im November 2011 wurde er zum dritten Mal als Präsident wiedergewählt.

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