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Kinder in Ecuador

Kinder früh fördern und vor Armut schützen

In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige besuchen Angebote zur frühkindlichen Förderung und jedes dritte Kind war schon einmal von Gewalt betroffen. Deshalb schulen wir in diesem Projekt Eltern, damit sie lernen, wie sie ihre Kinder gesund ernähren und fördern können. Junge Mütter unterstützen wir dabei, wirtschaftlich unabhängig zu werden und ihr eigenes Geld zu verdienen. In 27 Projektgemeinden richten wir Zentren zur frühkindlichen Förderung ein.

Kinder früh fördern und vor Armut schützen Helfen auch Sie in Ecuador!

Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Loja und Santa Elena

Projektlaufzeit:
September 2017 – August 2020

Ziele:

  • Kindern unter acht Jahren eine gesunde Entwicklung ermöglichen
  • Eltern stärken, damit sie ihre Kinder ganzheitlich fördern können

Maßnahmen:

  • Schulungen für Eltern zu frühkindlicher Förderung, Gesundheitsversorgung und ausgewogener Ernährung
  • Einrichten von Zentren zur frühkindlichen Förderung
  • Wirtschaftliche Stärkung von Frauen
  • Anlegen von Gemüsegärten und Förderung der Nutztierzucht

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

Was uns in Ecuador erwartet

Die ersten fünf Lebensjahre eines Kindes sind für seine weitere Entwicklung von zentraler Bedeutung. In dieser Zeit erlernen Kinder grundlegende kognitive und soziale Fähigkeiten. Damit sich Mädchen und Jungen in dieser Zeit gesund entwickeln können, benötigen sie eine ausgewogene Ernährung, Gesundheitsversorgung sowie Räume sozialer Interaktion und Stimulierung.

In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige erhalten eine frühkindliche Förderung und jedes dritte Kind war schon einmal von Gewalt betroffen. Gründe für diese Lebensumstände, die das Wohl und die gesunde Entwicklung der Kinder gefährden, sind vor allem Armut, geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie fehlende Kenntnisse über frühkindliche Entwicklung. Dies gilt besonders häufig für junge Eltern, die die Schule nicht beenden und nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Das Projekt unterstützt folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung:

SDG1
Keine Armut
Kein Hunger
Hochwertige Bildung
SDG3
Gesundheit und Wohlergehen
SDG5 Geschlechtergleichheit
Geschlechtergleichheit
SDG8
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Unsere Projektziele

In diesem Projekt stärken wir die Fähigkeiten von jungen Eltern und fördern die gesunde, ganzheitliche Entwicklung von Kindern unter acht Jahren. In Schulungen verbessern die Eltern ihre Kenntnisse zu gesunder, ausgewogener Ernährung sowie zu frühkindlicher Entwicklung und Stimulierung. Insbesondere Väter werden in diese Maßnahmen eingebunden, damit sie eine aktive Rolle bei der Förderung und Erziehung ihrer Kinder übernehmen. Auf diese Weise werden traditionelle Rollenmuster aufgebrochen und ein wichtiger Beitrag zu mehr Gleichberechtigung geleistet. Junge Mütter unterstützen wir dabei, selbstständig Geld zu verdienen und eigene Kleinstunternehmen zu gründen. Insgesamt profitieren von dem Projekt rund 3.000 Kinder unter acht Jahren, 2.000 Mütter, Väter und Betreuungspersonen sowie 50 Gemeindevertreterinnen und -vertreter aus 27 Projektgemeinden.

Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

In vier Gemeinden der Region Santa Elena identifizierten wir im Berichtszeitraum weitere 100 Familien, in denen schwangere Frauen und Kinder mit Mangelernährung leben. Diese Familien wurden in das Projekt mit aufgenommen und beim Anlegen von Gemüsegärten unterstützt. Insgesamt besitzen nun 1.086 Familien einen Gemüsegarten und Hühner für die Verbesserung ihrer Ernährung. Das Projektteam begleitet die Familien bei Fragen rund um die Geflügelzucht und den Gemüseanbau.

In Loja und Santa Elena besuchten 942 Eltern Workshops zu den Themen Kindergesundheit und frühe Förderung. Auch hier zeigte sich, dass die Teilnahme von Vätern eine Herausforderung darstellt. Zum einen sind viele Väter oft über längere Zeit nicht zu Hause. Zum anderen ist es ein langer Prozess, Überzeugungen und Rollenbilder zu verändern. Aus diesem Grund werden die Projektaktivitäten durch die Kampagne „Padres que cuidan“ („Väter, die sich kümmern“) begleitet. Die Kampagne wurde am Vatertag, der in Ecuador am 16. Juni gefeiert wird, über soziale Medien, Radio sowie Printmedien bekannt gemacht.

 

Zwischen März und August 2019 begannen die Projektaktivitäten zur wirtschaftlichen Stärkung von jungen Frauen. Dafür wurde zunächst eine Studie durchgeführt, um Grunddaten über die ökonomische Situation der Familien und insbesondere der Frauen zu erhalten. Untersucht wurde zum Beispiel, ob die Familien über eigenes Land verfügen und was ihre Haupteinnahmequellen sind. Dabei zeigte sich, dass viele Menschen in Loja in der Landwirtschaft arbeiten, ihre Erträge aber vor allem zur Selbstversorgung nutzen.

Eine Marktstudie gab zudem Auskunft über die Wertschöpfungsketten in der Region und damit über das Potenzial für neue Unternehmen. In Loja ist die Wertschöpfungskette von Kaffee vielversprechend, da in der Region hochwertiger Kaffee Arabica angebaut wird. Gute wirtschaftliche Möglichkeiten gibt es auch für die Verarbeitung und den Vertrieb von Honig, Mais und Erdnüssen. In Santa Elena wurden die Hühnerzucht, Gemüseanbau und Schneidereien als vielversprechend bewertet.

 

Prüfung und Anpassung der Projektaktivitäten

Im August 2019 besuchte die Geschäftsführerin von Plan Deutschland das Projekt, um die Arbeit vor Ort kennenzulernen und mit den Beteiligten über das Projekt zu sprechen. So fanden Treffen mit dem Projektteam, lokalen Regierungsvertretenden und Gemeindemitgliedern statt, in denen die Erfolge des Projekts vorgestellt und Herausforderungen besprochen wurden. Als besonders positiv wurde der verbesserte Ernährungszustand der Kinder hervorgehoben sowie die aktive Elternrolle, die viele Väter inzwischen übernehmen.

Projektberichte

Exemplarische Projektkosten

206 EUR:
kostet eine Veranstaltung zur Förderung der aktiven Vaterschaft

2.168 EUR:
kosten unternehmerische Schulungen für junge Mütter in einer Gemeinde

3.094 EUR:
brauchen wir pro Gemeinde für die Renovierung und Einrichtung von Zentren zur frühkindlichen Förderung

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!
Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (81,22%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (13,65%)
  • Verwaltungsausgaben (5,13%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
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