Die Bevölkerung Kolumbiens setzt sich aus Mestizen, Afro-Kolumbianern sowie indigenen Volksgruppen zusammen.
Die Bevölkerung Kolumbiens setzt sich aus Mestizen, Afro-Kolumbianern sowie indigenen Volksgruppen zusammen. © Plan/Iván Tróchez

Kolumbien im Überblick

Kolumbien liegt im Nordwesten Südamerikas und unterteilt sich in drei Zonen: die Tiefebenen entlang der Karibischen See und dem Pazifik, die Sierra im Zentrum mit Hochebenen und Tälern zwischen drei Andenketten sowie das östliche Flachland, das im Süden mit tropischem Regenwald bedeckt ist. Fast die Hälfte des Landes ist bewaldet. Während etwa zwei Drittel der Bevölkerung in den urbanen Zentren des Landes leben, sind weite Teile Kolumbiens nahezu unbewohnt. Die Bevölkerung setzt sich aus Mestizen, Afro-Kolumbianern sowie indigenen Volksgruppen zusammen.

Einwohner 48,3 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 75 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 17 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 7.560 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 98 %
Landesfläche 1.138.000 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Bogotá
Landessprachen Spanisch
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Im frühen 18. Jahrhundert bildete Kolumbien zusammen mit Panama, Ecuador und Venezuela das spanische Vizekönigreich „Nueva Granada“, das 1819 unter Simón Bolívar unabhängig wurde. 1830 schieden Ecuador und Venezuela aus „Großkolumbien“ aus. Kolumbien wurde 1886 zur unabhängigen Republik. Es kam immer wieder zu Bürgerkriegen zwischen liberalen und konservativen Lagern. Den wirtschaftlichen Aufschwung der 1960er und 70er Jahre beendete Mitte der 80er die „neue Violencia", ausgelöst durch linke Guerilla, paramilitärische Einheiten und Drogenkartelle.

Situation heute

Obwohl sich die Sicherheitslage in Kolumbien kontinuierlich verbessert, gefährdet neben dem seit mehr als 50 Jahren anhaltenden Bürgerkrieg vor allem der Drogenanbau und -handel die Demokratie. Kolumbien weist eine hohe Rate interner Flüchtlinge auf: Rund fünf Millionen Vertriebene – fast die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche – sind seit 2002 aufgrund des bewaffneten Konflikts auf der Flucht. Seit 2010 ist Juan Manuel Santos Calderón Präsident des Landes. Wirtschaftlich entwickelt sich Kolumbien positiv, vor allem die Menschen in den Großstädten profitieren davon. Die Landbevölkerung erreicht diese Entwicklung jedoch kaum, ein Großteil lebt nach wie vor in Armut. Besonders betroffen sind Afro-Kolumbianer und indigene Bevölkerungsgruppen.

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