In öffentlichen Aufführungen machen Jugendliche auf die Themen Gleichberechtigung, Auklärung und Sexualität aufmerksam.
In öffentlichen Aufführungen machen Jugendliche auf die Themen Gleichberechtigung, Auklärung und Sexualität aufmerksam.© Plan/Luis Tobar

Projekt: Gesundheit und ein selbstbestimmtes Leben

Sexuelle Rechte und Selbstbestimmung sind in El Salvador stark eingeschränkt: Gewalt und Missbrauch werden oft toleriert und nur selten strafrechtlich verfolgt. Sexuelle Minderheiten werden in hohem Maße diskriminiert. Jugendliche, insbesondere Mädchen, haben es schwer, ihren Lebenspartner oder ihre Partnerin frei zu wählen. Wir wollen die Rechte von jungen Menschen stärken, damit sie ein selbstbestimmtes Leben, eine gleichberechtigte Partnerschaft und ein gesundes Sexual- und Familienleben führen können.

Mangelnde sexuelle Aufklärung zu Hause und in der Schule tragen dazu bei, dass viele Mädchen schon als Teenager schwanger werden. Schwangerschaftsabbrüche – auch infolge von Vergewaltigungen – sind in El Salvador jedoch illegal und werden mit langen Gefängnisstrafen geahndet. Für die jungen Mütter bedeutet die Schwangerschaft ein hohes gesundheitliches Risiko, denn die Müttersterblichkeit ist bei ihnen deutlich höher als bei erwachsenen Frauen. So hat der mangelnde Schutz der sexuellen und reproduktiven Rechte und der Gesundheit besonders für Mädchen und Frauen weitreichende Folgen: Eine frühe Schwangerschaft und fehlende Familienplanung behindern erheblich ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben.

Schulungen über sexuelle und reproduktive Rechte

In fünf Gemeinden der Region La Libertad nehmen Jugendliche an Schulungen teil, in denen sie sich mit sexuellen und reproduktiven Rechten (SRR) auseinandersetzen. Dort sprechen sie über Themen der sexuellen Aufklärung, Verhütung und Familienplanung. Gemeinsam setzen sich die Jungen und Mädchen für Respekt und Gleichberechtigung ein. In Zusammenarbeit mit Schulen und Behörden fördern sie die Akzeptanz sexueller Minderheiten in der Gesellschaft.

Aufklärung in Schulen und Gesundheitszentren

An 25 Projektschulen bildet Plan International 200 Lehrkräfte zu Sexualaufklärung, Menschenrechten und dem Abbau von Diskriminierung, beispielsweise gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen, fort. Mit diesem Wissen sensibilisieren sie Schülerinnen und Schüler sowie circa 1.400 Eltern für Themen der sexuellen Gesundheit und der Gleichberechtigung. Dabei werden auch Gewalt und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten, wie HIV/Aids, und frühe Schwangerschaften thematisiert. An fünf Gesundheitsstationen schult Plan International das Personal, damit sie die Beratung und Versorgung im Bereich der reproduktiven Gesundheit verbessern.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit

In jeder der fünf Projektgemeinden werden lokale Netzwerke gebildet, die sich für sexuelle Rechte, Familienplanung und Gleichberechtigung einsetzen. Für die Arbeit in diesen Netzwerken nehmen die Jugendlichen an weiteren Schulungen teil, in denen sie sich mit Öffentlichkeitsarbeit und den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf SRR beschäftigen. Gemeinsam erarbeiten sie verschiedene Aktivitäten zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, um den Respekt gegenüber Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung zu fördern.

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