Das karge Hochplateau des Altiplano in Bolivien ist von der Landwirtschaft geprägt.
Das karge Hochplateau des Altiplano in Bolivien ist von der Landwirtschaft geprägt. © Plan

Bolivien im Überblick

Bolivien ist ein Binnenstaat in Südamerika, der von den Anden durchzogen wird. Im Westen des Landes ragen die Gipfel über 6.000 Meter hoch. In der Mitte erstreckt sich eine Steppenlandschaft in der Hochebene des Altiplano bei trocken-kühlem Klima. Hier liegt der Titicacasee. Im Osten dominieren tropische Ebenen und Regenwälder des Amazonas, während der äußerste Südosten zur trockenen Savannenlandschaft des Gran-Chaco gehört. Höhenunterschiede bringen große klimatische Veränderungen innerhalb weniger Kilometer mit sich.

Einwohner 10,7 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 69 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 39 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf 2.550 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 99 %, Männer 99 %
Landesfläche 1.098.581 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Sucre, Regierungssitz: La Paz
Landessprachen Spanisch, Quechua, Aymara und andere indigene Sprachen
Religion Christentum
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Im 15. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Bolivien Teil des Inka-Reiches, welches sich von Ecuador über Peru bis nach Chile und Argentinien erstreckte. Im 16. Jahrhundert eroberten jedoch die Spanier das Gebiet und beuteten die Silber- und Kupfervorkommen des Landes aus. 1825 wurde Bolivien von Spanien unabhängig. Im Salpeterkrieg (1879-1884) mit Chile und Peru, in dem es vor allem um Rohstoffe ging, unterlag Bolivien und verlor seinen Zugang zum Pazifik. Im 20. Jahrhundert prägten die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, der Chaco-Krieg gegen Paraguay (1932-1935) sowie die zahlreichen durch Putsch und Revolution herbeigeführten Regierungswechsel das Land. Erst 1985 fanden erstmals demokratische Wahlen statt.

Situation heute

Die Massenproteste gegen die Privatisierung der Erdgas- und Erdölindustrie zwangen Präsident Carlos Mesa 2005 seinen Rücktritt einzureichen. Seit 2006 ist Evo Morales Ayma Präsident. Er ist der erste Indio, der das Land regiert. In Bolivien gehört ein Großteil der Bevölkerung indigenen Volksgruppen an. Obwohl das Land mittlerweile eine gewisse wirtschaftliche Stabilität erreicht hat, ist die Volkswirtschaft immer noch unterentwickelt. Nach wie vor prägen soziale Probleme das Land.

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