Die Versorgung der Gemeinden mit sauberem Trinkwasser ist Teil unseres Gesundheitsprogramms in Haiti.
Die Versorgung der Gemeinden mit sauberem Trinkwasser ist Teil unseres Gesundheitsprogramms in Haiti. © Plan/Legagneur Vladimir

Haiti im Überblick

Haiti liegt auf dem westlichen Teil der Karibikinsel Hispaniola. Ehemals als üppig bewachsene „Perle der Antillen“ bekannt, hat Haiti durch Abholzung und Bodenerosion bis heute einen Großteil seiner natürlichen Bewaldung verloren. Es herrscht subtropisch-tropisches Klima. In der Hurrikan-Saison von Juni bis September kommt es häufig zu schweren Überschwemmungen. Haiti befindet sich zudem in einem Erdbebengebiet.

Einwohner 10,3 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 63 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 73 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 810 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 70 %, Männer 74 %
Landesfläche 27.750 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Port-au-Prince
Landessprachen Kreol, Französisch
Religion Voodoo, Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Mit der Entdeckung der „Neuen Welt“ durch Christoph Kolumbus Ende des 15. Jahrhunderts wurde die indigene Bevölkerung Hispaniolas fast vollständig ausgerottet. Im späten 17. Jahrhundert brachten wechselnde Kolonialherren vor allem afrikanische Sklaven auf die Insel, die auf Zuckerplantagen eingesetzt wurden. 1804 wurde Haiti unabhängig. Danach bestimmen Kriege mit der Dominikanischen Republik, politische Instabilität, diktatorische Terror-Regimes und bürgerkriegsähnliche Zustände die Entwicklung des Landes. 1957 errichtete François Duvalier („Papa Doc“) eine Diktatur, die nach seinem Tode von seinem Sohn Jean-Claude Duvalier („Baby Doc“) bis Mitte der 1980er Jahre fortgeführt wurde.

Situation heute

Haiti ist das ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Das Land ist in hohem Maße abhängig von humanitärer, finanzieller und technischer Hilfe aus dem Ausland. Nahrungsmittel müssen importiert werden. Im Januar 2010 kam es zu einem verheerenden Erdbeben, bei dem laut offiziellen Angaben mehr als 220.000 Menschen in Haiti ihr Leben verloren. Im Herbst darauf brach die Cholera aus, die immer noch anhält. Seitdem sind mehr als 500.000 Menschen erkrankt und mehr als 7.000 gestorben. Der Wiederaufbau des Landes geht nur schleppend voran. Nach wie vor leben Tausende Menschen unter schwierigen Bedingungen in Notunterkünften oder provisorischen Zeltstädten. Präsident des Landes ist der populäre Musiker Michel Joseph Martelly.

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