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Kinder früh fördern und vor Armut schützen.
Kinder früh fördern und vor Armut schützen. © Erik Thallaug / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in Ecuador.

Junge Eltern stärken und Kinder fördern

In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige besuchen Angebote zur frühkindlichen Förderung und jedes dritte Kind war schon einmal von Gewalt betroffen. Deshalb schulen wir in diesem Projekt Eltern, damit sie lernen, wie sie ihre Kinder gesund ernähren und fördern können. Junge Mütter unterstützen wir dabei, wirtschaftlich unabhängig zu werden und ihr eigenes Geld zu verdienen. In 27 Projektgemeinden richten wir Zentren zur frühkindlichen Förderung ein.

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Das Projekt in der Übersicht

Projektregionen:
Loja und Santa Elena

Projektlaufzeit:
September 2017 – August 2020

Ziele:

  • Kindern unter acht Jahren eine gesunde Entwicklung ermöglichen
  • Eltern stärken, damit sie ihre Kinder ganzheitlich fördern können

Maßnahmen:

  • Schulungen für Eltern zu frühkindlicher Förderung, Gesundheitsversorgung und ausgewogener Ernährung
  • Einrichten von Zentren zur frühkindlichen Förderung
  • Wirtschaftliche Stärkung von Frauen
  • Anlegen von Gemüsegärten und Förderung der Nutztierzucht

Ja, ich unterstütze dieses Projekt!

Was uns in Ecuador erwartet

Die ersten fünf Lebensjahre eines Kindes sind für seine weitere Entwicklung von zentraler Bedeutung. In dieser Zeit erlernen Kinder grundlegende kognitive und soziale Fähigkeiten. Damit sich Mädchen und Jungen in dieser Zeit gesund entwickeln können, benötigen sie eine ausgewogene Ernährung, Gesundheitsversorgung sowie Räume sozialer Interaktion und Stimulierung.

In Ecuador leiden 25 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an chronischer Mangelernährung. Nur wenige erhalten eine frühkindliche Förderung und jedes dritte Kind war schon einmal von Gewalt betroffen. Gründe für diese Lebensumstände, die das Wohl und die gesunde Entwicklung der Kinder gefährden, sind vor allem Armut, geschlechtsspezifische Diskriminierung sowie fehlende Kenntnisse über frühkindliche Entwicklung. Dies gilt besonders häufig für junge Eltern, die die Schule nicht beenden und nur wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Unsere Projektziele

In diesem Projekt stärken wir die Fähigkeiten von jungen Eltern und fördern die gesunde, ganzheitliche Entwicklung von Kindern unter acht Jahren. In Schulungen verbessern die Eltern ihre Kenntnisse zu gesunder, ausgewogener Ernährung sowie zu frühkindlicher Entwicklung und Stimulierung. Insbesondere Väter werden in diese Maßnahmen eingebunden, damit sie eine aktive Rolle bei der Förderung und Erziehung ihrer Kinder übernehmen. Auf diese Weise werden traditionelle Rollenmuster aufgebrochen und ein wichtiger Beitrag zu mehr Gleichberechtigung geleistet. Junge Mütter unterstützen wir dabei, selbstständig Geld zu verdienen und eigene Kleinstunternehmen zu gründen. Insgesamt profitieren von dem Projekt rund 3.000 Kinder unter acht Jahren, 2.000 Mütter, Väter und Betreuungspersonen sowie 50 Gemeindevertreterinnen und -vertreter aus 27 Projektgemeinden.

Was wir bisher für den Projekterfolg getan haben

Um Eltern bei der altersgerechten Förderung ihrer Kinder zu unterstützen, führten geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialbehörden weitere Workshops in Santa Elena durch. Jede Veranstaltung widmete sich einem bestimmten Altersabschnitt der Kinder oder einem bestimmten Thema, wie der Schwangerschaft, der Beziehung zwischen Kindern und Eltern oder der Schulzeit. An den Trainings nahmen 913 Eltern und 1.089 Kinder unter acht Jahren teil. 

„Die Workshops haben uns gezeigt, wie wir besser für unsere Kinder sorgen können“, berichtet ein junger Vater. „Wir haben zum Beispiel gelernt, dass wir ihnen besser zuhören sollten. Manchmal verbringen wir zu wenig Zeit miteinander. Dann sagen wir, dass wir zur Arbeit müssen oder dass wir müde sind. Jetzt verstehe ich, dass ich selber so erzogen wurde und deshalb auch so mit meinen Kindern umgegangen bin.“ 

Auch im Rahmen von Hausbesuchen erhalten die Eltern Unterstützung und Beratung. Die Hausbesuche werden von Mitarbeitenden der Sozialbehörden sowie geschulten Gemeindehelferinnen und -helfern durchgeführt. In beiden Projektgemeinden fanden zudem Workshops statt, in denen über frühkindliche Förderung und gesunde Lebensweise informiert wurde. Dort konnten Eltern zum Beispiel lernen, wie sie gesunde kindgerechte Speisen zubereiten. 

„Meine tägliche Routine hat sich durch das Projekt sehr verändert“, erzählt die 34-jährige Mutter eines kleinen Jungen. „In den Workshops habe ich viele Rezepte kennengelernt, um meinen Sohn und meine Familie gesund zu ernähren.“

Bereits im vergangenen Jahr wurden in Santa Elena und Loja Familien ausgewählt, die beim Anlegen von Gemüsegärten unterstützt werden. Sie erhielten Baumaterial zur Umzäunung und Bewässerung der Gärten sowie Saatgut von 14 verschiedenen Gemüsesorten. 

In Loja wurden mit fachlicher Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums insgesamt 350 Gemüsegärten angelegt. Das angebaute Gemüse wird von den Familien nun täglich zur Zubereitung der Mahlzeiten verwendet. Die Familien erhielten außerdem jeweils zehn Hühner, für die sie kleine Gehege anlegten. Sie haben nun Eier zur Verfügung und zum Teil auch Überschüsse, die sie auf dem Markt verkaufen können. 

Auch in Santa Elena bauen die Familien Gemüse an, um ihre Ernährung zu verbessern. In Schulungen lernten 736 Familien, wie sie die Gärten anlegen, das Gemüse vor Ungeziefer schützen und wann die beste Zeit zum Pflanzen und Ernten ist. Sie erhielten Gemüsesamen, unter anderem für Mangold, Sellerie, Kohl, Spinat, Rettich, Zwiebeln, Kohl, Karotten und Zucchini. Zehn Hühner für jede Familie ergänzen die Maßnahmen für eine gesunde Ernährung. 

Gemeinsam mit der Gesundheitsstation identifizierten wir zusätzlich 100 Haushalte, in denen schwangere Frauen und Kinder unter acht Jahren leben, die von Mangelernährung betroffen sind. Es wird nun geprüft, ob es möglich ist, diese in das Projekt mit aufzunehmen. So sollen auch sie die Möglichkeit erhalten, an Workshops teilzunehmen und durch eigene Gemüsegärten Zugang zu gesunder Nahrung erhalten.

 

Prüfung und Anpassung der Projektaktivitäten

Da in Loja weniger Familien den Auswahlkriterien entsprachen als geplant, wurde die Zahl der Gemüsegärten auf 350 verringert. In Santa Elena wurden hingegen mehr bedürftige Familien identifiziert, sodass die Anzahl der Gemüsegärten auf 736 gestiegen ist.

Projektberichte

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Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (80,91%)
  • Werbeausgaben und Öffentlichkeitsarbeit (14,04%)
  • Verwaltungsausgaben (5,05%)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • Beste Website des Jahres 2016 in der Kategorie Wohltätigkeitsorganisationen
  • Transparenzpreis von PricewaterhouseCoopers 2012
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