Ein Großteil der Bevölkerung Myanmars lebt auf dem Land.
Ein Großteil der Bevölkerung Myanmars lebt auf dem Land. © Plan

Myanmar im Überblick

Myanmar liegt in Südostasien am Indischen Ozean. Der wichtigste Fluss des Landes ist der Irrawaddy. Etwa 150 Kilometer südwestlich von Rangun, der früheren Hauptstadt Myanmars, entfernt, bildet der Irrawaddy ein gut 40.000 qkm großes Mündungsdelta. Das Gebiet wird vor allem zum Reisanbau genutzt. Auch in der Landesmitte wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Ein Großteil des Landes ist jedoch von subtropischen Wäldern bedeckt. Immer wieder kommt es in Myanmar zu Naturkatstrophen.

Einwohner 53,3 Mio. (Deutschland: 82,7 Mio.)
ø Lebenserwartung 66 Jahre (D: 81 Jahre)
Kindersterblichkeit* 51 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
BNE** pro Kopf < 1.045 USD (D: 46.100 USD)
Alphabetisierungsrate*** Frauen 96 %, Männer 96 %
Landesfläche 676.577 qkm, (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Nay Pyi Taw
Landessprachen Birmanisch, lokale Sprache
Religion Theravada-Buddhismus, Christentum, Islam
* pro 1.000 Lebendgeburten
** Bruttonationaleinkommen
*** bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Quellen: UNICEF-Report 2015, UNDP „Bericht über die menschliche Entwicklung 2015“, Auswärtiges Amt

Geschichte

Myanmar, auch unter dem Namen Birma bekannt, hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Im 11. Jahrhundert gründete König Anawrahta das erste birmanische Reich. 1886 wurde das Land nach drei Kriegen mit Großbritannien Teil von Britisch-Indien. Während des Zweiten Weltkrieges war Japan Besatzungsmacht. 1948 erlangte das Land seine Unabhängigkeit. Gleich darauf kam es zu Unruhen und separatistischen Bewegungen verschiedener Volksgruppen und der burmesischen Armee. Von 1962 an wurde Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert. Ende der 1980er Jahre kam es zu Demokratiebewegungen, die jedoch blutig niedergeschlagen wurden. 1989 wurde Birma in Myanmar umbenannt.

Situation heute

Nach Jahrzehnten der Militärherrschaft fanden 2010 die ersten allgemeinen Parlamentswahlen in Myanmar statt. Seit 2011 ist Thein Sein Staatspräsident, der umfassende Reformen anstieß und durchführte. Laut Verfassung ist Myanmar eine parlamentarische Demokratie mit Militäreinfluss. Seit Juni 2012 kommt es immer wieder zu Ausschreitungen zwischen buddhistischen und muslimischen Volksgruppen. Die Lage bleibt angespannt.

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