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Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche.
Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche. © Mai Zamora / Bild stammt aus einem ähnlichen Plan-Projekt in den Philippinen.

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In den Philippinen werden Mädchen und Jungen, die in Armut aufwachsen, oft von ihren Familien weggegeben oder fallen Menschenhändlern zum Opfer. Zwischen 60.000 und 100.000 Kinder werden zur Prostitution gezwungen. Mit diesem Projekt stärken wir den Kinderschutz in 24 Dörfern und Städten, damit Mädchen und Jungen in Sicherheit aufwachsen und zur Schule gehen können. Mit psychologischer Unterstützung erleichtern wir betroffenen Kindern die Rückkehr in den Alltag.

Stoppt Kinderhandel!Helfen auch Sie in den Philippinen!

Infos zum Projekt

Das Projekt ist erfolgreich finanziert

Dieses Projekt wurde erfolgreich eingeworben. Wir benötigen hierfür keine weiteren Spenden. Gerne können Sie uns jedoch mit der Übernahme einer Patenschaft oder einer Spende in unseren Sonderprojekt-Fonds unterstützen.


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Das ist der Projektrahmen

Projektregionen:
Östliche Visayas, Mindanao und Caraga

Projektlaufzeit:
November 2017 – Juli 2021

Ziele:

  • Wirksame Schutzstrukturen für Kinder und Jugendliche
  • Unterstützung für Kinder, die Opfer von Menschenhandel geworden sind
  • Wiedereingliederung der Kinder in die Gesellschaft

Maßnahmen:

  • Aufbau von Schutzstrukturen in den Gemeinden
  • Betreuung und Unterstützung der Opfer von Kinderhandel
  • Schulung von Jugendlichen, damit sie gegen Kinderhandel aktiv werden können

Was uns in den Philippinen erwartet

Unsere Programmgebiete in den Philippinen.

In den Philippinen lebt ein Viertel der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Einkommensunterschiede sind hoch und tragen dazu bei, dass 5,5 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren frühzeitig die Schule abbrechen und in ein Arbeitsverhältnis gedrängt werden. Über die Hälfte dieser Kinderarbeit findet unter gefährlichen und gesundheitsschädigenden Bedingungen statt. In vielen Fällen werden Kinder auch von ihren Familien weggegeben oder fallen Menschenhändlern zum Opfer, die sie zum Arbeiten ins Ausland oder in andere Landesteile verschleppen. Laut Studien werden zwischen 60.000 und 100.000 Kinder in den Philippinen zur Prostitution gezwungen. Besonders gefährdet sind junge Mädchen. Die Opfer kommen häufig aus Dörfern in der Nähe von großen Häfen oder Busbahnhöfen. Von dort werden sie in die großen Städte und Touristenregionen des Landes verschleppt.

Das Projekt unterstützt folgende Ziele für nachhaltige Entwicklung:

SDG3
Gesundheit und Wohlergehen
SDG5 Geschlechtergleichheit
Geschlechtergleichheit
SDG8
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
Hochwertige Bildung

Unsere Projektziele

Mit diesem Projekt stärken wir die Schutzstrukturen für Mädchen und Jungen in 24 Dörfern und Städten der Regionen Östliche Visayas, Mindanao und Caraga. Wir unterstützen von Menschenhandel betroffene Kinder und Jugendliche bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse und bieten ihnen neue Lebens- und Bildungsperspektiven, die ihnen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Unser Vorhaben konzentriert sich vor allem auf die Stärkung und Sensibilisierung der Gemeinden selbst, um der Verschleppung von Kindern vorzubeugen und Opfer wieder in ihr soziales Umfeld zu integrieren. Von unserer Arbeit in der Projektregion profitieren circa 80.000 Kinder und Jugendliche. Aufgrund ihrer besonderen Gefährdung stehen Mädchen bei vielen Maßnahmen im Mittelpunkt. Für die Nachhaltigkeit des Projektes arbeiten wir eng mit lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, die die Arbeit auch nach Projektende weiter fortführen.

Im Berichtszeitraum fanden 21 Treffen der Kinderschutzkomitees statt, in denen unter anderem Fälle von Kindesmissbrauch besprochen wurden. Außerdem ging es um COVID-19-bezogene Themen, wie etwas das Umgehen mit der Sperrstunde. Die Mitglieder der Komitees erhielten während der Treffen Materialien, mit denen sie Fälle von Kinderhandel identifizieren und an die zuständigen Institutionen melden können. Gerade während der Coronapandemie kommt den Komitees eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung von Kinderrechtverletzungen zu. Während des Lockdowns konnten sie mehrere Fälle aufdecken, darunter drei Fälle von sexuellem Missbrauch in Tacloban und drei Vergewaltigungen in Liloan. Wo immer möglich, erfolgte die Koordination zwischen den Kinderschutzkomitees und dem Projektteam online.

Auch die Gruppe gegen Cyberkriminalität konnte im Berichtszeitraum einen Fall von Kinderhandel aufdecken. Sie fanden die Identität und den Aufenthaltsort eines Achtklässlers heraus, der dem Menschenhandel zum Opfer gefallen war. So konnten sie zur Rettung des Opfers und zur Strafverfolgung des Täters beitragen. Der Täter wurde im Juli festgenommen und für das Opfer wurde Unterstützung in die Wege geleitet. Die Mitglieder der Gruppe hatten im Rahmen des Projektes an Schulungen zum Thema Online-Ausbeutung und Cybersicherheit teilgenommen.

Als weitere wichtige Verbündete gegen den Kinderhandel wurden schnelle Einsatzteams gegründet. Sie bestehen aus freiwilligen Helfer:innen aus den Gemeinden, die geschult werden, um bei Verdachtsfällen von Menschenhandel an vorderster Stelle mitzuwirken. Vor allem die Kinderschutzkomitees hatten sich für die Ernennung solcher Teams stark  gemacht. Es fanden bereits erste Treffen zwischen den Komitees und den Einsatzteams statt, die den Grundstein für die weitere Zusammenarbeit legten. Die Einsatzteams nehmen nun regelmäßig an den Sitzungen der Kinderschutzkomitees teil.

Kinder ohne Papiere sind besonders gefährdet für Menschenhandel. Eine Geburtsurkunde hilft, Kinder zu schützen.
Kinder ohne Papiere sind besonders gefährdet für Menschenhandel. Eine Geburtsurkunde hilft, Kinder zu schützen. ©Plan International

Wir unterstützen Mädchen und Jungen, die Opfer von Kinderhandel geworden sind, neue Perspektiven zu finden und die Schule erfolgreich abzuschließen. Seit Projektbeginn haben wir 21 Kinder dabei unterstützt, den Schulbesuch wiederaufzunehmen. Sie erhielten je nach Bedarf Schulmaterialien oder auch Nachhilfestunden.

Ergänzend zur Unterstützung der betroffenen Mädchen und Jungen fördern wir die Einkommenssicherheit ihrer Familien. Eigene Kleinstunternehmen sollen den Lebensunterhalt der Familien sichern und ihnen langfristige wirtschaftliche Perspektiven bieten. Vier Eltern aus dem Projektort Claveria, deren Kinder Opfer von Menschenhandel geworden waren, nahmen im August 2020 an Schulungen zur Stärkung ihrer unternehmerischen Fähigkeiten und Finanzkenntnisse teil. Dabei erstellten sie Geschäftspläne für den Aufbau eigener  Unternehmen. Alle vier Familien erhielten im Anschluss ein Startkapital zur Unternehmensgründung.

In Visayas nahmen im Oktober zehn Eltern von betroffenen Kindern an einem dreitägigen Training teil, in dem auch sie ihre finanziellen und unternehmerischen Kenntnisse stärkten. Außerdem lernten sie, sich mit den Werten und Erfahrungen innerhalb ihrer Familien auseinanderzusetzen. Offene Diskussionen verdeutlichten ihnen, wie wichtig es ist, eigene Schwächen und Stärken zu kennen und sich über die Werte in der Erziehung bewusst zu werden. Im Anschluss an das Training sagten die Eltern, dass ihnen die Schulung vor allem auch die Bedeutung des Sparens verdeutlicht hätte.

Auch in regionalen Komitees, die sich gegen Menschenhandel und Gewalt gegen Frauen und Kinder einsetzen, unterstützen wir die Arbeit zum Schutz vor Kinderhandel und Online-Ausbeutung. In neun Netzwerktreffen wurden unter anderem Aktivitäten für den internationalen Tag gegen Menschenhandel (30. Juli) geplant. Das Projektteam unterstützte an diesem Tag eine Pressekonferenz mit Medienvertreter:innen sowie Aktivitäten rund um das Thema psychologische Erste Hilfe. In den Städten Surigao und Surigao del Norte fanden Workshops zur Strategieplanung statt, in denen Ziele, Programme und Aktivitäten des Netzwerks für die nächsten drei Jahre definiert wurden.

Infolge der Coronapandemie war die Projektarbeit im Berichtzeitraum von verschiedenen Einschränkungen betroffen, die zum Teil zu erhöhtem administrativen Aufwand führten. So mussten beispielsweise alle Mitarbeitenden von Plan und der Partnerorganisationen Genehmigungen einholen, um von einem Projektgebiet in ein anderes zu reisen. Nach der Reise in ein Projektgebiet mussten die Mitarbeiter:innen 14 Tage in häuslicher Quarantäne verbringen, bevor sie mit den Aktivitäten vor Ort beginnen konnten. Nach der Rückkehr an ihren Heimatort mussten sie erneut 14 Tage in Quarantäne.

Exemplarische Projektkosten

50 EUR:
brauchen wir für die gesundheitliche Versorgung eines betroffenen Kindes

90 EUR:
kostet die Schulung von fünf Behördenangestellten im Umgang mit Fällen von Kinderhandel

180 EUR:
brauchen wir für eine Kampagne zur Geburtenregistrierung zum Schutz vor Kinderhandel

380 EUR:
kostet die Ausbildung einer Vertrauensperson zur Betreuung betroffener Kinder

Ihre Hilfe kommt an!
  • Projektausgaben (82,95 %)
  • Werbeaufwendungen (12,22 %)
  • Verwaltungsaufwendungen (4,83 %)
  • DZI Spendensiegel
  • TÜV NORD
  • eKomi Kundenauszeichnung in Gold
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